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Du befindest dich im Forum: Probleme in der Beziehung. Alltagsprobleme in Beziehungen? Mangelndes Vertrauen, Langeweile oder Sprachlosigkeit? Hier findest du ein offenes Ohr für alles, was dich an deiner Beziehung stört. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 13.11.2018, 00:13   #1
herzballon
Junior Member
 
Registriert seit: 02/2018
Beiträge: 3
Ist es Liebe? Warum macht er mich so verrückt?

Hallo ihr Lieben.

Ich hab im Januar jemanden kennengelernt, in den ich mich dann unglaublich verknallt habe. Er wohnte jedoch in London und ich habe mir Mühe gegeben, es aufrecht zu erhalten. Das ging 2-3 Monate "gut", jedoch hatte ich immer das Gefühl, dass etwas faul ist. Mal war er verrückt nach mir und ein anderes mal wollte er nichts von mir wissen. Am Ende beichtete er mir, dass er emotional noch viel mit etwas anderem zu kämpfen hat. Er hat die letzte Beziehung noch nicht abgeschlossen (war ein Jahr her) und wollte einfach eine Aufklärung. Ich meinte, er soll sich melden, wenn es geklärt ist und er den Kopf frei hat.
Als erstmal nichts kam, dachte ich, es ist halt vorbei es lediglich eine Ausrede gewesen oder so.

2-3 Monate später habe ich dann wieder was gehört, zu meinem Geburtstag. Und es ging wieder los. Ich direkt wieder Kopf über Hals in ihn verknallt, obwohl er mich wirklich verletzte. Alle rieten mir davon ab, mich ihm wieder herzugeben. Ich konnte nicht anders, er meinte, diesmal meine er es ernst und wolle es so sehr. Wir haben uns wieder getroffen etc. und es läuft nun bis heute. Wir sehen uns alle paar Wochen für 1 Woche.

Nun bin ich ratlos, denn ich erkenne mich nicht wieder. Er kann mich so unglaublich leicht aus der Ruhe bringen, mich verrückt machen, ich bin sehr sensibel zur Zeit etc. Das sieht mir wirklich überhaupt nicht ähnlich. Manchmal überlege ich einfach, es zu beenden, um wieder "frei" zu sein. Aber dann habe ich Angst, dass es doch wirklich meine "große" Liebe war (wenn es denn sowas gibt) und ich eben deswegen auch so sensibel bin. Und das ist auch mein Problem. Liegt das denn daran, dass ich ihn so unglaublich dolle mag? Oder ist es was anderes? Ich habe mich seit den Teeniejahren nicht so abhängig gefühlt und ich bin mittlerweile 27. Er ist natürlich cooler dabei.

Er hat nun einen Job hier in meiner Stadt gefunden und möchte zu mir ziehen. Er sagt, er ziehe hauptsächlich wegen mir hierher, aber ich kann es irgendwie nicht glauben. Er hat an seinem jetzigen Wohnort keinen Job gefunden. In einem schwachen/schönen Moment meinte ich ja, er könne zu mir ziehen. Aber ich bin mir mittlerweile so unsicher und denke unentwegt darüber nach, ob ich das richtige tue. Ich habe Angst, dass wenn er bei mir wohnt, ich zu viel von ihm erwarte. Und was wenn er dann hier nach kurzer Zeit satt hat und mich verlässt? Ich würde mich so ausgenutzt fühlen, ihm hierher geholfen zu haben und auch zu seinem Traumjob verholfen zu haben. Und dann blüht er hier auf und ich gehe ein. Außerdem weiß man ja, was manchmal aus Beziehungen wird, wenn man zusammenzieht. In dem selben Atemzug, weiß ich doch gar nicht, ob das ganze überhaupt gut für mich ist, diese Beziehung. Und dann wieder habe ich Angst, dass wenn ich sage, er solle vielleicht erstmal woanders hinziehen, er Schluss macht oder es sich zum negativen ändert.

Ich bin ratlos, in jeder Hinsicht. Ich weiß, nur ich weiß, was das richtige für mich ist. Aber ich versuche schon lange, es herauszufinden und es wird einfach nicht besser...
herzballon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 00:13 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 13.11.2018, 00:36   #2
Sportismylife
Sporty
 
Registriert seit: 01/2008
Beiträge: 4.630
Prinzipiell hast du Ängste die jeder hat.

Ich empfehle dir: nicht aufgeben und nicht den Ängsten nachgeben.

Versuch dein (euer) Glück und wenn es nicht passt, dann ist es eben zu ende. Das Risiko hat jeder...
Sportismylife ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 07:36   #3
Kronika
Special Member
 
Registriert seit: 08/2010
Ort: RLP
Beiträge: 3.863
Zitat:
Zitat von herzballon Beitrag anzeigen
Nun bin ich ratlos, denn ich erkenne mich nicht wieder. Er kann mich so unglaublich leicht aus der Ruhe bringen, mich verrückt machen, ich bin sehr sensibel zur Zeit etc. Das sieht mir wirklich überhaupt nicht ähnlich. Manchmal überlege ich einfach, es zu beenden, um wieder "frei" zu sein. Aber dann habe ich Angst, dass es doch wirklich meine "große" Liebe war (wenn es denn sowas gibt) und ich eben deswegen auch so sensibel bin. Und das ist auch mein Problem. Liegt das denn daran, dass ich ihn so unglaublich dolle mag? Oder ist es was anderes? Ich habe mich seit den Teeniejahren nicht so abhängig gefühlt und ich bin mittlerweile 27. Er ist natürlich cooler dabei.
Mir wird aus deinem Text noch nicht wirklich klar, was das Problem ist und was genau hinter diesem "sensibel sein" steckt. So wie es klingt fühlst du dich abhängig und ihm ausgeliefert, weil alles was er tut oder nicht tut, direkt starke Auswirkungen auf deine Stimmungslage hat - verstehe ich das richtig?
Und du bist mit dieser Situation unglücklich und fühlst dich nicht mehr als "Herrin der Lage"?
Da stellt sich mir die Frage, was dahinter steckt, wenn du das auch aus anderen Beziehungen von dir so nicht kennst. In welchen Situationen kommen denn diese Gefühle auf, die dich so stören? Was wäre denn ein Beispiel? Zeigt er denn oft ein Verhalten, mit dem du nicht glücklich bist?

Zitat:
Zitat von herzballon Beitrag anzeigen
Er hat nun einen Job hier in meiner Stadt gefunden und möchte zu mir ziehen. Er sagt, er ziehe hauptsächlich wegen mir hierher, aber ich kann es irgendwie nicht glauben. Er hat an seinem jetzigen Wohnort keinen Job gefunden. In einem schwachen/schönen Moment meinte ich ja, er könne zu mir ziehen. Aber ich bin mir mittlerweile so unsicher und denke unentwegt darüber nach, ob ich das richtige tue. Ich habe Angst, dass wenn er bei mir wohnt, ich zu viel von ihm erwarte. Und was wenn er dann hier nach kurzer Zeit satt hat und mich verlässt? Ich würde mich so ausgenutzt fühlen, ihm hierher geholfen zu haben und auch zu seinem Traumjob verholfen zu haben. Und dann blüht er hier auf und ich gehe ein. Außerdem weiß man ja, was manchmal aus Beziehungen wird, wenn man zusammenzieht. In dem selben Atemzug, weiß ich doch gar nicht, ob das ganze überhaupt gut für mich ist, diese Beziehung. Und dann wieder habe ich Angst, dass wenn ich sage, er solle vielleicht erstmal woanders hinziehen, er Schluss macht oder es sich zum negativen ändert.
Was denkst du denn genau das du "zu viel von ihm erwarten" könntest, wenn er bei dir wohnt? Welche Erwartungen hättest du denn dann an eure Zeit?
Und wieso glaubst du, ihm zu seinem Traumjob verholfen zu haben? Er hätte sich doch auch eigenständig bewerben können und hat offensichtlich ja die Qualifikationen für den Job mitgebracht. Eine Wohnung zu finden wäre sicher nicht das Problem für ihn gewesen.
Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich schräg, dass du dir "Sorgen" darüber machst, dass er ja aufblühen und glücklich sein könnte. Denn eigentlich sollte man das einem Partner den man liebt doch wünschen und sich für ihn freuen. Und sich auch freuen dass er sich entscheidet, so einen großen Schritt zu gehen, um eure Fernbeziehung zu einer Nahbeziehung zu machen.
Dass dabei auch ein paar Ängste mitschwingen, ob das Ganze dann wirklich so passt, halte ich für normal... bei dir klingt es allerdings danach, als ob du ihm bereits jetzt unterstellst, dass er dich nur als Sprungbrett nach Deutschland benutzt.
Du hast offenbar kein Vertrauen in eure Beziehung und scheinst nicht zu glauben, dass er ehrliche Gefühle für dich hat. Und daher ist deine Angst vor allem, dass er auch ohne dich hier glücklich werden könnte. Und dieses Denken ist wirklich nicht unbedingt gesund.
Die meisten Menschen würden sich wohl eher Gedanken machen, dass der Partner umzieht und im eigenen Land nicht Fuß fassen kann... dass es Probleme gibt aufgrund der Sprachbarriere, er erstmal keine Kontaktpersonen in der Nähe hat... DAS wäre doch zunächst mal die viel naheliegendere Sorge.

Woran liegt das? Hast du generell Probleme mit deinem Selbstbewusstsein? trägst das noch nach, dass er euren Kontakt damals unterbrochen hat?
Zumindest war er ja damals ehrlich zu dir. Warum sollte er es jetzt nicht sein? Ist sein Verhalten denn auch wieder bzw. immernoch so ambivalent wie du es zu Beginn geschrieben hast dass er manchmal Nähe sucht und dann wieder nichts von dir wissen will, oder hat sich das in eurem zweiten Anlauf geändert?

So oder so denke ich dass eure Beziehung es schwer haben wird, wenn du nicht an sie glaubst. Ob das nun rein auf Ängsten von dir basiert, weswegen du mit negativen Gedanken selbst die Partnerschaft sabotierst - oder ob deine Zweifel gerechtfertigt sind und dir dein Bauchgefühl sagt, dass irgendwas nicht passt.

Geändert von Kronika (13.11.2018 um 07:40 Uhr)
Kronika ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 12:28   #4
CtrlAltDel
ich bin KEIN Fachmann
 
Registriert seit: 03/2010
Ort: Deutschland
Beiträge: 20.843
Du könntest evtl. in dieser Weise eine gewisse Entspannung herbeiführen: dass er sich eine eigene Wohung suchen soll, da Du glaubst, dass zumindest für längere Zeit Deine Wohnung für zwei nicht groß genug ist und die Gefahr besteht, dass ihr Euch im Alltag auf die Nerven geht.

Dass er deshalb, wenn er schon in Deine Stadt zieht, sich auch eine Wohnung suchen soll, dies aber nicht sofort tun muss, sondern "zum Übergang" bei Dir wohnen kann. Das hättest Du von Anfang an so gemeint. Oder das hättest Du nach einmal drüber schlafen und nach konkreter Betrachtung der räumlichen Möglichkeiten so als richtig erkannt.

Oder Du beichtest ihm halt von Anfang an geradeheraus, dass Du das mit dem gemeinsamen Wohnen im Moment eigentlich noch für zu früh hältst, auch wenn Du Dich wahnsinnig freust, dass er sich (auch?) Deinetwegen dahin verlegt, und bietest dann bei der fälligen Rückfrage seinerseits an, dass er "natürlich" für die Zeit, in der er sucht, bei Dir wohnen kann.

Wenn er darauf antwortet, er können ja dann gleich eine gemeinsame Wohnung suchen, würde ich aber bei Deinem jetzigen Gemütszustand eher noch nicht drauf eingehen.

Insgesamt sind Wohnen und Zusammenwohnen schwierige Themen, die je nach Gewohnheit und Mikrosozialer Subkultur - und je nach Übereinstimmung der beiden Interessenten in rein praktischen Fragen - mit sehr viel Taktgefühl behandelt werden sollten.
CtrlAltDel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 16:24   #5
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.676
Es ist mal wieder erwiesen: Verliebte sind komplett durchgeknallt

Und ja, ich war auch schon mal so ähnlich aufgewühlt
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 16:59   #6
Curly2013
 
Registriert seit: 08/2013
Ort: RLP
Beiträge: 12.755
Zitat:
Zitat von herzballon Beitrag anzeigen
Wir sehen uns alle paar Wochen für 1 Woche.
... In einem schwachen/schönen Moment meinte ich ja, er könne zu mir ziehen. Aber ich bin mir mittlerweile so unsicher und denke unentwegt darüber nach, ob ich das richtige tue.
Ich kann deine Bedenken verstehen.
An deiner Stelle würde ich ihn bitten, dass er sich eine eigene Wohnung suchen soll, und dann würde ich mal schauen wie die Beziehung weitergeht. Es ist schon was völlig anderes zusammen zu wohnen, den Partner immer da zu haben, als ihn nur alle paar Wochen für eine Woche zu sehen.
Curly2013 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 18:00   #7
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 7.622
Zitat:
Zitat von Anna-Lia Beitrag anzeigen
Es ist mal wieder erwiesen: Verliebte sind komplett durchgeknallt

Und ja, ich war auch schon mal so ähnlich aufgewühlt
Isso!
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2018, 18:55   #8
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 10.463
Zitat:
Zitat von Curly2013 Beitrag anzeigen
... Es ist schon was völlig anderes zusammen zu wohnen, den Partner immer da zu haben, als ihn nur alle paar Wochen für eine Woche zu sehen.
Ich denke, das kommt immer darauf an, wie man selbst gestrickt ist
und eben der Partner. Passt man hier zusammen, stellt das sicher we-
niger ein Problem dar. Treffen hier zwei völlig verschieden tickende
Partner auf einander, dann kann das schon richtig nach hinten los ge-
hen.

Da wär es sicher mal eher angebracht, sich entsprechend selbst zu
hinterfragen und dann eben auch den Partner, mit dessen eigenen
Vorstellungen dazu, mit einzubeziehen.


Und wenn sie eine derartige "Umklammerung" eher als problematisch
empfindet, dann sollte sie das eben auch direkt so ansprechen. Was
nützt es ihr in einem solchen Fall, ihn erst mal nur "vorüber gehend"
lieber in einer eigenen Wohnung zu wissen?

Da ihr seine Vorstellung zumindest Zweifel bzw. Angst macht, sehe
ich sie zudem eher in der "Verantwortung" das "richtig" zu stellen und
das Ganze eben aufzuklären.

Mein Freund (wir führen ebenfalls noch eine Fernbeziehung) könnte
mich damit nicht "verunsichern". Das es "anders" wird, ist klar, be-
deutet aber nicht für jeden gleichzeitig, dass man deshalb "Ängste"
bekommt und man in den "Fluchtmodus" wechselt.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2018, 22:39   #9
herzballon
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 02/2018
Beiträge: 3
Danke an alle für die Antworten.

Zitat:
Zitat von Kronika Beitrag anzeigen
Mir wird aus deinem Text noch nicht wirklich klar, was das Problem ist und was genau hinter diesem "sensibel sein" steckt. So wie es klingt fühlst du dich abhängig und ihm ausgeliefert, weil alles was er tut oder nicht tut, direkt starke Auswirkungen auf deine Stimmungslage hat - verstehe ich das richtig?
Und du bist mit dieser Situation unglücklich und fühlst dich nicht mehr als "Herrin der Lage"?
Da stellt sich mir die Frage, was dahinter steckt, wenn du das auch aus anderen Beziehungen von dir so nicht kennst. In welchen Situationen kommen denn diese Gefühle auf, die dich so stören? Was wäre denn ein Beispiel? Zeigt er denn oft ein Verhalten, mit dem du nicht glücklich bist?

Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich schräg, dass du dir "Sorgen" darüber machst, dass er ja aufblühen und glücklich sein könnte. Denn eigentlich sollte man das einem Partner den man liebt doch wünschen und sich für ihn freuen. Und sich auch freuen dass er sich entscheidet, so einen großen Schritt zu gehen, um eure Fernbeziehung zu einer Nahbeziehung zu machen.
Dass dabei auch ein paar Ängste mitschwingen, ob das Ganze dann wirklich so passt, halte ich für normal... bei dir klingt es allerdings danach, als ob du ihm bereits jetzt unterstellst, dass er dich nur als Sprungbrett nach Deutschland benutzt.
Du hast offenbar kein Vertrauen in eure Beziehung und scheinst nicht zu glauben, dass er ehrliche Gefühle für dich hat. Und daher ist deine Angst vor allem, dass er auch ohne dich hier glücklich werden könnte. Und dieses Denken ist wirklich nicht unbedingt gesund.
Die meisten Menschen würden sich wohl eher Gedanken machen, dass der Partner umzieht und im eigenen Land nicht Fuß fassen kann... dass es Probleme gibt aufgrund der Sprachbarriere, er erstmal keine Kontaktpersonen in der Nähe hat... DAS wäre doch zunächst mal die viel naheliegendere Sorge.

Woran liegt das? Hast du generell Probleme mit deinem Selbstbewusstsein? trägst das noch nach, dass er euren Kontakt damals unterbrochen hat?
Zumindest war er ja damals ehrlich zu dir. Warum sollte er es jetzt nicht sein? Ist sein Verhalten denn auch wieder bzw. immernoch so ambivalent wie du es zu Beginn geschrieben hast dass er manchmal Nähe sucht und dann wieder nichts von dir wissen will, oder hat sich das in eurem zweiten Anlauf geändert?
Hallo Kronika. Du hast es richtig erfasst im ersten Absatz, mit dem sensibel sein. Sein Verhalten ist auch heute noch manchmal ambivalent. Wenn er mir sagt, er freue sich sehr mich zu sehen, aber dann hier ist und sich anderweitig verabredet, macht mich das irgendwie traurig, weil ich meine Zeit für ihn frei schaufel für die paar Tage, die ich mit ihm verbringen möchte. Vielleicht erwarte ich zu viel.
Ich versuche mich wirklich zu freuen, aber ich habe mich schon oft von ihm "verarscht" gefühlt und da frage ich mich, wieso ich überhaupt helfe, wenn er mir nie hilft und manchmal einfach sehr egoistisch ist, während ich so viel mit ihm teile. Das ist vielleicht auch mein Charakter und seiner ist anders. Aber natürlich hängt auch noch von der ersten Phase etwas dran, wo ich schon vermutet habe, dass etwas nicht stimmt und es bestätigt wurde.

Ich hatte noch nie Probleme mit meinem Selbstbewusstsein. Natürlich fühlt es sich für mich auch nicht gut an, dass er mich so leicht aus der Bahn bringt. Er kann mir so schnell schlechte Laune machen und das bin doch nicht ich. Ich bin so sorgenfrei und habe wirklich viele Männer vor ihm kennengelernt. Keiner konnte das mit mir "anstellen". Also vielleicht bin ich auch unsicher, weil ich ihn scheinbar sehr gern habe und Angst, ihn zu verlieren.


Zitat:
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Du könntest evtl. in dieser Weise eine gewisse Entspannung herbeiführen: dass er sich eine eigene Wohung suchen soll, da Du glaubst, dass zumindest für längere Zeit Deine Wohnung für zwei nicht groß genug ist und die Gefahr besteht, dass ihr Euch im Alltag auf die Nerven geht.

Dass er deshalb, wenn er schon in Deine Stadt zieht, sich auch eine Wohnung suchen soll, dies aber nicht sofort tun muss, sondern "zum Übergang" bei Dir wohnen kann. Das hättest Du von Anfang an so gemeint. Oder das hättest Du nach einmal drüber schlafen und nach konkreter Betrachtung der räumlichen Möglichkeiten so als richtig erkannt.

Oder Du beichtest ihm halt von Anfang an geradeheraus, dass Du das mit dem gemeinsamen Wohnen im Moment eigentlich noch für zu früh hältst, auch wenn Du Dich wahnsinnig freust, dass er sich (auch?) Deinetwegen dahin verlegt, und bietest dann bei der fälligen Rückfrage seinerseits an, dass er "natürlich" für die Zeit, in der er sucht, bei Dir wohnen kann.

Wenn er darauf antwortet, er können ja dann gleich eine gemeinsame Wohnung suchen, würde ich aber bei Deinem jetzigen Gemütszustand eher noch nicht drauf eingehen.

Insgesamt sind Wohnen und Zusammenwohnen schwierige Themen, die je nach Gewohnheit und Mikrosozialer Subkultur - und je nach Übereinstimmung der beiden Interessenten in rein praktischen Fragen - mit sehr viel Taktgefühl behandelt werden sollten.

Vielen Dank. Ich denke, es wird darauf hinauslaufen, sobald ich mich traue. :/

Ich weiß, wie schwachsinnig und unbeantwortbar diese Frage ist... aber woran merke ich denn, ob ich ihn wirklich liebe oder ob ich mal ein Päuschen einlegen sollte, um einfach auf den Boden zu kommen und klar zu denken und zu schauen, was ich wirklich fühle?
herzballon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2018, 14:01   #10
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Zitat:
Zitat von herzballon Beitrag anzeigen
Ich weiß, wie schwachsinnig und unbeantwortbar diese Frage ist... aber woran merke ich denn, ob ich ihn wirklich liebe oder ob ich mal ein Päuschen einlegen sollte, um einfach auf den Boden zu kommen und klar zu denken und zu schauen, was ich wirklich fühle?
Da jeder Mensch die Frage "was ist Liebe?" anders beantworten kann und darf, gibt es auch nicht die allgemein gültige Antwort darauf, wie Du es merkst.

Ich bin ein Anhänger der Frage "willst Du mit mir alt werden?", die man aber nicht im ersten Jahr für sich beantworten sollte. Ersatzweise sollte man sich am Anfang erstmal nur fragen, ob man sich miteinander wohl fühlt.

Manche wissen dann im Anschluss auch schon ziemlich bald, dass "es für immer so bleiben soll", bei anderen dauert es was länger. Oder sie kommen zu einem anderen Schluss "es soll längere Zeit so bleiben" oder "wir schauen mal, wohin uns das führt".

Alles o.k., solange man sich nicht selbst übergeht, sondern stets auf sich selbst achtet und sich stets ernst nimmt.
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Alt 15.11.2018, 14:01 #00
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