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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 30.10.2015, 15:47   #1
salsacub
professional wannabe
 
Registriert seit: 10/2008
Ort: kurz vorm Ende der Welt
Beiträge: 2.752
und täglich grüßt das Murmeltier

Es ist ewig her, dass ich hier war, aber nun brauche ich tatsächlich mal ein paar "neutrale" Meinungsanstöße, damit ich vielleicht endlich mal weiter komme.

Also, am besten fange ich einfach mal an:
2012 verliebte ich mich auf einer Party in einen Kerl mit dem ich anschließend 1 1/2 Jahre zusammen war. Es fühlte sich wie meine große Liebe an und als er mich eines Tages von einem auf den anderen Tag verließ - völlig überraschend und ohne irgendein Zeichen zu geben, ging erstmal über einen sehr langen Zeitraum die Welt für mich unter.
In der Zeit erkannte ich alle Fehler, die ich begangen hatte. Er und ich hatten im Verlauf der Beziehung eine Art Symbiose entwickelt. Ich traf zwar noch meine Freunde, hatte aber neben ihm keine Hobbys.
-> ich machte mich also sehr abhängig von ihm.

Nach der Trennung arbeitete ich das alles auf und verwandelte mich in den Menschen, der ich immer schon sein wollte. Wurde sportlich sehr aktiv, verwirklichte einige meiner Lebensträume, denen ich kompromisslos immer noch nachgehe, fand sehr viele neue Freunde - deren Kontakte ich regelmäßig pflege und verarbeitete sämtliche Probleme mit meinem Selbstwertgefühl.

Heute bin ich eine selbstbewusste, aktive Frau und liebe mich selbst im gesunden Maße.

Seit Anfang 2015 bin ich wieder bereit, mich auf eine Beziehung einzulassen. So lernte ich auch sofort jemanden kennen und kam mit ihm zusammen. Nach drei Monaten schlug sein riesiges Interesse an mir plötzlich um und er meldete sich ein Wochenende gar nicht. Das verletzte mich sehr, weil mir zumindest ein Austausch über das Befinden wichtig war.
Das Ende vom Lied: gleich an dem Montag trafen wir uns kurz und er verabschiedete sich von mir, weil er keine Gefühle für mich hätte.

Nach der Trennung von meiner großen Liebe scheine ich mittlerweile das "Talent" zu besitzen, sofort abzuschotten und völlig emotionslos die Trennung hinzunehmen. Kann es mir nicht anders erklären, dass ich dem Typen nicht mal eine Träne hinterher weinte - obwohl er mir sehr wichtig war.

Nun habe ich vor einem Monat wieder jemanden kennengelernt, der so unglaublich begeistert von mir war - auch seine Kumpels priesen mich als Traumfrau an. Er war so verliebt, dass er mir das auch ständig sagte. Ich hingegen war eher ein bisschen langsamer, was das anging. Ich zeigte ihm deutlich mit meinen sehr liebevollen Handlungen, dass er mir gefiel. Trotzdem äußerte er die Vermutung, dass ich nicht so viel wolle wie er. Ich widerlegte seine Vermutung und nahm ihm seine Befürchtungen. Und daraufhin fragte er mich per SMS!!! ob wir zusammen sein könnten. Da ich eine spritzige Person bin, ehrlich, direkt und manchmal etwas provozierend, erklärte ich ihm am Wochenende darauf, dass ich noch darauf warte, dass er mich das in einem romantischen persönlichen Moment fragt - und wir bis dahin nicht zusammen wären. (Okay, das klingt bisschen seltsam. Ich meinte das auf verspielte lustige Weise - und wenn man reflektiert, was ich alles so investiert habe - eindeutige Zeichen des absoluten Interesses an einer Partnerschaft, hätte er darüber lachen können.) Die Frage per Textnachricht fühlte sich für mich einfach so an, als würde ich ihm nicht viel bedeuten.

Das Ende vom Lied: mir fiel auf, dass ich in den letzten Wochen stets den Kontakt zu ihm suchte und wollte mal testen, ob er auch mal Eigeninitiative zeigen würde. In den 48 Stunden kam nur einmal ein "Gute Nacht". Daraufhin sprach ich ihn darauf an. Und nun bin ich wieder Single. Falls ich es nicht bis davor auch noch war.

Fazit: obwohl ich alles mitbringe, was ein toller Typ sich wünschen kann, werde ich immer wieder "verlassen". Ich glaube auch allmählich, dass ich mir immer die falschen Männer aussuche - falsch bedeutet hier: Männer, die wenig selbst reflektieren und seit Jahren immer den gleichen Schemata folgen.
Dieses Exemplar hatte bereits vier andere Versuche mit Frauen und machte jedes Mal aus dem gleichen Grund Schluss: weil er ganz plötzlich die (er nannte sie "körperlichen") Gefühle verlor und diese nicht mehr wieder zu beleben waren. Anscheinend hat er es immer noch nicht verarbeitet, dass er vor Jahren mal betrogen worden ist.

Das hat wahrscheinlich auch alles nicht viel Einfluss auf mein Problem und dafür könnte ich echt mal Ideen von euch brauchen:

-Warum ziehe ich noch immer Männer in mein Leben, die dem gleichen Schema entsprechen, obwohl ich mich so stark weiter entwickelt habe?
-Wie kriege ich das taube Gefühl (Schutzmauern) endlich weg, das ich seit der schlimmen Trennung habe, und wie kann ich lernen, wieder intensive Gefühle in Richtung Liebe zu spüren?

Ich habe keine Angst vor dem Alleinsein, als freiheitsliebender Mensch liegt es mir sogar. Ich habe auch keine Angst, mich wieder auf einen Menschen einzulassen - stattdessen fällt es mir sogar überhaupt nicht schwer, denjenigen so zu mögen, wie er wirklich ist und mit seinen Macken zurecht zu kommen.

Wo also muss ich anfangen? Und wie? Ich hab keine Lust mehr auf diese Teenie-Liebeleien, die an kleinsten Schwierigkeiten scheitern. Ich wünsche mir einen Mann, der ebenso weit entwickelt ist, wie ich und nicht sofort flieht, sobald sich mal ein kleiner Zweifel auftut.

Vielen Dank schon mal für eure Anregungen!

Geändert von salsacub (30.10.2015 um 15:51 Uhr)
salsacub ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2015, 15:47 #00
Administrator
Hallo salsacub, in jeder Antwort auf deinen Beitrag findest du eine Funktion zum Melden bei Verstössen gegen die Forumsregeln.
Alt 30.10.2015, 16:15   #2
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 12.606
Hallo salsacub,

da es zahlreiche Gründe geben kann, weshalb ein Mann flieht,
stellt es sich für mich als äußerst mühselig dar, dir hier den
"entscheidenden" Tipp geben zu können.

Sicher wirst du durch Einnahme der gegensätzlichen Position
zu früher aber nicht einfacher sein, sondern lediglich abge-
kühlter wirken. So scheint es mir zudem, dass du immer noch
sehr viel Aufmerksamkeit, Bewunderung und Kontrolle ein-
forderst. Und je nachdem, wie du das konkret rüberbringst,
könnte der Mix daraus ggf. der eigentliche Grund für die Rück-
zieher sein.

Ich sehe bei dir auch keine Persönlichkeitsbeschreibungen zu
den jeweiligen Männern. Sie werden lediglich als deine Kandi-
daten aufgelistet, die am Ende abgehauen sind. Das erscheint
mir persönlich doch sehr befremdlich. Geradezu so, als ob
ledigich ihre Funktion für dich wichtig gewesen wär.
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Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2015, 17:27   #3
Mikelinho
Some Jekyll, some Hyde
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: K.A.
Beiträge: 6.674
Schwer da etwas wirklich Passendes (ohne Dich etwas real zu kennen) auszusagen...
Ich probiere es trotzdem.
Oftmals mit einem "vielleicht" versehen.

Es liest sich etwas nach recht schnell Feuer fangen von anderer Stelle und Du bist damit auch gleich überfordert.
Womöglich aufgrund der damaligen Enttäuschung, aber auch als Lehre aus allem.
Wie ein Wasserfall, der plötzlich versiegt, von einem Extrem ins Andere,
Das würde Jeden nachdenklich stimmen, sicher auch traurig machen und über sich selbst nachdenken lassen.
Dennoch denke ich, dass der "Richtige" das passende Maß finden WILL und das Wohlfühlgefühl in Dir (damit) sofort weckt.
Insofern war er noch nicht dabei, ob Du dazu wirklich völlig frei und bereit bist weißt nur Du...

Sicherlich ist es auch nie grundverkehrt das eigene (Beute) Schema zu reflektieren.
Schema in der Hinsicht eingeschliffene Muster des eigenen Handelns später zu betrachten und versuchen sich in den Gegenüber etwas zu versetzen.
Nicht zu krampfhaft, weil dies zu sehr gewollt ist und zeitgleich das eigene Gefühl verschleiert.
Man soll ja nichts geradezu zwanghaft an seiner Persönlichkeit verändern, das führt nur zu mehr Verwirrung und Irrung.

Wie beschreibst Du denn diese Männer, wenn Du sie im Nachgang betrachtest?
Was war so besonders an diesen oder war auch viel der Tatsache geschuldet begehrt/umschwärmt zu sein (ein normaler Wunsch eines Jeden)?
Wo und wann spürst Du diese "Taubheit" in Dir am intensivsten, in welchen Situationen wird/wurde es Dir so richtig bewusst?
Denkst Du oft noch an die vergangene Liebe, allein an dieses Gefühl oder auch noch an den Menschen?

Das von Dir beschriebene "Talent" ist ein recht symptomatischer Schutzmechanismus, einer der möglichen Schmerz abwehrt und/oder betäubt.
Mit Gefühlskälte hat das oft nichts zu tun, wir Menschen sind nur bis einer gewissen psychischen Grenze bereit etwas zu ertragen oder wiederzuerleben.
Also keine Sorge darum, alles braucht eben auch seine Zeit und Vertrauen.
In sich selbst zuerst und dann folgt das in die Umwelt, Stück für Stück.


P.S:
Per SMS finde ich auch unschön und dazu recht unreif.
Das ergibt sich doch irgendwie und möglichst ohne große oder typische Worte.
Soviel Situationsromantik und auch Mut sollte schon noch vorhanden sein.
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Mikelinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2015, 19:39   #4
Sternenmeer
abgemeldet
Und auch noch eine Mutmaßung von mir:

In Wirklichkeit bist du gar nicht bereit eine tiefe Bindung einzugehen.

Deshalb sucht sich dein Unterbewusstsein ganz automatisch und zielsicher Männer aus, bei denen es auch gar nicht zu dieser Bindung kommt.

Deine Männer haben das gleiche Problem wie du....deshalb findet ihr auch immer zueinander.

Frauen ohne Bindungsproblem hätten deine Exen vermutlich von Anfang an als unecht empfunden.

Es ist leicht zu sagen, dass die Typen einfach nur nicht selbstreflektiert waren. Doch das waren sie vorher ja auch nicht...warum hast du sie dir dann ausgesucht? Das war deine eigene Wahl....und die wird ihre Gründe haben.

Außerdem pochst du mir etwas zu sehr darauf, wie toll und unabhängig du bist. Für mich klingt das nach dem krampfhaften Versuch, bloß niemanden zu nahe an sich heran zu lassen, damit man sich die eigene Bedürftigkeit nicht eingestehen muss.

An Bedürftigkeit sehe ich übrigens nichts schlechtes. Es geht doch nur um ein ungestilltes Bedürfnis. Das Bedürfnis nach Liebe ist nur natürlich und man kann es auch nicht aus sich selbst heraus stillen. Man darf es allerdings nicht mit ungesunder Abhängigkeit in einer Beziehung verwechseln.

Willst du eine verbindliche Beziehung, musst du dich verbindlich verhalten.
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Sternenmeer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2015, 21:45   #5
salsacub
professional wannabe
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2008
Ort: kurz vorm Ende der Welt
Beiträge: 2.752
Vielen Dank euch Dreien! Das waren die Anregungen, die ich mir erhofft habe - so unbequem sie auch sind.

Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
So scheint es mir zudem, dass du immer noch
sehr viel Aufmerksamkeit, Bewunderung und Kontrolle ein-
forderst.
Es kann sehr gut sein, dass ich eine Menge einfordere. Das beruht auf meiner Überzeugung, dass ich es ebenso verdient habe, das zu erleben, was ich dem Mann zu geben bereit bin. Also was ich damit meine: ich schenke dem Kerl wahnsinnig gerne Aufmerksamkeit und Bewunderung. Ich gebe mir gerne viel Mühe, um ihm zu zeigen, wie sehr ich ihn schätze. Und dahinter spüre ich meistens das Bedürfnis fühlen zu wollen, dass er auf mich stolz ist und mich als die "perfekte" Partnerin wahrnimmt. Und das ist wohl mein Hauptproblem. Jedem und allem gefallen zu wollen (mich natürlich inbegriffen) doch daran arbeite ich momentan stark und versuche mich davon zu lösen, falls ihr hierzu noch einen Ratschlag habt - bitte äußert ihn!

Und Kontrolle ist auch ein wichtiges Stichwort. Ich habe wohl irgendwie ziemlich große Angst, die Kontrolle zu verlieren (ganz besonders seit der schlimmen Trennung). Wenn ich die Kontrolle abgeben würde.. was würde mir passieren? Ich glaube, ich habe Angst, mich dann zu verlieren. Wobei mir das wohl wirklich mal gut tun würde - nicht mehr so kontrolliert und perfekt wirken zu wollen, nicht stets alles in den Händen zu halten, sondern mich stattdessen nur treiben zu lassen. Doch das kann ich immer noch nicht, dafür sitzen meine Erfahrungen, die ich in meinem Leben gesammelt habe, viel zu tief. Der letzte Mann bewunderte meine absolute Disziplin, die ich an den Tag legte. Wobei hier ist eine Ambivalenz vorhanden. Während ich kontrolliert und diszipliniert bin, kann ich mich auf anderer Ebene völlig der Leichtigkeit hingeben und locker flockig durch's Leben gehen. Also eigentlich in allen Bereichen bis auf die Gefühlswelt.

Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Ich sehe bei dir auch keine Persönlichkeitsbeschreibungen zu
den jeweiligen Männern..
Ich wusste nicht, wie ich das am besten angehen sollte, deswegen habe ich das weggelassen. Ich versuche das mal kurz zusammenzufassen (einen ganzen Charakter zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen.)

- In meine große Liebe verliebte ich mich auf den ersten Blick. Er wirkte reif, selbstständig und löste in mir das starke Bedürfnis aus, ihn erobern zu wollen (weil er wie ein Hauptgewinn auf mich wirkte und das in mir wahrscheinlich den Ehrgeiz weckte, mir beweisen zu wollen, dass ich auch bei dem größten Hecht im Teich landen könnte.)
-> da ich damals aber sehr sehr unsicher war, mich selbst nicht so wirklich mochte usw war ich wohl sehr geblendet von all meinen Wünschen, die ich in ihn hinein projizierte. Es stellte sich nämlich heraus, dass er zerfressen von Minderwertigkeitskomplexen und komplett ohne Lebensziele, gefangen im eigenen Trott war, mich eingeengte, emotional erpresste ("wenn du... dann liebst du mich wohl nicht so sehr.."- während er dabei wahnsinnig lieb war. Letztendlich betrachtet, war die Trennung das beste, was mir passieren konnte, obwohl es mich wirklich 13, 14 Monate gekostet hat, über ihn hinweg zu kommen.

wenn ihr jetzt von den beiden anderen lest, werdet ihr das wiederkehrende Schema erkennen.

- der Zweite wirkte sehr souverän auf mich, sehr zielstrebig, diszipliniert. Wieder wollte ich ihn unbedingt für mich gewinnen, wahrscheinlich aus den altbekannten Gründen. Dass er wenig Zeit für mich hatte, war kein Problem, weil ich selbst kaum welche hatte. Jedoch wirkte er auf mich und meine Freunde sehr kühl. Minderwertigkeitskomplexe hatte er keine, dafür war er aber ein sehr kühler, zielstrebiger Mann, der einzig seine Ziele im Blick hatte. Ich nahm von ihm eine Menge mit. Zum Beispiel unabhängig zu bleiben, mich nicht immer nur nach seinen Wünschen zu richten, nicht alles persönlich zu nehmen.

- der Dritte war ein wahrer Hauptgewinn. Wieder möglicherweise nur ein "Blender", wie Sternenmeer richtig erkannt hat. Ich war wohl wieder nur blind und dachte mir: so ein von sich überzeugter Kerl kann keine Komplexe haben. Dann kam irgendwann ans Licht, dass er mal betrogen wurde und ihn das wohl sehr verletzt hatte. Er war dennoch echt großartig, meine Freunde waren total begeistert, weil er mich auf Händen trug und stets darauf achtete, dass es allen an nichts mangelte, als wir zu Besuch waren. Dieses Mal wollte ich mich aber auf ihn einlassen, weil ich spürte, an ihm wachsen zu können. Und weil er der Erste war, der die Initiative übernahm und mich erobern wollte.
Als er es beendet hat, meinte er, er wisse, dass er ein Problem habe und daran jedes Mal scheitere. Er wisse nur nicht, wie er das lösen könne.

Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen

Es liest sich etwas nach recht schnell Feuer fangen von anderer Stelle und Du bist damit auch gleich überfordert.
Womöglich aufgrund der damaligen Enttäuschung, aber auch als Lehre aus allem.
Wie ein Wasserfall, der plötzlich versiegt, von einem Extrem ins Andere,
Das würde Jeden nachdenklich stimmen, sicher auch traurig machen und über sich selbst nachdenken lassen.
Das berührt mich! Ich glaube, du hast es erkannt. Diese wahnsinnige Begeisterung vom Dritten hat mich überfordert. Und lösten Gedanken wie "wenn er so extrem begeistert ist, wird das irgendwann versiegen, weil es nicht mehr zu steigern sein" und "er wird mich eh wieder verlassen." Ich glaube, ich resigniere.
Ich bin ein sehr bemühter Mensch. Ich weiß, dass in mir eine Menge Potenzial steckt und ich möchte möglichst vieles aus mir rausholen. Wozu 50% geben, wenn ich auch 100% geben kann? Je mehr ich gebe, desto mehr Kraft sammle ich. In Bezug auf Männer halte ich mich jedoch zurück und beobachte alles erstmal. Ich gebe absichtlich immer etwas weniger als sie, gerade weil ich schon so oft gelesen habe, dass Männer sich sonst eingeengt fühlen oder ihren "Jagdinstinkt" verlieren.


Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen
Dennoch denke ich, dass der "Richtige" das passende Maß finden WILL und das Wohlfühlgefühl in Dir (damit) sofort weckt.
Insofern war er noch nicht dabei, ob Du dazu wirklich völlig frei und bereit bist weißt nur Du...
Das ist der einzige Grund, weshalb ich es immer wieder versuche und mich auf Männer einlasse. Wie sonst soll ich den Richtigen finden, wenn ich mich noch Jahre fern davon halte? Ich hoffe so sehr, dass ich irgendwann einen finde, der bereit ist, mich so zu nehmen wie ich bin. Und entgegen aller Ratgeber, die Frauen raten, so und so zu handeln, mich einfach auf meine Art zu lieben. Ja dann brauche ich halt Kontrolle zur Sicherheit. Oder bin halt etwas zu ehrlich/direkt. Zu verrückt. Zu wild. Oder einfach mal niedergeschlagen und traurig und möchte in den Arm genommen werden - (obwohl Männer ja bei Gefühlsregungen wieder völlig überfordert sein können - Ratgeberblabla). Ich liebe mich selbst! Und meine nahen Freunde, die mich ewig kennen, ebenso. Also muss es doch auch für einen Mann möglich sein. Und ganz ohne, dass ich mich verstelle. Und mit dem nicht verstellen meine ich, dass ich mich an ihn anpassen und seine "perfekte" Freundin sein darf, ohne, dass er dann wieder Reißaus nimmt. Ich kann mich nur mit anderen Menschen vergleichen und selbst wenn ich es nicht täte, ich sehe mich als Hauptgewinn - so wie andere über sich auch denken würden.
Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen

Sicherlich ist es auch nie grundverkehrt das eigene (Beute) Schema zu reflektieren.
Ich habe bei der Reflexion aber stark das Gefühl etwas zu übersehen, deswegen brauche ich euch. Und wenn ich es erkannt habe, wie kann ich es dann verbessern?
Ich dachte immer, es reiche, mich selbst lieben zu können. Doch da scheint viel mehr hinterzustecken. Ich bin vielleicht auch zu sehr ein Extrem - entweder ich will in irgendetwas perfekt sein oder es ist mir total gleichgültig. Ein Zwischending gibt es für mich selten.

Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen
Wie beschreibst Du denn diese Männer, wenn Du sie im Nachgang betrachtest?
Was war so besonders an diesen oder war auch viel der Tatsache geschuldet begehrt/umschwärmt zu sein (ein normaler Wunsch eines Jeden)?
Wo und wann spürst Du diese "Taubheit" in Dir am intensivsten, in welchen Situationen wird/wurde es Dir so richtig bewusst?
Denkst Du oft noch an die vergangene Liebe, allein an dieses Gefühl oder auch noch an den Menschen?
Ich hoffe, ich habe das oben ausführlich genug beschrieben. Falls dennoch Fragen offen sind, werde ich versuchen, es noch präziser anzugehen.
Die Frage ist wirklich schwierig zu beantworten. Ich glaube, sie wird mir immer bewusst, wenn ich in der Kennenlernphase mit einem Mann bin. Wenn diese Überforderung, wie du sie beschrieben hast, eintritt. Besonders, wenn er mir sagt, wie gern er mich hat, oder dass er verliebt ist. Bewusst wird sie mir, wenn ich über die Suche nach einem passenden Partner nachdenke.
Oft? An IHN denke ich selten, d.h. einmal die Woche vielleicht (ungefähr so oft wie ich an andere Geschichten denke). Aber das Gefühl, dass ich für ihn hatte. Diese Schmetterlingsexplosionen, das Kribbeln, das himmelhochjauchzende und zeitgleich zu Tode betrübte auf und ab-Gefühl, dass ich allein schon beim Gedanken an ihn, als wir noch zusammen waren, hatte... das vermisse ich wahnsinnig! Ich sage mir immer, dass ich darauf auch verzichten kann, wenn ich stattdessen ein Gefühl intensiver und tiefer Sympathie zu jemanden verspüren würde.

Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen
Das von Dir beschriebene "Talent" ist ein recht symptomatischer Schutzmechanismus, einer der möglichen Schmerz abwehrt und/oder betäubt.
Mit Gefühlskälte hat das oft nichts zu tun, wir Menschen sind nur bis einer gewissen psychischen Grenze bereit etwas zu ertragen oder wiederzuerleben.
Also keine Sorge darum, alles braucht eben auch seine Zeit und Vertrauen.
In sich selbst zuerst und dann folgt das in die Umwelt, Stück für Stück.
Ich hoffe, dass ich irgendwann den Mut habe, die Mechanismen ganz loszulassen und wieder befreit lieben kann. Da ich mich immer wieder mal darauf einlasse und meine große Bereitschaft erkennen kann, jemanden in mein Leben zu lassen, dauert das hoffentlich nicht mehr zu lange. Ich möchte nicht irgendwann wie eine verbitterte alte Frau rumsitzen und nie wieder intensiv geliebt haben.
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salsacub ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2015, 21:45   #6
salsacub
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Zitat:
Zitat von Sternenmeer Beitrag anzeigen
Und auch noch eine Mutmaßung von mir:

In Wirklichkeit bist du gar nicht bereit eine tiefe Bindung einzugehen.
Es gibt Menschen, die warten, weil sie glauben, irgendwann mit der Zeit für etwas bereit zu sein.
Und dann gibt es Menschen wie mich, die stattdessen lieber probieren und handeln - egal wie oft sie auf die Nase fliegen und wieder aufstehen müssen. Ja, ich bin nicht bereit, eine tiefe Bindung einzugehen - weil mir immer wieder bestätigt wird, dass es sowieso nicht funktioniert. Und somit kommt es zu dem von dir beschriebenen Teufelskreis:
Zitat:
Zitat von Sternenmeer Beitrag anzeigen
Deshalb sucht sich dein Unterbewusstsein ganz automatisch und zielsicher Männer aus, bei denen es auch gar nicht zu dieser Bindung kommt. Deine Männer haben das gleiche Problem wie du....deshalb findet ihr auch immer zueinander.
Frauen ohne Bindungsproblem hätten deine Exen vermutlich von Anfang an als unecht empfunden.
Das war meine Befürchtung. Dass ich mir tatsächlich die Bestätigung suche, dass das alles nur zum Scheitern verurteilt ist.
Was rätst du mir denn, wie kann ich daraus kommen? Abgesehen von "irgendwann mit der Zeit kommt das von selbst.." - es muss doch noch eine andere Möglichkeit geben.
Aber ist es wirklich ein Bindungsproblem, was ich habe? Ich sehe zwar, dass ich Angst habe, wieder so schwer verletzt zu werden. Dennoch renne ich nicht weg, auch wenn ich vielleicht erst etwas überfordert bin - sondern möchte es wirklich mit dem Mann versuchen!
Zitat:
Zitat von Sternenmeer Beitrag anzeigen
Es ist leicht zu sagen, dass die Typen einfach nur nicht selbstreflektiert waren. Doch das waren sie vorher ja auch nicht...warum hast du sie dir dann ausgesucht? Das war deine eigene Wahl....und die wird ihre Gründe haben.
Und die hast du wohl erkannt.
Zitat:
Zitat von Sternenmeer Beitrag anzeigen
Außerdem pochst du mir etwas zu sehr darauf, wie toll und unabhängig du bist. Für mich klingt das nach dem krampfhaften Versuch, bloß niemanden zu nahe an sich heran zu lassen, damit man sich die eigene Bedürftigkeit nicht eingestehen muss.
Nee, das hat einen falschen Eindruck auf dich gemacht. Ich spüre meine Gefühle intensiv. Ich weiß, wann ich mich einsam und unverstanden fühle. Ich bin mir meiner Bedürfnisse und Bedürftigkeiten bewusst und ich gestehe sie mir zu. Mir fällt es nur schwer andere daran teilhaben zu lassen, weil ich schlechte Erfahrungen gesammelt habe, wenn ich mal "schwach" wirkte. Dann wurde ich nämlich abgeblockt und habe jedes Mal nur das Gegenteil von dem erhalten, was ich mir wünschte. Stattdessen versuche ich die Bedürfnisse selbst zu stillen, niemanden damit "zu belasten" und biete gerne anderen noch die starke Schulter an. - alles im Zuge des Perfektseinwollens.
Zitat:
Zitat von Sternenmeer Beitrag anzeigen
An Bedürftigkeit sehe ich übrigens nichts schlechtes. Es geht doch nur um ein ungestilltes Bedürfnis. Das Bedürfnis nach Liebe ist nur natürlich und man kann es auch nicht aus sich selbst heraus stillen. Man darf es allerdings nicht mit ungesunder Abhängigkeit in einer Beziehung verwechseln.

Willst du eine verbindliche Beziehung, musst du dich verbindlich verhalten.
Abhängig werde ich mich wohl nie wieder machen, da habe ich sehr viel aus den ersten Beziehungen mitgenommen.

Ich verhalte mich verbindlich. Nur können die Männer, mit denen ich das versuche, damit nicht umgehen. Wenn ich das richtig zurecht gedacht habe, müsste ich erstmal den Knoten in mir lösen, dann dadurch das Männerschema wechseln und das Problem könnte gelöst sein. Dass es in der Umsetzung viel Zeit und Geduld brauchen wird, ist für mich selbstredend.
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Alt 31.10.2015, 07:14   #7
Sternenmeer
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Ich werde dir in den nächsten Tagen mal eine PN zu dem Thema schreiben
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Sternenmeer ist offline   Mit Zitat antworten
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