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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 12.09.2014, 16:47   #41
Lilly 22
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Beiträge: 12.088
Hallo gabimaus,

Zitat:
Zitat von gabimaus Beitrag anzeigen
Also bitte - der Herr Sohn kann ''sehr wohl dafür und er HAT auch alle Werkzeuge, wie jeder von uns!''
was für konkrete Werkzeuge sollen das deiner Meinung nach sein?

Und wie kann es deiner Meinung nach sein, dass diese dann jeder
Mensch hat, obwohl jeder unter anderen Bedingungen aufwächst?
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 16:47 #00
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Alt 12.09.2014, 17:05   #42
wepa14
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Registriert seit: 09/2014
Ort: 65
Beiträge: 50
Es gibt Dinge, die Kinder nicht preisgeben wollen. Soll ich glauben, dass ihnen das Essen zu fettig und zu gewürzt war! Deshalb sind sie so reserviert ihr gegenüber. Nein, sie haben auch öfters Streit mitbekommen. Das ist die Frau die unseren Vater weggenommen hat!

Ich suche einen Ausweg aus unserem Problem.
Teilweise stimme ich dir zu, was du über ihren Sohn geschrieben hast. Wenn du tagtäglich großspurige Sätze von ihm hörst, wie dumm die Anderen sind und wie intelligent er ist. Das ist alles nicht einfach.

Anfang letzten Jahres habe ich ihn gefragt, warum er seinen Führerschein nicht mehr weiter macht. Seine Antwort, während der Fahrt hat der Fahrlehrer ihm erzählt, dass er seine Frau betrügt und wie er es gemacht hat!rEr kenne seine Frau gut und das hätte er nicht hinnehmen wollen. Wenn es sich wirklich so abgespielt hätte, wechsele die Fahrschule und mach weiter!
wepa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 17:57   #43
gabimaus
abgemeldet
Zitat:
Frag dich mal, was dich eigentlich so vehement dazu antreibt, die-
sen Jungen ständig so abzuwerten. Man könnte fast annehmen, dass
du dahinter eigene Defizite kompensieren willst.
???

von ''ständig'' kann hier gar nicht die Rede sein, da ich mich bisher kaum geäußert habe hier.

2. ICH war auch mal ein Kind - auch wenn es kaum zu glauben ist

Und wenn Deine Theorie auch nur ansatzweise stimmen würde, so müsste ich, z. B. heute wohl eher ''unterste Schicht'' leben und keine Ahnung von Nichts haben und noch dazu würden mir sämtliche Werkzeuge fehlen, da mir keine gegeben wurden für ein anständiges, erfolgreiches Leben.

Und von meiner Sorte gibt es viele ! Zum Glück!

Wir alle haben einen Kopf - unabhängig davon, ob wir von leiblichen Eltern erzogen wurden; ob wir vernachlässigt wurden oder sonst misshandelt oder auch nicht. Meine Wahrnehmungen wurden ''geschult'' durch alles, was mir begegnete - also durchaus nicht einseitig!

Es bleibt nicht aus, dass ich Verhalten, die mir täglich vorgezeigt werden, eventuell annehme, aber eben auch für mich total ablehne.

Ein 26-jähriger junge Mann hat immerhin genug Erfahrung - auch außerhalb seiner elterlichen Umgebung - die ihm aufzeigt, dass sein Verhalten nicht ganz korrekt ist - auch wenn ihm seine Mutter das durchgehen lässt.

Es sein denn, er hätte eine geistige Behinderung - wovon wir hier jedoch nicht ausgehen können und auch nicht wollen.

Der Sohn hat für sich den bequemeren Weg gewählt, warum, das weiß nur er allein.

Zitat:
was für konkrete Werkzeuge sollen das deiner Meinung nach sein?
Liebe Lilly,

das liegt doch klar auf der Hand:

Unseren Kopf zum Denken; unsere Beine/Füße zum Gehen und unsere Arme/ Hände zum Zugreifen.

Geändert von gabimaus (12.09.2014 um 18:03 Uhr)
gabimaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 18:19   #44
Lilly 22
befristet gesperrt
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 12.088
Hallo wepa14,

du darfst die Art des Jungen eben niemals persönlich nehmen, sondern
lediglich als Ausdruck seiner Ängste, Unsicherheiten und hieraus ent-
standenen, eigenen Kompensationsstrategien betrachten. Dahinter
stecken vor allem auch Scham, das Gefühl abgelehnt und nicht gut
genug für die anderen, eben nicht liebenswert zu sein. Was glaubst
du denn, wie sich ein junger Erwachsener so fühlen muss und wer
möchte schon gern der Versager der Nation sein?

Wie soll er sich selbst annehmen lernen und daraus die nötige Kraft
für das Leben und dessen Hürden entnehmen, wenn er überall nur
auf Ablehnung oder die andere Form davon, Verwöhnung stößt?

Andere Kinder lernen es von klein auf an, sich zu behaupten, Teil
der sie liebenden Familie zu sein, sich darin geborgen zu fühlen
und ihre Stärken nicht nur hier, sondern auch im Umgang mit
Gleichaltrigen, in Sport- oder sonstigen Vereinen oder eben bei
entsprechend gemeinsamen Unternehmungen zu schulen, sich
derer bewusst zu werden. Sie lernen so auch aus den Konsequen-
zen, die ihr Handeln bzw. Unterlassen erzeugt und erfahren
Grenzen, ohne deshalb gleich abgelehnt zu werden etc. Sie ler-
nen, dass man ihnen etwas zutraut und darauf vertraut.
Sie erfahren so Anerkennung und das Gefühl, geliebt, integriert,
anerkannt und geschätzt zu werden. Ihm fehlt das alles.
Und deshalb wird es für ihn höchste Zeit, dass er diese Entwick-
lung noch irgendwie nachholen und hieraus positive Erfahrungen
für sich sammeln kann.

So könntest du mit ihm z.B. selbst auf einem Fahrübungsplatz
das Autofahren lernen. Natürlich brauchst du hierfür Geduld und
darfst auf keinen Fall mit überzogenen Ansprüchen kommen.
Du könntest ihm einfach darin vertrauen, dass er das schon
schafft, selbst wenn er hierzu mehrere Anläufe benötigt. Gut
daran wär, dass ihr etwas Gemeinsames macht und schafft,
was euch verbindet und gegenseitiges Vertrauen erzeugt.

Danach könntest du mit ihm z.B. noch was Essen gehen und
aus deinem eigenen Leben erzählen, über deine Schwachstellen
damals z.B. und wie du diese überwunden hast. Du könntest
ihn genauso fragen, ob er ggf. mal seinen leiblichen Vater ken-
nen lernen möchte und ob du ihn dabei unterstützen kannst.
Hierfür ist allerdings Feingefühl und Gelasseneheit gefragt.

Zeig einfach mehr Interesse an der Person, die du vor dir hast
und nicht an der, die du dort gern sehen möchtest. Motiviere
ihn, indem du Sachen mit ihm gemeinsam planst und durch-
ziehst, bei denen er bestärkt heraus gehen kann. Das kann
z.B. auch die erste Wohnung sein, in der man dann gemein-
sam handwerkert usw. Aber überlass ihn hier viel selbst von
der Planung und weiß nicht alles besser. Hier kann er seinen
PC mal sinnvoll nutzen, indem er sich dann z.B. eine Wohnung
sucht. Indem er recherchiert, was für Anforderungen die Ver-
mieter stellen, was für Unterlagen er benötigt, dass er die am
besten alle beisammen hat. Oder wo er die entsprechende
Einrichtung oder Baumärkte findet usw. usf. Genauso aber
auch, wie er das bewerkstelligen kann, sollte er nicht über so
große finanzielle Mittel verfügen. Und wenn du siehst, dass er
sich hier bemüht und daran wächst, spricht nichts dagegen,
ihn im Anschluß vielleicht mit einem Möbelgutschein oder
einem Gutschein für einen Kochkurs für Männer o.ä. zu
überraschen. Und selbst wenn das alles nicht immer gleich
auf Anhieb bestens funktioniert, musst du einfach lernen,
relaxter zu sein und ihn auch für kleine Bemühungen und
Fortschritte zu loben, anstatt nur immer nach den Fehlern
zu suchen und zu nörgeln.

Wie gesagt, soll das oben genannte nur beispielhaft gelten.
Du kennst den Jungen "besser" und solltest wissen, wo du
ihn erst einmal mitreissen und stärken kannst.

Da kein Mensch fehlerfrei, du aber der Erwachsene in dem
Sinn bist und er das "Kind", wird es meines Erachtens auch
Zeit, ihn bei Gelegenheit "mal in den Arm zu nehmen" und
klarzustellen, dass er für dich liebenswert ist usw. usf. Hier
solltest du dir schon eine glaubwürdige Formulierung zu ein-
fallen lassen, die vor allem frei von Ausreden oder gar wei-
teren Vorwürfen ist. In deinen Augen ist er zwar schon 26
Jahre alt, aber in seinem Herzen, ist er immer noch ein
Kind, dass diese Bestätigung braucht. Tu das nur, wenn du
selbst davon überzeugt und dir gewiss darüber bist, ihn in
Zukunft geduldiger und anders als bisher begegnen zu
können und ihm auch zuhören zu wollen.

PS: Wie sieht das bei ihm überhaupt mit einem Freundes-
kreis aus, wenn er den ganzen Tag nur am PC hockt? Vie-
le Jugendliche haben heute eine Sozialphobie, weil sie
den Umgang mit Gleichaltrigen nicht mehr erlernen.

Geändert von Lilly 22 (12.09.2014 um 18:30 Uhr)
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 18:21   #45
Lilly 22
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Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 12.088
Zitat:
Zitat von gabimaus Beitrag anzeigen
das liegt doch klar auf der Hand:

Unseren Kopf zum Denken; unsere Beine/Füße zum Gehen und unsere Arme/ Hände zum Zugreifen.
Wow, dann braucht wirklich kein Kind mehr Eltern oder ein zu hause.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 19:44   #46
Dr. Grey
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Registriert seit: 08/2006
Ort: mit Ausblick
Beiträge: 17.105
Nachdem wepa inzwischen getrennt ist, ist eine weitere psychologische Fernanalyse
des 26-jährigen sicher nicht mehr nötig, und darum wäre es gut, wenn wir jetzt wieder
zum Thema Trennung zurückkehren könnten.
Dr. Grey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 19:46   #47
Lilly 22
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Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 12.088
Zitat:
Zitat von wepa14 Beitrag anzeigen
Ich suche einen Ausweg aus unserem Problem.
Wie war noch mal der Titel des Threads?
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 20:08   #48
wepa14
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Beiträge: 50
Hallo Gabi,

Nein, er ist in keinster Weise behindert.

Ja, er hat für sich den einfachsten und bequemsten Weg ausgesucht.
Unabhängig, wer nun die Schuld trägt und warum.

Ein Kleinkind lernt die Angewohnheiten seiner Eltern kennen und anzuwenden. In einem gewissen Alter fängt auch das Kleinkind selbstständig an zu denken und handeln und kommt in Kontakt mit anderen Menschen, die wiederum andere Verhaltensmuster aufweisen. Das Kind wird wahrscheinlich das ein oder andere Mal das fremde Verhalten versuchen zu kopieren.

Den Sohn als Opfer darzustellen und die Schuld uns (Exfreundin und mir zuweisen) ist doch zu einfach. Der junge Mann ging ein Leben lang zur Schule, hatte somit Kontakt zu anderen Menschen. Mit Sicherheit auch mit anderen Kindern gespielt. Er hatte Bezugspersonen (Großeltern), wenn auch nicht die leibliche Mutter und Vater.Wieder Kontakt. Aus all den Kontakten lernt ein Mensch!
wepa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 20:37   #49
wepa14
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Ort: 65
Beiträge: 50
Hallo Lilly,
Freundeskreis hat er eigentlich nicht. Ab an an kommt ein "Freund" und schauen sich Videos auf youtube an. Das ist nur 2-3 im Monat. 2-3 wöchentlich geht er zum Teakwondo Training. Die restliche Zeit verbringt er hinter dem Computer.

Ich kenne ihn besser und doch nicht! Ich habe ihn als Besserwisser und als Mensch mit vielen Worten ohne Taten kennengelernt. Er ist süchtig nach dem PC. Was macht man mit Süchtigen? Ihnen noch mehr Freiheit und Zeit am PC geben?

Du hast gute Lösungsansätze aufgezeigt. Wie viele Nächte haben wir uns um die Ohren gehauen mit Reden, ein paar Stunden geschlafen und dann zur Arbeit. In der Hoffnung er hätte überhaupt etwas verstanden. Nein, er lag im Bett bis wir von der Arbeit kamen. Haushalt so geblieben wie am Vortag. Die einfachsten Tätigkeiten ignoriert er. Benutze Q-Tips im Waschbecken, abgeschnittene Fingernägel im Waschenbecken liegen lassen, seine Brille überall herumliegen lassen, ausgeliehene Gegenstände (USB Stick, CDS, Geld) nicht wieder zurückbringen, Abfall runterbringen. leere Pfandflaschen in den Keller bringen und an den vorgesehenen Platz legen. Als wir vom Urlaub zurück kamen standen Biergläser in der Küche, wo bereits Schimmel sich angesetzt hatte. Ist es denn nicht das geilste auf der Welt, wenn man endlich allein ist und nach seinen "guten" Vorsätzen und Gedanken leben kann. Auch wenn es nur für 2 Wochen waren? Es sind immer die kleinen Dinge, die den Eimer zum Überlaufen bringen! Du denkst, das wäre falsches Denken von mit? Das ist nicht meine Vorgabe oder Gedanke. Das ist etwas ganz Alltägliches und Normales!

Hast du Kinder????
Ich glaube nicht, sonst würdest du so etwas nicht schreiben!

Ich möchte dich auch nicht angreifen. Ich habe 7 Jahren mit ihm in einer Wohnung zusammengelebt. Da weiß ich wovon ich spreche. Er hat sich eigentlich in all den Jahren nicht verändert. Seine Ansprüche sind größer geworden. Seine Ausreden einfältig und leicht zu durchschauen.

Das ich ihn von Anfang an nicht abholen konnte, lag nicht nur an mir. Es sind immer 2 Parteien beteiligt. Will eine Partei nicht, ist das ganze verdammt schwer oder gar von vorne herein zum Scheitern verurteilt.

LG
Siggi

Geändert von wepa14 (12.09.2014 um 20:54 Uhr)
wepa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 21:51   #50
Lilly 22
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Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 12.088
Hallo Siggi,

Zitat:
Zitat von wepa14 Beitrag anzeigen
Das ich ihn von Anfang an nicht abholen konnte, lag nicht nur an mir. Es sind immer 2 Parteien beteiligt. Will eine Partei nicht, ist das ganze verdammt schwer oder gar von vorne herein zum Scheitern verurteilt.
ich bin nicht nur selbst Mutter...

Das was du oben aufzeigst, ist eben "leider" das Resultat davon,
wenn die Eltern in der Erziehung unbedacht heran gehen und
u.a. nicht ernst zu nehmen sind, weil das Kind keine Konsequen-
zen seines Verhaltens und die Ohnmacht der Eltern darüber spürt.
Im Grunde verhält er sich jetzt immer noch wie ein pubertierender
Junge.
Noch schlimmer ist das Ganze natürlich, wenn ihr euch vor dem
"Kind" noch streitet und nicht als Einheit auftretet.
Nicht nur "Kinder" probieren in jedem Zeitabschnitt ihres Alters
eben ihre Grenzen aus, die sie brauchen, um eine Orientierung
zu erfahren. Auch Erwachsene tun das immer wieder.

In meinem Bekannten- / und Freundeskreis sind vornehmlich
männliche Sozialarbeiter, Streetworker, Erzieher. Allen gleich ist,
dass diese einen viel konsequenteren "Erziehungsstil" haben, als
mir bekannte Frauen und diese ingesamt dabei auch viel gelasse-
ner heran gehen.
Ihr könntet ihm sein Verhalten mal spiegeln, also auch alles was
euch so einfällt, liegen lassen und erst recht, wenn dies für ihn
besonders eklig ist. Sollte er sich darüber beschweren, ignoriert
ihr das, so wir er es sonst tut und macht einfach weiter so, bis
er selbst mal zu einer Einsicht gelangt.
Dazu gehören aber gute Nerven. Alternativ hierzu könntet ihr ihn
wirklich mal für ein paar Wochen ihm sich selbst überlassen und
ihm lediglich ein geringes Taschengeld, noch besser aber, einen
Lebensmittelvorat für diese Zeit überlassen. Als Letztes bliebe
aber immer noch die deutliche Erklärung, dass er sich entweder
an die Regeln in eurer "Wohngemeinschaft" hält oder nach z.B.
drei argen Verstößen sich seine eigene Wohnung suchen muss, in
der er dann gern tun und lassen kann, was er will. Egal welche
Variante ihr wählt, sie muss konsequent von euch beiden eingehal-
ten werden.
Und er wird euch sicher zunächst nicht abnehmen, dass Regelver-
stöße plötzlich etc. tatsächlich keine rosigen Folgen für ihn haben
werden.
Wenn er keiner Ausbildung nachgeht, hat er zunächst auch keinen
Unterhaltsanspruch und müsste, um seinen "Standart" zu halten,
erst einmal selbst arbeiten gehen, wenn er sich bei euch an keine
Regeln halten will. Damit muss man ihm nicht drohen, aber man kann
ihm diese Folgen durchaus u.a. mittels Lektüre aufzeigen.

Wie gesagt, hierüber müsstet ihr euch, solltet ihr eure Partnerschaft
fortsetzen wollen, einig werden. Unabhängig davon kannst du, da er
erwachsen ist und selbst bestimmt, mit wem er Kontakt haben möch-
te, natürlich versuchen, einen guten Draht zu ihm zu finden.

Was deine Partnerin betrifft, ist es wichtig, dass du ihr nicht vermit-
telst, sie wäre aufgrund dieser Probleme eine schlechte Mutter. Wie
bereits erwähnt, verstärkst du damit nur ihr verwöhnenwollendes Ver-
halten. Schließlich entspricht es dem in Deutschland gepflegten Mut-
terbild auch heute noch sehr oft, sich für seine Kinder aufopfern zu
müssen. So tut Frau schnell aus schlechtem Gewissen das Falsche.
Daneben gibt es aber eben auch Mütter, die einfach zu weich sind
und sich nicht durchsetzen können, weil sie zu viel Angst haben etc.

Versuche es hier eher auf der sachlichen Ebene, besorg ihr Materia-
lien, dir ihr selbst aufzeigen, in welchen Schwierigkeiten ihr Sohn da
eigentlich steckt. Sofern sie überhaupt Interesse daran hat.
Und all das ohne Vorwürfe, ohne Angriffe, ohne Bevormundung und
ohne Besserwisserei. Sag ihr klipp und klar, dass du für ihren Sohn
gern da sein möchtest, hier bisher selbst viele Fehler gemacht hast
und du dir wünscht, dass ihr nicht nur für ihn, sondern auch für euch
in Zukunft gemeinsam an einem Strang zieht und hierfür einen "Plan"
erarbeitet.

Im Übrigen gibt es auch Erziehungsberatungsstellen und so verrückt
das jetzt für dich vielleicht klingen mag, auch dort könnt ihr euch be-
raten lassen. Es ist nie verkehrt, sich Hilfe zu suchen, gerade dann,
wenn man merkt, dass das Bisherige keinen Fortschritt bringt.

Sollte deine Partnerin hieran kein Interesse haben, obwohl du ihr das
alles offen legst, wär es eine Überlegung wert, ob du in dieses Pro-
jekt noch viel Energie und Geld stecken möchtest.

Kannst du im Ergebnis auch damit leben, dass der Familiensegen we-
gen des Sohnes immer wieder schief hängen wird, weil sie nichts än-
dert, beschränk deine Beziehung auf sie und halt dich konsequent aus
allem anderen raus.

Geändert von Lilly 22 (12.09.2014 um 21:55 Uhr)
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 21:51 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
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