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Alt 03.06.2008, 14:49   #111
Drachenträne
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Ich werde dir heute Abend antworten... habe es aber gelesen und gehe jetzt erstmam raus - Gewitterstimmung auftanken und mit Töchterchen eine schöne Zeit haben. Bis später. Deine Ehrlichkeit find ich klasse!

Geändert von Drachenträne (03.06.2008 um 20:27 Uhr)
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Alt 03.06.2008, 14:49 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 03.06.2008, 16:38   #112
GiselleDortmund
 
Registriert seit: 04/2002
Ort: Dortmund
Beiträge: 12.618
Zitat:
Zitat von Sora Beitrag anzeigen
Wie findet man denn heraus wen man wirklich liebt, wenn das Herz in Streik getreten ist? Woher weiß man denn, was das Richtige ist, wenn man keinen von beiden verlieren will? Klar, Gefühle vergehen, aber ich will das nicht.

Der Andere hat mir all die Defizite aufgezeigt, die in meiner Ehe vorhanden sind. Ich habe bei ihm all die Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bekommen, die ich brauche. Aber er hat mir auch Dinge gezeigt, die ich nicht haben möchte. Die ich auch bislang nicht kannte (klammern, übermäßige Eifersucht, Aggressivität).
Wieso versuchst Du es nicht erst mal alleine zu leben? Wäre das denn so unerträglich?

Nach meiner Meinung kommst Du vom Regen in die Traufe (Klammern, Eifersucht, Aggressivität).
GiselleDortmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2008, 17:14   #113
tamara00
Junior Member
 
Registriert seit: 05/2008
Beiträge: 5
hallo
hab mir mal so einiges durchgelesen und möchte gerne was dazu sagen,das was du gerade mit deinen gefühlen durch machst kenn ich zu gut,ging mir genauso ,mein ex war trinker er hat ständig gestunken nach alk und der ekel vor ihm wurde immer schlimmer,wir waren 14 jahre zusammen und haben 2 kinder, ich habe 4 jahre für die trennung gebraucht,hab immer gedacht er kommt alleine nicht klar bis ich mal jemand im chat kennenlernte der mir die augen geöffnet hat,war sehr schwer, aber gehst du zurück zu ihm jetzt wo du es schon so weit geschafft hast wird dieser ekel sich irgendwann in hass umwandeln ,sich die schuld geben ist völlig falsch ,er denkt immer noch bei ihm wäre alles ok liegt an dir,keine einsicht keine besserung,er lockt dich mit einer schönen wohnung merkst du das nicht??? denke immer dran wie die letzten 2 jahre waren ,willst du die nächsten jahre genauso leben???? wer wirklich liebt versucht alles ,damit die liebe und auch die sympathie erhalten ,
ich habe den absprung rechtzeitig geschafft und heute kann ich nur lächeln wenn mein ex anruft und mich beschimpft,ich hasse ihn nicht einmal mehr er ist mir einfach egal geworden, wünsche dir wirklich das du das richtige für dich tust
tamara00 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2008, 20:59   #114
Sora
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 04/2008
Beiträge: 39
@ Drachenträne: Danke, das ist lieb von Dir, dass Du mir hilfst Hoffe Du hattest einen schönen Tag mit Töchterchen.

@GiselleDortmund: Danke auch für Deine Antwort. Natürlich habe ich schon oft versucht bzw. drüber nachgedacht einfach mal ne Weile alleinzubleiben. Oft kam mir der Gedanke, dass vielleicht sogar keiner von beiden der "Richtige" für mich ist und ich einfach mal ne Weile zu mir selbst finden sollte. Dann kommt da aber wieder diese Verlustangst und das "Nicht-alleine-sein-wollen". Und die Angst mit dem ganzen Scheiss alleine zu sein. Vielleicht ja auch Angst davor mit mir selbst konfrontiert zu werden... Mh, ganz schön viele Ängste....

@tamara00: Danke auch Dir für Deine Tipps und Hut ab vor Deiner Stärke! Ich kann mir annähernd vorstellen wie schwer diese Zeit für Dich gewesen sein muss. Aber man merkt Dir an, wie frei Du nun bist und dass Du Deine Entscheidung in keinster Weise bereust. Finde ich wirklich bewundernswert. Allerdings ist meine Situation ja eine etwas andere, da der Ekel den ich empfinde eher vom emotionalen her rührt. Nach dem Motto „Ich kann Dich nicht mehr riechen“. Andere Menschen empfinden den Geruch meines Mannes sicherlich nicht als so abstoßend wie ich es empfinde. Schon sehr spannend, was die Seele so alles mit einem anstellen kann, wenn sie will, dass sie erhört wird…

Liebe Grüße an alle!

Sora

P.S.: Mein Mann war bis eben bei mir. Bin ich froh, dass er wieder weg ist, ich konnte seine Anwesenheit kaum ertragen. Dieser Geruch, dieser wulstige Körper *schüttel*. Ich merke ganz deutlich wie sehr sich mein Körper und mein Inneres gegen ein Zunahekommen mit ihm sträubt und doch sehe ich ihn an und empfinde etwas… etwas Positives… Und es fühlt sich nicht an wie Freundschaft sondern eher wie „Wäre doch bloss alles wie früher….“
Sora ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2008, 21:34   #115
Drachenträne
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Irgendwie glaube ich, ich mache gerade eine Selbstfindungsphase oder so etwas in der Art durch. Ich weiß weder wer ich bin, noch wo ich hin will in meinem Leben. Kennst Du das Buch „Liebe Dich selbst, dann ist es egal wen Du heiratest“? Irgendwie interessante Ansätze drin. Aber wirklich etwas anfangen kann ich damit zur Zeit nichts. Mich verwirrt das alles einfach nur. Aber in dem Buch wird gesagt, dass man in jeder Beziehung doch nur am Ende wieder auf sich selbst trifft. Mh.
Dieses Buch kenne ich zwar nicht, aber die allgemeine Literatur in dieser Strömung schon. Ja, klar wird es Zeit, irgendwann einmal aufzuwachen und sich auf die Suche nach sich selbst und dem, was man leben möchte, zu machen!

Und tatsächlich ist der Grund unserer Anwesenheit hier das Wachsen und die Reife der Seele. Um das zu erreichen brauchen wir Begegnungen mit anderen Menschen. In denen nehmen wir uns und unsere Gefühle sehr deutlich wahr und werden immer mit unserem tiefsten inneren Selbst konfrontiert.

Das muss dich nicht verwirren. Du solltest aber wissen:

Solange du IN DIR nichts grundlegendes änderst, wirst du immer wieder in die gleichen leidvollen Erfahrungen "stolpern", die dich auf bestimmte Themen in dir selbst hinweisen wollen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß du wieder mit Macht und Dominanz konfrontiert bist, durch den neuen Mann in deinem Leben.

Erst wenn du innerlich so stark bist, daß du dich der Dominanz anderer konsequent entziehst, wirst du frei sein, von dieser Art Beziehungsstrukturen.

Die Voraussetzung ist allerdings, daß du das All-eins-sein (Alleinsein) lernst und im besten Fall, es sogar genießt: lieber mit dir allein in liebevoller Aufmerksamkeit zu sein, als mit irgendeinem ignoranten Menschen, der seine Bedürfnisse und sein So-Sein über deines stellt.

Zitat:
Meine Mum hatte auch mal so eine Phase mit meinem Dad (seit 25 Jahren verheiratet, mehr schlecht als recht, aber jetzt wo alle Kinder aus dem Haus, finden sie langsam wieder zueinander) in der sie sich fürchterlich vor meinem Dad geekelt hat. Hab das damals live mitbekommen. Meine Mum musste den Raum verlassen, wenn mein Dad reinkam. Und es ging wieder weg. Natürlich ist Ekel ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas gravierend schief läuft. Aber auch doch ein Zeichen dafür, dass man was ändern muss. Mh, aber wie, wenn der Partner zu nichts zu bewegen ist…
Gute Fragestellung! Willst du mit deiner notwendigen (Not wendenden!!) Entwicklung warten, bis irgendjemand anderes endlich mit dir mitkommt??

Nein. Das darfst du gar nicht. Du darfst dich nicht selbst blockieren und dich
von anderen abhängig machen. Du bist zuallererst dir selbst verpflichtet und solltest dafür sorgen, daß es dir gutgeht. Nur dann kannst du positive Dinge bewirken... auch für andere.

Sora, du darfst dich dir allein mit deiner vollen Aufmerksamkeit zuwenden. Alle beteiligten Personen in deinem Drama sind erwachsene Menschen, die wiederum für sich ganz allein zuständig und verantwortlich sind.

Es ist absolut nicht dein Job, deren Probleme zu lösen. Selbst wenn sie 93% so viele Dinge zu verbessern hätten wie du, die einzigen Prozent, etwas zu verändern sind deine 7%, denn die kannst du mit voller Sicherheit ändern, wenn du dich darauf konzentrierst und die Verantwortung dafür übernimmst.

Also verschwende nicht deine wertvolle Zeit mit den Problemen der anderen.
Gehe deine eigenen Probleme konsequent an und erlaube dir, ganz bei dir zu bleiben mit deiner ganzen Kraft und liebevollen Aufmerksamkeit.

Sollte irgendeiner Hilfe brauchen, darf er ja gern auf dich zukommen und danach fragen. Das aber liegt nicht in deiner Verantwortung, sondern in DEREN - der deines Mannes und der des anderen Mannes!

Sollte dich der neue unter Druck setzen wollen, oder Macht ausüben, setze in unverzüglich vor die Tür und sage ihm: "Mit mir machst du das bitte nicht. Ich möchte nicht so behandelt werden." That´s it!:d

Zitat:
Was obendrauf jetzt noch dazu kommt, ist dass mein Mann sich jetzt noch mehr in meiner Schuld ausruht.
Sei großzügig zu ihm: Er darf sich ausruhen wo und wann und weswegen auch immer. Was auch immer er für sich entscheidet hat nichts, aber REIN GAR NICHTS mit dir zu tun. Sage ihm das freundlich, falls es passt.

Zitat:
Ich bin ja schließlich weggerannt vor den Problemen, ich bin „fremdgegangen“ (obwohl wir ja getrennt waren und sind) und nun bin ich diejenige welche auf Knien rumrutschen muss.
Wer sagt, daß du das mußt? Du dir selbst? Sei nicht so grausam zu dir. Du bist eine erwachsenen Frau. ER muß dir ganz sicher nicht sagen, wie es um dich und um dein Leben steht. Das kannst du ganz allein sehen. Ich weiß auch gar nicht, warum du so großen Wert auf das legst, was er sagt. Vertraue deiner Seele und deiner Empfindung, die dir ganz klar signalisiert hat: ER hat DICH im STICH GELASSEN, nicht umgekehrt. Du brauchst niemanden, der dir sagt was los ist.
Du brauchst ein geschütztes Zuhause und Klarheit und Liebe für dein Leben. Alles das kannst du dir selbst geben. Dazu brauchst du ganz sicher keinen Mann.

Schon gar nicht solche Unterdrückertypen. Du bist doch nicht von gestern! Finde neben dem LT vielleicht noch ein Hobby, bei dem du Menschen triffst - am besten lieber erstmal nur Frauen und Kinder oder Tiere. Das ist sicherer.

Zitat:
Ich habe gerade wieder mit ihm telefoniert und jede Sekunde an den anderen gedacht und ihn vermisst. Anders herum war es aber auch ständig so. War ich bei dem anderen, habe ich mir oft gewünscht wieder bei meinem Mann zu sein.
Was ist bloß los mit mir? Warum ist jetzt alles noch viel komplizierter? Ich glaube inzwischen wirklich, es war ein großer Fehler auszuziehen. Ich hätte bei meinem Mann bleiben sollen und das mit ihm durchstehen sollen. Oder nicht?
Nein, ganz sicher nicht. Was passiert ist, daß deine gelangweilte Seele nach so langem Leiden unter dem festgefahrenen Stillstand nun endlich wieder wahrnimmt und gewissermaßen eine Art lawinenartiger Heißhunger dazusein scheint. Das ist völlig normal.

Kompliziert ist es nur, weil du dir keine Ruhe und keinen Rückzug gönnst, um den angestauten Seelenmüll der Jahre und deiner Kindheit zu fühlen und so zu verarbeiten. Du fürchtest dich vorm Alleinsein, weil du viele Dinge lieber nicht ansehen willst, die dann aus deinem Inneren herausbrechen. Hab keine Angst.
Es sind "nur" Gefühle. Sie bringen dich nicht um. Sie reinigen dich, wenn du es zulassen kannst, zu weinen, zu trauern, wütend zu sein und Angst zu haben.

Nimm diese Dinge an und finde Formen, dich angemessen auszudrücken. Beschuldige niemanden, übernimm einfach die Verantwortung für das, was ist und fühle es.

Zitat:
Wie findet man denn heraus wen man wirklich liebt, wenn das Herz in Streik getreten ist? Woher weiß man denn, was das Richtige ist, wenn man keinen von beiden verlieren will? Klar, Gefühle vergehen, aber ich will das nicht.
Du sagst es schon selbst: dein Herz ist im Streik. Wie soll es dann Lieben. Liebe beruht auf Vertrauen. Deine Abhängigkeit in Beziehungen ist jedoch ein deutliches Zeichen von Angst. "Wo Angst ist kann keine Liebe sein." (Zitat vom Papa meiner Tochter, als wir uns trafen und ich nicht vertrauen konnte. Daß er dann gewollt Papa werden durfte und ich Mama, war der deutlichste Beweis für mein Vertrauen )

Das Richtige ist, beide loszulassen und deinen Weg unabhängig und selbstbestimmt zu gehen. Wer dich wirklich liebt, liebt dich umsomehr, je freier und je glücklicher du bist. Wer nur bei dir ist, solange du Bedingungen und Erwartungen erfüllst, ist nicht liebend, sondern ebenfalls ein Opfer seiner Angst, welche weder Vertrauen, noch Liebe zulässt.

Zitat:
Der Andere hat mir all die Defizite aufgezeigt, die in meiner Ehe vorhanden sind. Ich habe bei ihm all die Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bekommen, die ich brauche. Aber er hat mir auch Dinge gezeigt, die ich nicht haben möchte. Die ich auch bislang nicht kannte (klammern, übermäßige Eifersucht, Aggressivität).
Gut! Nimm das Fehlende an und wehre dich konsequent gegen Ansprüche und Macht, indem du dich entziehst und ganz klar zu dir und dem was DU willst, stehst. Sprich mit ihm: "Ich will nicht unter Druck gesetzt werden von dir. Nicht durch Erwartungen, Wut oder Eifersucht. Ich möchte, daß du liebevoll mit mir umgehst und mich in meiner Freiheit sein lässt."

Wie er dann auf das, was du machst reagiert, ist wiederum seine und nicht deine Sache.

Zitat:
Ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass es nicht nur die Abhängigkeit ist, die mich bei meinem Mann hält. Wenn es nur das wäre, wieso weine ich bei dem Gedanken daran ihn nicht mehr in meinem Leben zu haben?
Weil Trauer bei einem Abschied völlig angemessen und normal ist. Schließlich habt ihr eine lange Zeit miteinander verbracht, die auch gute Zeiten, große Hoffnungen und schöne Erlebnisse beinhaltet hat.

Geändert von Drachenträne (03.06.2008 um 21:56 Uhr)
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Alt 03.06.2008, 21:35   #116
Drachenträne
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Beiträge: n/a
Zitat:
Warum tut es so höllisch weh wenn ich allein schon nur an das Wort Scheidung denke?
Weil dein Ego sich sicher wähnte. "Bis das der Tod uns scheidet." Es tut natürlich höllisch weh, seine Zukunftspläne und vermeintliche Sicherheiten aufzugeben, wenn einem vom Schicksal ganz klares Scheitern vor Augen geführt wird. Leben ist Bewegung. Abschied und Entwicklung und Neubeginn sind das Natürlichste von der Welt. Nur wir sind manchmal so wahnsinnig zu glauben, es gäbe irgendeine bleibende Sicherheit.

Die einzige Sicherheit, die ich kennengelernt habe, ist das Loslassen und meiner Angst mutig entgegenzusehen. Ich habe keine Angst mehr vorm Loslassen - wenigstens meistens.

Das ändert auch nichts. Das Leben hat seine eigenen Gesetze und wir sind nur begrenzt diejenigen, die alles bestimmen können.

Zitat:
Ist das alles nur Abhängigkeit?
Nein, sicher nicht. Mit einer Scheidung muß man ganz klar das persönliche Scheitern eingestehen und sich damit abfinden, daß man aufgeben muß. Das tut höllisch weh! Ganz klar und völlig normal.

Zitat:
Du magst recht haben, Drachenträne, mit der Co-Abhängigkeit. Aber ich war schon immer ein Mensch, der sich immer mehr um andere gekümmert hat als um sich selbst. Das hab ich nun jetzt davon.
Du darfst sofort mit dem Unsinn aufhören, Sora. Am besten heute bei Neumond in den Zwillingen (die beste Zeit für einen Neuanfang)! Erlaube dir wirklich, dich selbst wieder in den Mittelpunkt deines Lebens zu rücken.

Deine Eltern haben es dir verweigert. Wahrscheinlich musstest du immer wieder um deine Sicherheit in der Familie fürchten. Aber das ist vorbei.

Du bist groß und erwachsen, Sora. Du darfst dem nachgehen, was für dich bedeutsam und wichtig ist. Wenn es notwendig ist, kannst du jemandem deine Hilfe in einem Satz anbieten, oder aber du darfst um Hilfe gefragt werden. Das reicht vollkommen!

Darüber hinaus darfst du immer UND nur UND solange UND so genußvoll wie möglich NUR FÜR DICH ALLEIN da sein. Du darfst nur deinen Befindlichkeiten nachgehen. Du darfst spielen und faulenzen und lesen und träumen. Du darfst lachen und weinen und trauern und schreien. Alles darfst du nur für dich tun.

Jeden Atemzug und jedes Lachen und jede geweinte Träne. Alles darf nur für dich sein.

Wer auch immer etwas will, kann dich fragen und ansprechen.

Auch ohne dein "Hilfe" und ständige innere Aufmerksamkeit dreht sich die Welt weiter. Alle werden überleben. Und selbst wenn nicht. Du bist nicht auf der Welt um die anderen zu retten.

Du bist auf der Welt um dich selbst zu retten. Wenn du das geschafft hast und du Zeit und genug Energie hast, dann kannst du sie wieder großzügig und frei verschenken - OHNE dich abhängig zu machen. (*wie ich es hier tue*)


Zitat:
Danke für´s Lesen!
Gern geschehen! Und lieben Gruß zurück! Drachenträne

Zitat:
Lieben Gruß,

Sora
[/QUOTE]

Geändert von Drachenträne (03.06.2008 um 21:57 Uhr)
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Alt 03.06.2008, 21:43   #117
Drachenträne
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Beiträge: n/a
Sora, danke. Ich hatte wirklich einen schönen Tag und bitte darum nachsichtig zu sein... zum korrigieren habe ich keine Lust mehr...

Das ist der längste Post, den ich je geschrieben habe...

Druck ihn dir aus oder schreib ihn mit der Hand ab, oder lass ihn dir wenigstens auf der Zunge zergehen... Scheiß-Helfersyndrom

Deine Seele ist so enttäuscht und sauer auf deinen Mann, daß ich nicht glaube, daß du jemals wieder an ihn rankommst. Dafür hat er dir zu viel angetan = dafür hast du dir zu viel antun gelassen von ihm.

Jetzt haeb ich es doch korrigiert und dabei ging mir das weiß so auf´n Keks, daß ich ein bißchen Farbe dazutun musste. Ich hoffe, es schockt nicht zu sehr...

Sora, warum schenkst du dir nicht als anerkenndes Zeichen deines Erwachens und deiner neu begonnenen Reise einen wertvollen Gegenstand?
(Ich habe für bestimmte Dinge, die ich loslassen oder erreichen will immer Mineralien - kleine Steine oder Anhänger, die mich erinnern und mir Kraft geben, bei dem, was ich anstrebe.)

Begehe eine kleine Feier - nur für Dich und feiere dein Erwachen! der Weg ist steiniger, aber tausendfach interessanter, als sich vor sich selbst zu verstecken. Das kannste glauben!!

Drachenträne

Geändert von Drachenträne (03.06.2008 um 22:30 Uhr)
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Alt 03.06.2008, 22:34   #118
GiselleDortmund
 
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Beiträge: 12.618
Liebe Sora,
seit dem ich
1.) weiß, dass ich in der Lage bin, alleine zu leben, mich dabei aber nicht einsam zu fühlen
und
2.) nach dem reagieren und funktionieren wie eine Marionette (in einer 25jährigen Ehe, um des lieben Friedens willen) zu der Erkenntnis gekommen bin -----> mir sagt keiner mehr wo's langgeht, gab es in der nächsten Beziehung klare Grenzen, die *Mann* nicht überscheiten durfte.
Glaub mir, erst so kann es eine Partnerschaft auf Augenhöhe geben, mit *gegenseitigem* Respekt und Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des anderen.

Geändert von GiselleDortmund (03.06.2008 um 22:38 Uhr)
GiselleDortmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2008, 21:33   #119
Drachenträne
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Beiträge: n/a
Giselle: absolut!
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Alt 06.06.2008, 23:43   #120
Sora
Junior Member
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Registriert seit: 04/2008
Beiträge: 39
Hallo Drachenträne,

entschuldige bitte meine verzögerte Antwort, aber mein neues Leben und das auf-eigenen-Beinen-stehen-wollen fordert mir zurzeit (da ja noch ganz frisch) enorm viel Zeit und Kraft ab.

Ich bewundere Menschen wie Dich, die diese unglaubliche Zufriedenheit ausstrahlen. Ich denke es ist (und war für Dich) ein langer, harter Weg soweit zu kommen und so viele Erkenntnisse zu erlangen... vor allem über Dich selbst. Ich bin sonst kein großer Neider, aber in dem Punkt gebe ich zu, dass ich Dich ein bisschen beneide aber nur ein bisschen. Jedenfalls hast Du meinen größten Respekt vor Deiner Haltung und Deiner, ich nenne es jetzt einfach mal so, Weisheit.

Ich habe zurzeit das Gefühl, dass in mir drin all das schon lauert was ich brauche um endlich glücklich zu werden. Aber es will einfach nicht rauskommen und es ist auch alles noch viel zu viel auf einmal und zu verworren, als dass ich auch nur ansatzweise verstehen würde, was gerade in mir passiert. Schwer zu beschreiben das. Manchmal fürchte ich, ich könnte verrückt werden. Und es ist so unheimlich anstrengend. Ich würde so gern alles rauslassen und endlich zu mir selbst finden, aber da scheint noch eine große Mauer zu stehen, die es zu überwinden gilt.

Dein letzter Post hat mich wahrhaftig zum Weinen gebracht. Du schreibst so ehrlich und so direkt, dass es weh tut. Und das ist verdammt gut. Ist schon strange irgendwie... da gehe ich bald 5 Jahre in Therapie ohne dort auch nur eine einzige Träne zu vergießen und Du schreibst ein paar Sätze und schon fängt der Stein an zu rollen...

Ich komme mir vor wie in einem selbst erbauten Gefängnis und den Schlüssel zur Tür hab ich ganz tief in meinem Inneren vergraben. Das fühlt sich furchtbar an. Was war die Zeit doch noch so schön, als ich auf Partys rumgeflogen bin und einfach nur Spaß am Leben hatte... ohne solche Gedanken, bei denen man das Gefühl hat sie werden einen umbringen.

Weisst Du, liebe Drachenträne, ich habe im Moment das Gefühl, dass ich es verlernt habe zu lieben. Dass ich es verlernt habe zu wissen was Liebe ist und was nicht. Ich kann gar nichts mehr differenzieren. Alles verschwimmt ineinander. Woran erkennt man denn Liebe? Vor allem, woran erkennt man „wahre Liebe“? Erwarte ich zu viel? Sind meine Ansprüche zu hoch? Kann ich einfach nur nicht loslassen? Habe ich zuviel Mitleid? Wovor habe ich solche Angst, dass ich es nichtmal fertig bringe einen von beiden zu verlassen?

Ich weiss einfach nicht was mit mir los ist und es macht mich wahnsinnig. Ich kann kaum noch klar denken, bin gar nicht mehr ich, habe keine Lust mehr auf den ganzen Scheiss. Was ist mit mir passiert? Warum ist das alles so geworden?

Alles was Du schreibst, liebe Drachenträne, klingt so einleuchtend so befreiend, so gut. Aber ich kann nicht. Es versperrt sich alles beim Gedanken daran, auch nur irgendetwas zu ändern. Wobei ich sagen muss, dass ich mit der Co-Abhängigkeit schon sehr weit voran gekommen bin (zumindest für mein Empfinden). Für irgendwas müssen die 5 Jahre Therapie ja gut sein. Ich habe es zumindest geschafft mich von Bekannten und sogar Freunden zu lösen, die um mein Problem wussten und dies schamlos ausgenutzt haben. Ich habe meiner Familie klare Grenzen aufgezeigt, die sie, zumindest meistens, auch brav einhalten und auch gar nicht mehr versuchen sie zu überschreiten. Und ich für meinen Teil habe einen kleinen Spickzettel, der mir sehr hilft, wenn ich merke, dass ich wieder in alte Muster zurückfalle. Ich habe gelernt mir selbst am wichtigsten zu sein, zumindest dachte ich das bis vor kurzem. Wenn ich das jetzt so schreibe klingt es gerade völlig absurd.

Ich möchte doch einfach nur bedingungslos geliebt werden und bedingungslos lieben können… Warum geht das nicht so einfach?

Ich wünschte Du würdest mir jetzt sagen „Mach Dir keinen Kopf, in 2,3 Monaten ist das alles vorbei und dann fängst Du endlich an wieder zu leben…“… das gute Wunschdenken…

Jedenfalls möchte ich mich noch einmal von Herzen bei Dir bedanken, Deine Posts machen mir viel Mut und es erschreckt mich fast wie viel Du über mich zu wissen scheinst...

Alles Liebe wünscht Dir

Sora


@ Giselle: Danke auch für Deinen Post. Auch an Dich meine Hochachtung, dass Du es soweit geschafft hast. Wie schon oben gesagt, kann ich mir annähernd vorstellen wie viel Kraft und Mut es braucht um zu einer solchen Erkenntnis zu gelangen… Vor allem nach 25 Jahren Ehe. Hut ab!

Deine Aussage, dass eine Partnerschaft nur auf Augenhöhe funktionieren kann, finde ich absolut richtig. Aber wie stellt man das an? Vor allem, wenn man immer vorgelebt bekommen hat, dass eine Partnerschaft nur funktionieren kann (obwohl diese Partnerschaft nie funktioniert hat und es auch nicht mehr wird), wenn man sich dominieren lässt? Es ist alles so unglaublich kompliziert und ich habe keine Vorstellung davon, wie ich aus den gewohnten Mustern rauskommen soll…auch noch allein und ohne Hilfe vom Partner…

Auch Dir alles Liebe

Sora

Geändert von Sora (06.06.2008 um 23:48 Uhr)
Sora ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2008, 23:43 #00
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Ort: Litfaß
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