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Alt 31.01.2019, 22:54   #1
Maus19
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 692
Enttäuscht vom Partner

Hallo zusammen!

Wie geht ihr vor, wenn euer Partner euch enttäuscht hat bzw wenn eure Erwartungen nicht erfüllt wurden?

Ich reflektiere ein wenig vergangene Beziehungen und habe gemerkt, dass meine letzten Expartner entweder nicht mit Schuldgefühlen klar kamen oder ich meine enttäuschten Gefühle auf eine "falsche" Art und Weise mitgeteilt habe....

Es war einmal die Situation, dass ich meinen Partner eine Woche lang nicht gesehen habe, weil er auf Dienstreise war. Am Donnerstag Abend sollte er wieder zurück sein und hatte mich am Anfang der Woche schon gefragt, ob ich bei ihm das ganze Wochenende verbringen möchte (ab Freitag). Er wollte mir auch seinen Schlüssel geben, weil er selbst ein Paar Termine hatte. Er wollte quasi, dass ich die drei Tage bei ihm wohne, während er ab und zu zu diesen Terminen verschwindet.
Am Donnerstag morgen hat er dann geschrieben, dass er am Wochenende viel zu viel zu tun hat und das, was wir vor hatten, nicht klappt und das Treffen neben anderen Sachen nicht vereinbar wäre (er studiert noch und musste für eine Klausur lernen, über die er eigentlich schon vorher Bescheid wusste).

Ich fand es schwierig, die Situation sachlich zu sehen und habe auch nicht verstanden, woher der plötzliche Sinneswandel kam. Wir haben uns 3-4 mal die Woche gesehen und haben die Wochenenden immer zusammen verbracht (ohne dass ich jemals seinen Schlüssel hätte). Und nun wollte er auf einmal, nachdem wir uns schon relativ lange nicht gesehen haben, nicht mal, dass ich bei ihm schlafe. Er wohnte nicht so weit weg und ich wäre auch einfach nur zum Übernachten gekommen, wenn er so busy ist....Also war ich enttäuscht und habe ihm ohne lange darüber nachzudenken geschrieben: "ich verstehe nicht, warum du mich jetzt ausladen musst, von der Klausur wusstest du doch schon, scheinbar hast du mich nicht so sehr vermisst wie ich dich."
Er hat geantwortet, dass er mich immer sehen will, aber dass er alle Störfaktoren eliminieren muss, wenn er lernen muss...
Vielleicht hätte ich einfach nichts sagen sollen und respektieren sollen, dass er mich nicht mehr sehen möchte? Soll man sowas dann einfach für sich behalten? Denn wenn er mich sehen wollen würde, hätte er mich nicht ausgeladen. Also ändert es eigentlich gar nichts, wenn ich ihm sage, dass mich diese Info enttäuscht.

Dann war noch einmal der Fall, dass ich im Krankenhaus war und gehofft hatte, dass mich der Mann besucht. Als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich etwas enttäuscht war, habe ich wieder, zum 1000 mal nicht die Reaktion bekommen, auf die ich gehofft habe.

Wenn ich dem Partner sage, dass mich etwas verletzt hat, dann hoffe ich eigentlich zu hören: "Hätte jetzt niemals gedacht, dass dich das traurig macht. Das wollte ich nicht. Tut mir leid" Und noch utopischer wäre, wenn der Partner dann sagen würde: "Was kann ich tun, damit du dich besser fühlst?"

Aber sowas kommt nie. Es kommt entweder eine Rechtfertigung oder der jenige distanziert sich oder sagt mir, dass ich ihn scheiße behandele....

Einerseits kann ich natürlich verstehen, dass mich vermutlich niemand mit Absicht verletzten würde und man nicht immer alles auf sich beziehen sollte. Aber manchmal kann ich auch nichts für, wenn ich mich so fühle, wie ich mich fühle. Manchmal werden meine Erwartungen nun mal enttäuscht.

Wie soll man seinem Partner mitteilen, dass man enttäuscht ist, ohne dass es vorwurfsvoll klingt?
Maus19 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2019, 22:54 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Maus19, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 31.01.2019, 23:12   #2
Robertalk
Special Member
 
Registriert seit: 01/2014
Ort: Deutschland
Beiträge: 2.283
Zitat:
Zitat von Maus19 Beitrag anzeigen
Wenn ich dem Partner sage, dass mich etwas verletzt hat, dann hoffe ich eigentlich zu hören: "Hätte jetzt niemals gedacht, dass dich das traurig macht. Das wollte ich nicht. Tut mir leid" Und noch utopischer wäre, wenn der Partner dann sagen würde: "Was kann ich tun, damit du dich besser fühlst?"
Mir ist auch schon oftmals im zwischenmenschlichen Kontakt aufgefallen, dass es vielen Menschen unendlich schwer fällt, "Es tut mir leid" zu sagen, oder sich zu entschuldigen.
Dabei wäre es viel leichter im menschlichen Umgang, wenn man Fehler zugibt. Damit macht man sich übrigens auch beliebt....
Robertalk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2019, 23:33   #3
megam91
Member
 
Registriert seit: 03/2016
Beiträge: 135
Zitat:
Zitat von Maus19 Beitrag anzeigen
Wie soll man seinem Partner mitteilen, dass man enttäuscht ist, ohne dass es vorwurfsvoll klingt?
Ich versuche das mal an deinem ersten Beispiel zu beantworten.

Meine Vermutung: Er hat euphorisch mit dir ein gemeinsames Wochenende nach der Dienstreise geplant, irgendwann aber gemerkt, dass sein Plan Dienstreise + gemeinsames Wochenende + irgendwann für die Klausuren lernen nicht so wirklich aufgehen wird, dann kalte Füße bekommen und sich entschieden, den Fokus auf seine Klausuren zu legen. Ärgerlich für dich und ja, dass die Klausuren anstehen dürfte ihm schon länger bewusst gewesen sein. Aber mal ehrlich: Wer von uns hat nicht für Klausuren super Lernpläne erstellt und ist am Ende doch ins Rotieren gekommen, weil der Stoff doch wieder viel schwieriger war als gedacht?

Eine Klausurenphase dauert maximal ein paar Wochen, ist aber bestimmt enorm wichtig für ihn. Auch wenn es ihm zu spät aufgefallen ist: dass darauf sein Fokus liegen sollte, hat er richtig erkannt. Ich an seiner Stelle hätte mir von dir, bei aller verständlichen Enttäuschung, eine Nachricht à la "Schade, dass es nicht klappt, aber deine Klausuren gehen natürlich vor. Viel Erfolg und wir holen das danach gleich nach!" gewünscht. Und jetzt schau dir deine Nachricht nochmal an:

Zitat:
Zitat von Maus19 Beitrag anzeigen
Also war ich enttäuscht und habe ihm ohne lange darüber nachzudenken geschrieben: "ich verstehe nicht, warum du mich jetzt ausladen musst, von der Klausur wusstest du doch schon, scheinbar hast du mich nicht so sehr vermisst wie ich dich."
Im Prinzip betonst du nur nochmal, dass er es vermasselt hat (was ihn womöglich schon selber ärgern dürfte) und unterstellst ihm, dich nicht vermisst zu haben, was schon harter Tobak ist. Vor allem, wenn ihr euch doch sowieso bislang immer mehrmals die Woche getroffen habt.

Deine Krankenhaus Geschichte kann ich jetzt nicht bewerten, da fehlen mir zu viele Infos. Allgemein würde ich mir natürlich auch wünschen, dass meine Partnerin mich im Krankenhaus besucht, aber in deinem Fall weiß ich ja nicht, was seine Begründung war.

Allgemein kann ich dir nur raten, Probleme nicht mit Vorwürfen anzusprechen, für die es u.U. gar keine Anhaltspunkte gibt (der Klassiker: "liebst du mich etwa nicht mehr?") sondern Probleme wertneutral ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Eine gute Idee ist es auch, nicht aufgewühlt unüberlegte Nachrichten zu verschicken, sondern lieber auch mal ein paar Nächste über ein Thema zu schlafen (oder in dem Fall z.B. die Klausurenphase abzuwarten). Dann hat man die eigenen Gedanken besser sortiert und auch der Gegenüber hat den Kopf frei.

Geändert von megam91 (31.01.2019 um 23:39 Uhr)
megam91 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2019, 00:21   #4
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 11.431
Zitat:
Zitat von megam91 Beitrag anzeigen
Ich versuche das mal an deinem ersten Beispiel zu beantworten.

Meine Vermutung: Er hat euphorisch mit dir ein gemeinsames Wochenende nach der Dienstreise geplant, irgendwann aber gemerkt, dass sein Plan Dienstreise + gemeinsames Wochenende + irgendwann für die Klausuren lernen nicht so wirklich aufgehen wird, dann kalte Füße bekommen und sich entschieden, den Fokus auf seine Klausuren zu legen. Ärgerlich für dich und ja, dass die Klausuren anstehen dürfte ihm schon länger bewusst gewesen sein. Aber mal ehrlich: Wer von uns hat nicht für Klausuren super Lernpläne erstellt und ist am Ende doch ins Rotieren gekommen, weil der Stoff doch wieder viel schwieriger war als gedacht?

Eine Klausurenphase dauert maximal ein paar Wochen, ist aber bestimmt enorm wichtig für ihn. Auch wenn es ihm zu spät aufgefallen ist: dass darauf sein Fokus liegen sollte, hat er richtig erkannt. Ich an seiner Stelle hätte mir von dir, bei aller verständlichen Enttäuschung, eine Nachricht à la "Schade, dass es nicht klappt, aber deine Klausuren gehen natürlich vor. Viel Erfolg und wir holen das danach gleich nach!" gewünscht. Und jetzt schau dir deine Nachricht nochmal an:



Im Prinzip betonst du nur nochmal, dass er es vermasselt hat (was ihn womöglich schon selber ärgern dürfte) und unterstellst ihm, dich nicht vermisst zu haben, was schon harter Tobak ist. Vor allem, wenn ihr euch doch sowieso bislang immer mehrmals die Woche getroffen habt.

Deine Krankenhaus Geschichte kann ich jetzt nicht bewerten, da fehlen mir zu viele Infos. Allgemein würde ich mir natürlich auch wünschen, dass meine Partnerin mich im Krankenhaus besucht, aber in deinem Fall weiß ich ja nicht, was seine Begründung war.

Allgemein kann ich dir nur raten, Probleme nicht mit Vorwürfen anzusprechen, für die es u.U. gar keine Anhaltspunkte gibt (der Klassiker: "liebst du mich etwa nicht mehr?") sondern Probleme wertneutral ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Eine gute Idee ist es auch, nicht aufgewühlt unüberlegte Nachrichten zu verschicken, sondern lieber auch mal ein paar Nächste über ein Thema zu schlafen (oder in dem Fall z.B. die Klausurenphase abzuwarten). Dann hat man die eigenen Gedanken besser sortiert und auch der Gegenüber hat den Kopf frei.


ganz genau.
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2019, 08:10   #5
monochrom
Weltraumpräsident
 
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Ort: NRW
Beiträge: 11.255
Zitat:
Zitat von Maus19 Beitrag anzeigen
Also war ich enttäuscht und habe ihm ohne lange darüber nachzudenken geschrieben: "ich verstehe nicht, warum du mich jetzt ausladen musst, von der Klausur wusstest du doch schon, scheinbar hast du mich nicht so sehr vermisst wie ich dich."

Was für ein zickiger Text.

Zitat:
Dann war noch einmal der Fall, dass ich im Krankenhaus war und gehofft hatte, dass mich der Mann besucht. Als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich etwas enttäuscht war, habe ich wieder, zum 1000 mal nicht die Reaktion bekommen, auf die ich gehofft habe.
Also funktioniert er nicht so wie Du das gerne hättest?

Zitat:
Wenn ich dem Partner sage, dass mich etwas verletzt hat, dann hoffe ich eigentlich zu hören: "Hätte jetzt niemals gedacht, dass dich das traurig macht. Das wollte ich nicht. Tut mir leid" Und noch utopischer wäre, wenn der Partner dann sagen würde: "Was kann ich tun, damit du dich besser fühlst?"
Handelst Du denn nach dieser Maxime? Hast Du Dich für diesen Satz:

"ich verstehe nicht, warum du mich jetzt ausladen musst, von der Klausur wusstest du doch schon, scheinbar hast du mich nicht so sehr vermisst wie ich dich."

denn entschuldigt?

Und aus welchem Sozialpädagogenlehrbuch ist dieser Quatsch?

"Was kann ich tun, damit du dich besser fühlst?"

Zitat:
Aber sowas kommt nie. Es kommt entweder eine Rechtfertigung oder der jenige distanziert sich oder sagt mir, dass ich ihn scheiße behandele....
Was kein Wunder wäre wenn der oben zitierte Satz exemplarisch für Deine Kommunikation mit ihm ist.

Zitat:
Einerseits kann ich natürlich verstehen, dass mich vermutlich niemand mit Absicht verletzten würde und man nicht immer alles auf sich beziehen sollte. Aber manchmal kann ich auch nichts für, wenn ich mich so fühle, wie ich mich fühle. Manchmal werden meine Erwartungen nun mal enttäuscht.

Wie soll man seinem Partner mitteilen, dass man enttäuscht ist, ohne dass es vorwurfsvoll klingt?
Ein erster Schritt wäre mehr Ich-Botschaften zu verwenden und weniger auf Vorwürfe/ Unterstellungen und Sticheleien zu setzen.
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2019, 10:14   #6
Maus19
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Beiträge: 692
Zitat:
Zitat von Robertalk Beitrag anzeigen
Mir ist auch schon oftmals im zwischenmenschlichen Kontakt aufgefallen, dass es vielen Menschen unendlich schwer fällt, "Es tut mir leid" zu sagen, oder sich zu entschuldigen.
Dabei wäre es viel leichter im menschlichen Umgang, wenn man Fehler zugibt. Damit macht man sich übrigens auch beliebt....
danke...das habe ich auch gemerkt!
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Alt 01.02.2019, 10:18   #7
Maus19
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Zitat:
Zitat von megam91 Beitrag anzeigen
Ich versuche das mal an deinem ersten Beispiel zu beantworten.

Meine Vermutung: Er hat euphorisch mit dir ein gemeinsames Wochenende nach der Dienstreise geplant, irgendwann aber gemerkt, dass sein Plan Dienstreise + gemeinsames Wochenende + irgendwann für die Klausuren lernen nicht so wirklich aufgehen wird, dann kalte Füße bekommen und sich entschieden, den Fokus auf seine Klausuren zu legen. Ärgerlich für dich und ja, dass die Klausuren anstehen dürfte ihm schon länger bewusst gewesen sein. Aber mal ehrlich: Wer von uns hat nicht für Klausuren super Lernpläne erstellt und ist am Ende doch ins Rotieren gekommen, weil der Stoff doch wieder viel schwieriger war als gedacht?

Eine Klausurenphase dauert maximal ein paar Wochen, ist aber bestimmt enorm wichtig für ihn. Auch wenn es ihm zu spät aufgefallen ist: dass darauf sein Fokus liegen sollte, hat er richtig erkannt. Ich an seiner Stelle hätte mir von dir, bei aller verständlichen Enttäuschung, eine Nachricht à la "Schade, dass es nicht klappt, aber deine Klausuren gehen natürlich vor. Viel Erfolg und wir holen das danach gleich nach!" gewünscht. Und jetzt schau dir deine Nachricht nochmal an:



Im Prinzip betonst du nur nochmal, dass er es vermasselt hat (was ihn womöglich schon selber ärgern dürfte) und unterstellst ihm, dich nicht vermisst zu haben, was schon harter Tobak ist. Vor allem, wenn ihr euch doch sowieso bislang immer mehrmals die Woche getroffen habt.

Deine Krankenhaus Geschichte kann ich jetzt nicht bewerten, da fehlen mir zu viele Infos. Allgemein würde ich mir natürlich auch wünschen, dass meine Partnerin mich im Krankenhaus besucht, aber in deinem Fall weiß ich ja nicht, was seine Begründung war.

Allgemein kann ich dir nur raten, Probleme nicht mit Vorwürfen anzusprechen, für die es u.U. gar keine Anhaltspunkte gibt (der Klassiker: "liebst du mich etwa nicht mehr?") sondern Probleme wertneutral ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Eine gute Idee ist es auch, nicht aufgewühlt unüberlegte Nachrichten zu verschicken, sondern lieber auch mal ein paar Nächste über ein Thema zu schlafen (oder in dem Fall z.B. die Klausurenphase abzuwarten). Dann hat man die eigenen Gedanken besser sortiert und auch der Gegenüber hat den Kopf frei.

Das kann ich einerseits verstehen, andererseits wenn einer zusagt und dann seine Meinung plötzlich ändert, er mir das schonend beibringen sollte. Und auch mehrmals betonen sollte, dass er es vermasselt hat und nach der Klausur das wieder gut machen wird....

Danke auch für die Tipps! So zu reagieren müsste ich lernen. Das ist eine harte Arbeit, weil das für mich heißt, dass ich meine enttäuschten Gefühle unterdrücken muss, um Verständnis zu zeigen. Eigentlich muss ich sogar etwas vorspielen, weil ich eben kein Verständnis habe....
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Alt 01.02.2019, 10:20   #8
Maus19
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Ich versuche das mal an deinem ersten Beispiel zu beantworten.

Meine Vermutung: Er hat euphorisch mit dir ein gemeinsames Wochenende nach der Dienstreise geplant, irgendwann aber gemerkt, dass sein Plan Dienstreise + gemeinsames Wochenende + irgendwann für die Klausuren lernen nicht so wirklich aufgehen wird, dann kalte Füße bekommen und sich entschieden, den Fokus auf seine Klausuren zu legen. Ärgerlich für dich und ja, dass die Klausuren anstehen dürfte ihm schon länger bewusst gewesen sein. Aber mal ehrlich: Wer von uns hat nicht für Klausuren super Lernpläne erstellt und ist am Ende doch ins Rotieren gekommen, weil der Stoff doch wieder viel schwieriger war als gedacht?

Eine Klausurenphase dauert maximal ein paar Wochen, ist aber bestimmt enorm wichtig für ihn. Auch wenn es ihm zu spät aufgefallen ist: dass darauf sein Fokus liegen sollte, hat er richtig erkannt. Ich an seiner Stelle hätte mir von dir, bei aller verständlichen Enttäuschung, eine Nachricht à la "Schade, dass es nicht klappt, aber deine Klausuren gehen natürlich vor. Viel Erfolg und wir holen das danach gleich nach!" gewünscht. Und jetzt schau dir deine Nachricht nochmal an:



Im Prinzip betonst du nur nochmal, dass er es vermasselt hat (was ihn womöglich schon selber ärgern dürfte) und unterstellst ihm, dich nicht vermisst zu haben, was schon harter Tobak ist. Vor allem, wenn ihr euch doch sowieso bislang immer mehrmals die Woche getroffen habt.

Deine Krankenhaus Geschichte kann ich jetzt nicht bewerten, da fehlen mir zu viele Infos. Allgemein würde ich mir natürlich auch wünschen, dass meine Partnerin mich im Krankenhaus besucht, aber in deinem Fall weiß ich ja nicht, was seine Begründung war.

Allgemein kann ich dir nur raten, Probleme nicht mit Vorwürfen anzusprechen, für die es u.U. gar keine Anhaltspunkte gibt (der Klassiker: "liebst du mich etwa nicht mehr?") sondern Probleme wertneutral ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Eine gute Idee ist es auch, nicht aufgewühlt unüberlegte Nachrichten zu verschicken, sondern lieber auch mal ein paar Nächste über ein Thema zu schlafen (oder in dem Fall z.B. die Klausurenphase abzuwarten). Dann hat man die eigenen Gedanken besser sortiert und auch der Gegenüber hat den Kopf frei.

Das mit dem Gedanken Sortieren finde ich aber gut. Vielleicht soll ich erst etwas nachdenken, bevor ich reagiere...danke
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Alt 01.02.2019, 10:24   #9
Maus19
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Meine Vermutung: Er hat euphorisch mit dir ein gemeinsames Wochenende nach der Dienstreise geplant, irgendwann aber gemerkt, dass sein Plan Dienstreise + gemeinsames Wochenende + irgendwann für die Klausuren lernen nicht so wirklich aufgehen wird, dann kalte Füße bekommen und sich entschieden, den Fokus auf seine Klausuren zu legen. Ärgerlich für dich und ja, dass die Klausuren anstehen dürfte ihm schon länger bewusst gewesen sein. Aber mal ehrlich: Wer von uns hat nicht für Klausuren super Lernpläne erstellt und ist am Ende doch ins Rotieren gekommen, weil der Stoff doch wieder viel schwieriger war als gedacht?

Eine Klausurenphase dauert maximal ein paar Wochen, ist aber bestimmt enorm wichtig für ihn. Auch wenn es ihm zu spät aufgefallen ist: dass darauf sein Fokus liegen sollte, hat er richtig erkannt. Ich an seiner Stelle hätte mir von dir, bei aller verständlichen Enttäuschung, eine Nachricht à la "Schade, dass es nicht klappt, aber deine Klausuren gehen natürlich vor. Viel Erfolg und wir holen das danach gleich nach!" gewünscht. Und jetzt schau dir deine Nachricht nochmal an:



Im Prinzip betonst du nur nochmal, dass er es vermasselt hat (was ihn womöglich schon selber ärgern dürfte) und unterstellst ihm, dich nicht vermisst zu haben, was schon harter Tobak ist. Vor allem, wenn ihr euch doch sowieso bislang immer mehrmals die Woche getroffen habt.

Deine Krankenhaus Geschichte kann ich jetzt nicht bewerten, da fehlen mir zu viele Infos. Allgemein würde ich mir natürlich auch wünschen, dass meine Partnerin mich im Krankenhaus besucht, aber in deinem Fall weiß ich ja nicht, was seine Begründung war.

Allgemein kann ich dir nur raten, Probleme nicht mit Vorwürfen anzusprechen, für die es u.U. gar keine Anhaltspunkte gibt (der Klassiker: "liebst du mich etwa nicht mehr?") sondern Probleme wertneutral ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Eine gute Idee ist es auch, nicht aufgewühlt unüberlegte Nachrichten zu verschicken, sondern lieber auch mal ein paar Nächste über ein Thema zu schlafen (oder in dem Fall z.B. die Klausurenphase abzuwarten). Dann hat man die eigenen Gedanken besser sortiert und auch der Gegenüber hat den Kopf frei.
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Zitat von monochrom Beitrag anzeigen

Was für ein zickiger Text.



Also funktioniert er nicht so wie Du das gerne hättest?



Handelst Du denn nach dieser Maxime? Hast Du Dich für diesen Satz:

"ich verstehe nicht, warum du mich jetzt ausladen musst, von der Klausur wusstest du doch schon, scheinbar hast du mich nicht so sehr vermisst wie ich dich."

denn entschuldigt?

Und aus welchem Sozialpädagogenlehrbuch ist dieser Quatsch?

"Was kann ich tun, damit du dich besser fühlst?"



Was kein Wunder wäre wenn der oben zitierte Satz exemplarisch für Deine Kommunikation mit ihm ist.



Ein erster Schritt wäre mehr Ich-Botschaften zu verwenden und weniger auf Vorwürfe/ Unterstellungen und Sticheleien zu setzen.

Das steht in keinem Lehrbuch und ich auch keine Stichelei. Das ist einfach der erste Gedanke, den ich habe, wenn mich mein Partner nach einer längeren Zeit nicht sehen möchte. Ich habe versucht, mich in ihn hineinzuversetzen. Ich habe genauso Klausurphasen und Hausarbeiten und alles mögliche. Ich hatte auch eine Deadline, wo ich meine Bachelorarbeit beenden musste und dennoch habe ich bei ihm übernachtet... Deswegen war es für mich auch nicht verständlich, warum er mich ausgeladen hat.

Aber ja, es war zickig und impulsiv von mir. Ich werde an mir arbeiten.
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Alt 01.02.2019, 10:47   #10
Jennna
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Registriert seit: 01/2015
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Ich denke jeder geht mit klausurenstress auch anders um. Ich mache sowas nebenbei und mir sind meine freizeitaktivitäten wichtiger gewesen als zuhause meine Ruhe zu haben. Andere sagen lieber alles ab um sich aufs lernen zu konzentrieren.
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Alt 01.02.2019, 10:47 #00
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Hey Jennna, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
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