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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 14.01.2016, 23:54   #1
dramamaedchen
Junior Member
 
Registriert seit: 06/2013
Beiträge: 11
Selbstsabotage?

Hallo alle zuammen
Ein paar Worte vorweg -
Erstens: Achtung, lang Musste mir einfach mal alles von der Seele schreiben.
Zweitens: Ich weiß ja, dass hier ziemlich harte Worte fallen können. Wahrscheinlich brauche ich das grade auch, aber bitte nichts a la "omg du bist ja völlig gestört, der arme Typ" - Das weiß ich schon.

Also, mein Freund (26) und ich (21) waren/(sind?) seit 4 Jahren zusammen. Kennen tun wir uns schon seit 2009, inklusiver Freundschaft+. Ich hatte mich dabei verliebt, aber hab mich weiter mit ihm getroffen, bis er die Treffen einstellte. Er hatte nämlich gleich zwei Frauen getroffen, mit denen er sich was vorstellen könnte.
Ich war natürlich am Boden zerstört, es hat auch fast ein Jahr gedauert, bis ich darüber hinweg kam. Das geschah dadurch, dass ich einen neuen Mann kennen gelernt hatte, mit dem erst mal nur was lockeres lief, bis es irgendwann irgendwie ernster wurde.
Dann plötzlich hat mein jetziger Freund nach einem Treffen gefragt (vorher haben wir immer mal wieder sporadisch geschrieben). Ich war mir ziemlich sicher, worauf das hinaus laufen sollte, und hab ihn blockiert. Und seit dem um ehrlich zu sein auch gar nicht vermisst.
Paar Monate vergingen und ich war einfach super glücklich. Schule lief gut, "Beziehung" lief gut (es war nie wirklich offiziell, aber störte mich nicht), ich war sehr zufrieden mit mir (viel abgenommen). Dann kam eine SMS von ihm. Hatte gar nicht damit gerechnet, dass er meine Nummer noch hatte. Da ich mir ziemlich sicher war, dass keine Gefahr bestand - Gefühle waren weg - und wir uns ja eigentlich immer super verstanden haben, habe ich geantwortet und es kam zu einem Treffen.
Was soll ich sagen, es hat nicht lange gedauert, und die Gefühle waren wieder da. Und diesmal wollte auch er eine Beziehung mit mir.
Da habe ich das erste Mal über die Zukunft meiner damaligen "Beziehung" nachgedacht - und war mir sicher, dass es niemals "was richtiges" werden würde - Erstens war er seeeehr viel älter und zweitens dauernd unterwegs, da er einer Band zugehörig war. Ich hab mich immer sehr wohl bei ihm gefühlt, und ich glaube auch, er hatte richtige Gefühle mich. Nur hatten wir unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft.
Unter sehr vielen Tränen habe ich dann Schluss gemacht, aber der Liebeskummer hielt nicht lange um ehrlich zu sein - Eine Woche später war ich mit meinem jetzigen Freund zusammen.
Die ersten zwei Monate waren natürlich wunderschön - Rosarote Brille halt. Aber ziemlich schnell fing es an, bergab zu gehen - vielleicht fiel zu dieser Zeit sogar schon der "Todesschuss".
Er hatte nämlich eine beste Freundin, und der Kontakt war sehr intensiv. Sie "war" sogar mal verliebt in ihn - aber als der Kontakt weniger werden sollte, ging die Hölle auf. Mein Freund war zwar erstmal damit einverstanden, aber als er sah, wie sie sich wehrte und auch wie verletzt sie war, war er ihr doch immer eher zugeneigt. Wir haben tausend Varianten versucht, jeder hat mal mit jedem geschrieben, alle zusammen getroffen, nichts hat geholfen.
Das hat mir alles sehr zugesetzt, ich bin sogar von zuhause raus geflogen (habe seitdem eine eigene Wohnung und der Kontakt zu meiner Mama ist wieder ok), Abi zwar bestanden, aber garantiert keine Bestleistung, und ich hab auch gar nicht mehr auf mein Gewicht geachtet. Ich sah dann wohl bald ziemlich genau wie früher aus - und daraufhin drohte mir mein Freund mit Schlussmachen. Irgendwann war es dann "ok, aber halt nicht mehr so viel Sex" - Mir kommen immer noch die Tränen, wenn ich daran denke, wie er mir sagte "Wunder dich nicht, wenn ich dich nicht anfassen will, du bist mir halt zu dick".
Nun ja, die Spirale ging halt immer weiter nach unten. Er machte mehrmals Schluss, kam aber immer wieder. Ich drohte nur damit, getraut hätte ich mich das niemals. Bis Oktober 2013. Wir hatten wieder Streit und ich sagte, ich müsste diese ganze Beziehung überdenken. Als ich sah wie gleichgültig er reagierte, hatte es bei mir Klick gemacht und ich zog die Trennung durch. Hatte ihn überall blockiert, seine Sachen weggeräumt, etc. Erstmal fiel es natürlich schwer, aber im Endeffekt ging es mir besser.
Einen Monat später meldete er sich wieder (wo das Schlupfloch war, weiß ich gar nicht mehr). Der Kontakt zur besten Freundin würde sofort abgebrochen werden, wenn ich wieder mit ihm zusammen komme. Ich konnte da halt nicht "widerstehen" und hab zugesagt. Erstmal war wieder alles gut.

Das war dann wohl ein entscheidender Wendepunkt in unserer Beziehung. Während er sich seitdem permanent mehr zu mir wendet, habe ich seitdem große Zweifel und werde immer wieder von diesen "alten Dämonen" eingeholt. Ich konnte ihm alles, was passiert ist, nie wirklich verzeihen. Da hatte sich das Blatt sozusagen gewendet - Jetzt bin ich diejenige, die immer Schluss macht und dann doch zurück kommt. Er hat seitdem nicht einmal "versucht", die Beziehung zu beenden - im Gegenteil, er versucht wirklich immer alles, um die Beziehung zu retten.
Wir haben es dann auch mit einer Paar-Therapie versucht (auf seinen Vorschlag hin), aber wirklich was gebracht hat es nicht. Im Endeffekt hieß es halt "Du musst ihm nun mal verzeihen - Das geht, wenn du wirklich willst". Ich mache der Therapeutin da keinen Vorwurf, was soll sie denn sonst sagen? Und ich denke auch, jede andere Therapie würde auf dasselbe hinaus laufen - Deswegen will ich keine mehr machen, auch wenn mein Freund die ganze Zeit darauf pocht.

Nun ist es im Laufe der Zeit immer schlimmer geworden mit mir, ich bin regelrecht depressiv geworden. Ich hatte zwar immer mal wieder Hoffnung, und mein Freund stieg auch immer mit ein, aber es hält halt nie. Das nimmt auch immer weitreichendere Ausmaße an, zB war ein Urlaub geplant, aber es kam nie dazu. Ging natürlich viel Geld flöten. Für mich persönlich ist die Tendenz genau gleich schlecht, Studium läuft immer schlechter, bei Freunden melde ich mich kaum (verlasse ehrlich gesagt eher selten die Wohnung), und das Abnehmen gelingt mir auch nicht mehr. Mein Freund hält sich da zum Glück ganz gut, er hat bald seine Weiterbildung fertig und auch noch regelmäßig Kontakt zu Familie und Freunden. Er hat vielleicht auch ein bisschen zugenommen, aber ganz so extrem wie ich natürlich nicht (und sein Gewicht stört mich nicht).

Ich hab auch alleine eine Therapie versucht nach dem Urlaubstermin. Erstmal war ich bei der Diakonie, da wurde eine schwere Depression "diagnostiziert" und eine richtige Behandlung empfohlen, doch als ich dann bei der Therapeutin saß, hab ich mich irgendwie nicht ernst genommen gefühlt. Keine Ahnung, vielleicht war es für sie irgendein übertriebenes Teenie-Geblubber.
Da ich aber meine zu wissen, was mir fehlt um glücklich zu sein (Studium + Diät schaffen), wollte ich mich mehr auf diese Dinge konzentrieren und bin nicht weiterhin zur Therapeutin gegangen. Es lief auch ganz gut, vor allem die Anfangszeit, als mein Freund dann noch zu mir gezogen ist.

Der Showdown war dann jetzt Mitte Dezember, also gerade mal 1 1/2 Monate nach seinem Einzug. Ich hatte immer das Gefühl, er fühlt sich nicht wohl hier und halt Kleinigkeiten (Töpfe falsch eingeräumt etc), Streit wegen Silvester usw. und dann schmiss ich ihn raus. Es gab großen Streit, er wollte nicht gehen, ich hab sogar versucht die Polizei anzurufen, er hat mir das Handy aus der Hand gerissen, wir haben uns so angeschrien dass der Hund gezittert hat etc etc. Er ist dann letztendlich nachhause zu seinen Eltern gefahren und erst paar Tage später wiedergekommen.
Für mich wäre dann wieder alles gut gewesen - So bin ich die ganze Zeit. Einen Tag liebe ich ihn über alles, den anderen Tag hasse ich ihn wie die Pest.
Jedenfalls wollte er nochmal über das Geschehene sprechen (verständlich), und dabei haben wir uns so hochgeschaukelt, dass wir statt alles zu klären einen Termin für den Auszug vereinbarten.
Einen Tag nachdem die Möbel weg waren, vermisste ich ihn total und schrieb ihm ob er wieder zu mir ziehen würde, wenn ich einen Termin bei einer Therapeutin mache und das auch durchziehe. Als er dann ja sagte, musste ich erstmal losheulen. Ich hab ihm so viele schlimme Sachen an den Kopf geworfen und trotzdem würde er mir verzeihen. Ich wünschte ich könnte das auch.

Ja und jetzt sitze ich hier und bin verzweifelt. Ich hatte gehofft, es würde wie im Oktober '13 sein, dass eine Trennung wie ein "Befreiungsschlag" funktioniert. Aber so ist es nicht mehr, eben weil er sich so ins Positive für mich verändert hat. Aber wenn ich mit ihm zusammen bin, kommt über kurz oder lang immer das Geschehene wieder hoch und es tut weh wie am ersten Tag. Ich kann ihm jetzt zum Beispiel nicht mehr glauben, dass er mich schön findet, und das sagt er mir jetzt sehr oft. Kann ein Mensch seine Präferenzen einfach so ändern? Erstmal wegen dem Gewicht Schluss machen wollen, und plötzlich bin ich die Schönste in seinen Augen?
Ich habe irgendwie Angst davor, dass ich für ihn nur zweite Wahl bin.
Oder ich raste wegen Kleinigkeiten total übertrieben aus und hab danach nicht mal den Schneid mich zu entschuldigen.
Aber es gibt halt auch wirklich sehr sehr schöne Dinge bei uns, wir ticken was Humor und (einige) Hobbys angeht total gleich und ergänzen und sehr gut.

Wir haben uns nach dem Knall auch wieder getroffen und es war wieder einigermaßen schön - Einigermaßen, weil ich mittendrin ein Down hatte und wollte, dass er geht. Zum Glück hat er das nicht getan, denn es wurde (wieder) ein sehr schöner Abend.
Wenn es nach ihm ginge, würden wir weiter zusammen sein und eine Therapie zusammen beginnen (er selbst macht schon eine), oder ich soll alleine eine machen. Zusammen ziehen wohl erst wieder, wenn die Möglichkeit einer größeren Wohnung besteht - Wahrscheinlich im Sommer, da er da anfangen wird zu arbeiten.
Er hat selbstverständlich schon mit seiner Therapeutin über mich und den Auszug gesprochen, und der Verdacht liegt bei einer manisch depressiven Störung. (Natürlich keine richtige Diagnose). Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Aber ich glaube daraus zieht er Kraft, weiterzumachen - er sieht mich halt als krank an. Aber er wird sich glaube ich ohne Therapie auf nichts "Großes" mehr einlassen.
Und wenn es nach mir geht ... Ich weiß es nicht. Am liebsten hätte ich ironischer weise, dass er wieder hierhin zieht. ("Insanity is doing the exact... same fucking thing... over and over again expecting... shit to change... That. Is. Crazy." ) Wie gesagt, wenn ich eine Therapie mache glaube ich sogar, er würde sich dazu bereit erklären - Aber da ist halt noch die Sache mit seinen Eltern, da ist mir nämlich mittlerweile alles super peinlich. Sein Papa hatte ja zum Beispiel beim Abbau geholfen, gerade als hier ein absoluter Saustall war (depressive Phase, keine Lust zum Aufräumen). Also nicht nur da ein Tellerchen hier ein Tellerchen ... Ein RICHTIGER Saustall. (Mittlerweile beseitigt).
Und seine Mama weiß zB wie unzufrieden ich mit meinem Körper bin, das ist mir auch peinlich.
Und wegen einer Therapie sträube ich mich, weil ich halt das Gefühl hab ich geh wegen paar Wehwehchen dahin. Und ich glaub auch nicht wirklich, dass es was bringt bzw hab nicht die Motivation, nach der/dem Therapeuten zu suchen, bei dem ich mich wohl und ernst genommen fühle (war ja jetzt schon bei 4 verschiedenen).
Es ist so ein Durcheinander in meinem Kopf, ich weiß überhaupt nicht was ich will bzw tun soll.
dramamaedchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2016, 23:54 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo dramamaedchen, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 15.01.2016, 08:31   #2
HW124
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Beiträge: 9.450
Streiche erstmal das Thema Beziehung aus deinem Kopf und widme dich endlich mal deinen eigenen Problemen.
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2016, 09:01   #3
Dr. Grey
Moderator a.D.
 
Registriert seit: 08/2006
Ort: mit Ausblick
Beiträge: 17.105
Vorgeschichte:

http://www.lovetalk.de/probleme-in-d...it-der-ex.html
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Alt 15.01.2016, 10:53   #4
JohnDoe87
Special Member
 
Registriert seit: 08/2014
Ort: Königreich Bayern unter Kronprinz Maigus I.
Beiträge: 2.675
Dein Name ist Programm, oder?
JohnDoe87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2016, 12:01   #5
Barney84
Member
 
Registriert seit: 10/2014
Ort: Frankfurt
Beiträge: 343
Du brauchst keinen Therapeuten... Du musst dich nur mal hinsetzen und dich ernsthaft hinterfragen, was du wirklich willst.

Deine Beziehung zieht dich runter weil er nicht der richtige ist, selbst wenn es nur wegen eurer verkorksten Vergangenheit ist. Mach Schluss und halte es auch durch. Und mach ihm klar, dass du mit ihm nie wieder zusammen sein willst... Ob er es dir glaubt ist zwar fraglich aber halte es einfach durch.

Dann zieht dich dein Körper runter... Such dir 3 Tage in der Woche an denen du ins Fitnessstudio gehst und zwinge dich beim einkaufen auf fette Sachen zu verzichten... Ne spezielle Diät braucht es dann gar nicht.

Wenn du dich, was die beiden Sachen angeht besser fühlst, läuft auch das Studium oder was auch immer du gerade machst besser.

Ab dann wirst du glücklich sein.

Du bist nicht krank, du hast nur zu viele Altlasten die dich runter ziehen.

Und was hw124 sagte ist richtig... Streiche erstmal das Thema Beziehung... Für mindestens 6 Monate, bis du dich wirklich dauerhaft besser fühlst.
Barney84 ist offline   Mit Zitat antworten
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