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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 03.03.2016, 23:05   #1
migno
Junior Member
 
Registriert seit: 03/2016
Beiträge: 43
Ist er geizig? Reicht es trotzdem für eine gute Freundschaft?

Hallo Zusammen,

bevor ich beginne zu erzählen, möchte ich euch bitten mich nicht auseinander zu nehmen und nicht zwischen den Zeilen zu lesen.

Ich möchte nicht verwöhnt rüber kommen oder als eine, die sich gern aushalten lässt. Denn das ist ganz und garnicht der Fall.

Ich hatte bis letztes Jahr eine lange Beziehung mit meinem damaligen Freund, den ich sehr liebte und für ihn alles tat. Leider nahm er das mit der Treue nicht sehr ernst. Es kam dann zur Trennung. Es war eine ganz üble Trennung. Die Art und Weise wie er mich behandelte war jenseits von Gut und Böse.. aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war ich traumatisiert von seinen Taten aus den ganzen Jahren und wollte erstmal keine Beziehung mehr zu einem Mann haben.

Sechs Monate später bekam ich plötzlich eine Anfrage über FB. Ich kannte ihn nicht und ignorierte ihn einen Monat lang. Irgendwann war ich dann dich neugierig und schrieb dem unbekannten.
Es entstand ein Smalltalk, irgendwann waren wir dann auf FB befreundet.

Ich war schon etwas angetan, aber sehr vorsichtig.
Er ging aber sehr sensibel an die Sache ran und das gefiel mir.
Er fragte mich nach ein paar Wochen, ob wir mal was trinken gehen könnten und ich willigte ein. Allerdings hatte ich ein Urlaub mit einer guten Freundin geplant und war erstmal weg. Danach war ich beruflich verplant. So musste er sich noch weitere zwei Monate gedulden, aber er machte keinerlei Druck und verstand mich voll und ganz.

Dann kam es auch zum ersten Date, alles war super schön, wir kamen zusammen und ich genoss die Zeit mit ihm.
Endlich ein Mann, der respetvoll und zärtlich zu mir war. Empathisch und liebevoll zugleich.
Ich dachte, ich hätte meinen Traummann gefunden.

Naja und dann ging es stetig bergab und ich verstehe nicht, ob ich einfach zu blind war, oder er zu gut getarnt oder ich zu viele Erwartungen habe?

Es fing damit an, dass er am Anfang immer bei mir war. Das war auch für mich sehr gut so und so kochte ich mehrfach bei mir was für uns.
Am Anfang tat ich das auch gern, einfach weil ich sehr gern gebe und gutes Essen liebe.
Er nahm das auch immer dankend an.

Nachdem er dann insgesamt fünf mal gut zu abend gegessen hatte und auch mehrfach bei mir frühstückte, fing es aber an mich zu irgendwie doch zu nerven. Er brachte nie mal was mit zum Essen, es ging alles auf meine Kosten und das, obwohl er viel mehr Geld hat als ich (und das auch wusste).

Jedenfalls war es total selbstverständlich mit einem riesen Hunger bei mir vorbei zu schauen, anstatt bei sich was zu essen und dann vorbei zu schauen.
Umgekehrt, wenn ich mal bei ihm war, bot er mir außer Leitungswasser nie mal was an.
Aber ich war diesbezüglich nicht irgendwie unzufrieden, weil ich einfach verliebt war und ihn mochte wegen seinen liebevollen Eigenschaften die ich bei meinem Ex immer vermisst hatte.

Erst als ich beobachtete das er sich ganz offensichtlich mit Absicht bei mir mit Hunger auftauchte, war es mir zu blöd. Da fing er dann an, sich essen mitzubringen und es sich bei mir warm zu machen. Aus der Höflichkeit heraus fragte er mich zwar, ob ich was abhaben wollte, aber es waren immer Sachen, wo er wusste das ich sie nicht essen konnte wegen einer Unverträglichkeit. Es wäre aber möglich gewesen etwas mitzubringen, was wir beids hätten essen können
Also es ist keine extrem komplizierte Unverträglichkeit und da er im Lebensmittelbereich arbeitet, kennt er sich sehr gut aus.

Irgendwann weckte er mich zweimal nachts, weil er Hunger hatte.
Beim zweiten mal riss mir dann der Geduldsfaden. Er hockte mitten in der Nacht im Bett und aß eine Banane, weil er nicht schlafen konnte. Die durfte ich ihm natürlich auch noch ans Bett bringen und morgens durfte ich ihn auch noch beten die schale die auf dem Boden lag (!) in den Biomüll zu werfen.

In dieser Zeit war ich auch einen Monat übergangsweise arbeitslos und musste von meinem dispot leben, weil ich keine Unterstützung bekam. Er hatte mir eigentlich seine Hilfe zugesichert, doch stattdessen fraß er sich trotzdem durch.
Auch das Wasser das ich mühevoll und ohne Auto zu mir schleppte, trank er ohne schlechtes Gewissen. Und zwar nicht nur mal ein Glas oder zwei, sondern immer eine ganze Flasche allein (1,5 l).

Ich finde es schlimm so drüber zu schreiben. Ehrlich, ich bin nicht geizig. Nein icj bin großzügig. Mache gern Geschenke usw. Aber er nutze es schon ganz schön aus.
Zum Beispiel gingen wir einmal in dieser Zeit was essen, als es ans bezahlen ging zögerte er total. Mir war das zu doof und ich bezahlte für uns und er nahm das einfach an, obwohl er wusste das ich total auf dem trockenen saß.

Mir ist durchaus bewusst, dasa ich selbst schuld bin und übernehme die Verantwortung für mein handeln! Trotzdem war ich irgendwie verletzt.

Dann hatte ich Geburtstag und zur gleichen Zeit war Weihnachten. Er wollte mit mir feiern, aber ich war deprimiert. Daher verbrachte ich beides allein. Er hatte wohl ein Geschenk für mich, doch gekriegt habe ich es auch danach nicht.

Ich beendete später das ständige essen bei mir und kochte seitdem ganz konsequent nichts mehr bei mir. Auch Frühstück gab es nicht mehr. Nicht einmal einen Kaffee.
Und ich sagte ihm wie bes*** ich sein Verhalten finden würde und das ich zwar gern gebe, aber eine Beziehung aus ein Geben u d Nehmen bestehe und ich das so nicht mehr mitmachen würde.

Das witzige war ja, dass ich ihm dabei ein Beispiel nannte und er es Wort wörtlich nahm!
Nehmlich das er doch wüsste das er bei mir übernachten würde, Brötchen oder so mitnehmen könnte. Einfach mal ein entgegenkommen.
Also brachte er tatsächlich am nächsten Abend trockene aufback Brötchen mit.
Der Rest durfte dann natürlich wieder auf mich gehen. Belag, Kaffee usw.

Ich habe wegen dieser Differenzen auch irgendwann Schluss gemacht. Insgesamt waren wir drei Monate zusammen.

Neulich wollte er noch mit allen Mitteln um mich kämpfen. Ich willigte ein mich mit ihm zu treffen. Er wollte sonntags frühstücken gehen.
Seitdem herrscht krieg.

Ich hatte an den beiden tagen zuvor eine Inventur von morgens bis spät abends und habe es nicht geschafft Geld bei meiner Bank abzugeben.
Sonntagmorgen schrieb ich ihm das ich noch zur Bank müsste, doch es war schon spät und er antwortete das ich zu ihm kommen sollte. Von dort aus wollten wir ins Restaurant.
In seiner Nähe gab es aber kein Automat.

Er wollte trotzdem essen gehen.
Ich machte ihm klar, dass ich aber kein Geld dabei hätte.
Er wollte immernoch frühstücken gehen. Da dachte ich, er wollte mich ausnahmsweise mal einladen, aber eigentlich wollte er was essen, während ich zugeschaut hätte.
Nach zehn Minuten sagte er dann genervt: "dann leihe ich es dir eben!".

Da war es dann für mich gelaufen. Ich beendete die Verabredung und lief weg.
Er bekam ein Wutanfall und tritt auf eine Mülltonne! So wütend habe ich ihn noch nie gesehen. Später hatte er mehrfach versucht mich auf mein Handy zu erreichen, aber ich ging nicht ran. Seitdem herrscht funkstille.

Er schrieb noch das es ihm leid täte, er hätte mir das Geld einfach geben sollen (ausleihen).

Übertreibe ich denn, wenn ich finde das er mich ruhig hätte einladen können?

Geändert von migno (03.03.2016 um 23:14 Uhr)
migno ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2016, 23:05 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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Alt 03.03.2016, 23:13   #2
migno
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 03/2016
Beiträge: 43
Entschuldigt die T9 Fehler und den langen Text.
Hoffe ihr liest ihn trotzdem.

P.S.: ich wollte noch fragen, ob eine Freundschaft denn überhaupt möglich ist.
Eigentlich habe ich ihn noch immer lieb und ich mag seine guten Eigenschaften. Mit den materiellen Differenzen komme ich aber nicht klar.

Gibt es da trotzdem noch Hoffnung für eine Freundschaft?
migno ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2016, 23:38   #3
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.891
Hallo migno,

ich denke, er (es) ähnelt deinem Ex (deiner Ex- Beziehung)
mehr, als du dir gerade eingestehen kannst. Du scheinst je-
mand zu sein, der vor allem deshalb gibt, weil er sich dabei
bereits eine Gegenleistung (materiell, imateriell) erhofft. Je-
mand also, der nur in Vorleistung geht, um dann "entschädigt"
zu werden. Oft hat das mit einem Mangel an gesundem Selbst-
wertgefühl zu tun. Zu weit daher geholt? Nein, versuche es
mal aus dieser Perspektive zu sehen: Jemand, der glaubt, dass
er nicht so viel an "Liebenswürdigkeit" zu bieten hat, gibt sich
eben deshalb gern nach außen hin großzügig, um den anderen
für sich zu gewinnen und in eine Gegenleistungspflicht zu brin-
gen. Das geschieht meist unbewusst, soll aber zur "Verbin-
dung" führen und die eigenen Defizite kompensieren. Dabei
gibt (opfert) man oft dann auch mehr, als ein Außenstehender
das noch für "gesund" betrachten würde. Nicht selten endet
das auch in einer ständigen Selbstaufopferung, gepolt an die
unbewusste Erwartung, dafür entschädigt werden zu wollen (z.B.
eben durch Zuneigung, Aufmerksamkeit, Bestätigung usw.).

Gesellschaftlich betrachtet hat das auch ein bisschen mit der
alten Erziehung von Mädchen hier in Deutschland zu tun, wo-
nach Mädchen immer brav, artig, bescheiden und ruhig zu sein
hatten, während Jungs eher egoitisch, draufgängerisch usw.
sein durften und es als "männlich" angesehen worden ist, wenn
diese sich das beste Stück greifen und sich viel mehr erlauben
durften (im "Danebenbenehmen") als eben Mädchen. Dann be-
nehmen sich so erzogene Mädchen später auch immer fein brav,
um geliebt zu werden und wundern sich dann, wenn sie auf das
Gegenteil stoßen. Es wär also sinnvoll, sich auch ohne diese
Dienstleistungsmentalität für liebenswert zu erachten und eben
auch mal egoistisch nach dem besten Stück greifen zu wollen,
ohne deshalb gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Davon zu unterscheiden sind jene Leute, die wirklich gern et-
was geben, weil sie davon genug übrig haben und jemanden
einfach eine Freude machen wollen oder wollen, dass der Gast
sich z.B. einfach wohlfühlt. Der Unterschied dabei liegt darin,
dass man hier weder eine Gegenleistung für erwartet, noch
über ein "ungesundes" Maß hinausgehen würde. Also man wür-
de sein Gebenwollen einzig auf das beschränken, was dafür
tatsächlich zur Verfügung steht. Zeit gibt man so z.B. auch,
wenn man einem Freund, der Probleme hat, u.a. zuhören oder
helfen mag. Aber, wenn man eben gerade keine Zeit zur Ver-
fügung hat, dann opfert man sich hier nicht auf, nur um den
Freund/ Partner diese zu geben.

Ich denke, du musst für dich dringend lernen, nur dann et-
was zu geben, wenn du das wirklich gern tun willst, ohne
dafür eine Gegenleistung zu erwarten und du dich gesund ab-
grenzen kannst (um dich deswegen nicht aufzuopfern). Außer-
dem ist es eben immer schlecht, seinen Mangel an Selbst-
wertgefühl darüber zu kompensieren. Man muss nicht jedem
zu Gefallen sein wollen, nur um selbst gut anzukommen. Nein.
Und bei dir war schon relativ früh eine Grenze klar geworden,
wo du hättest eben auf dich achten müssen. Deine Vorhaltun-
gen hingegen halte ich für unberechtigt. Natürlich wird es im-
mer auch Leute geben, die das, was du so anbietest, auch mit-
nehmen werden. Aber es liegt allein an dir, dich hier eben ge-
sund abzugrenzen bzw. niemanden etwas nur anzubieten, um
selbst gut bei diesem stehen zu wollen.

Zitat:
Zitat von migno Beitrag anzeigen
Gibt es da trotzdem noch Hoffnung für eine Freundschaft?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Freundschaft zwischen
euch funktionieren würde. Aber, du könntest ihn durchaus als
Spiegel deiner eigenen Defizite betrachten. Um so unverschähm-
ter er in deinen Augen ist, um so deutlicher sollte dir sein, wo
deine eigenen Baustellen liegen. Das heißt, du kannst durch ihn
durchaus lernen, dich selbst besser zu behaupten, ohne dabei
sein Tun gleich als Böses zu betrachten. Er bringt dich weiter,
wenn du das willst und zulässt. Und vielleicht lernst du dadurch
irgendwann dir selbst zu genügen, so dass du nicht irrig glaubst,
jedem Mann überaus opferbereit zu Gefallen sein zu müssen, nur,
damit er dich gut findet und sich mit dir trifft.

Geändert von Lilly 22 (03.03.2016 um 23:45 Uhr)
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2016, 23:56   #4
migno
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 03/2016
Beiträge: 43
Hallo Lilly 22,

danke für deine Meinung. So hatte ich das noch nicht gesehen, bzw. ich hatte einmal ein Buch gelesen über das was du schreibst und nichtmehr daran gedacht. Es ging darin um den Spiegel seiner Defizite /Ängste usw. im Partner und darin die Chance zu sehen, sich selbst zu heilen.

Eines muss ich aber korrigieren. Ich habe die ersten beiden male sehr sehr gerne was gekocht und auch das Frühstück gemacht, ganz ohne eine Gegenleistung zu etwarten.
Aber in dem Moment, indem ich bemerkte das es ausgenutzt wurde, war es nicht mehr so.
Das Problem war eben, dass er immer mit Hunger zu mir kam und das war abends, wenn ich zu abend essen wollte. Da tat ich das dann aus einem "Peinlichkeitsgefühl" heraus. Er war mein Gast und ich konnte ihn schlecht zuschauen lassen.

Aber du hast natürlich recht und ich bin selbst dafür verantwortlich.
Ich weiß das auch und habe daraus gelernt.
migno ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 00:02   #5
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.891
Hallo migno,

Zitat:
Zitat von migno Beitrag anzeigen
Da tat ich das dann aus einem "Peinlichkeitsgefühl" heraus. Er war mein Gast und ich konnte ihn schlecht zuschauen lassen.
wie hat sich dieses "Peinlichkeitsgefühl" denn konkret geäußert?
Und, was hättest du anders tun können?

Hast du ggf. ähnliche Konstrukte, bei denen du unbewusst doch
gleich funktionierst, wenn es um zwischenmenschliche Beziehun-
gen geht?

Auch du darfst mal egoistisch sein und dann eben sagen, er soll
erst nach dem Abendessen kommen bzw. isst du dann eben halt
schnell auf, ohne schlechtes Gewissen.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 00:18   #6
migno
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 03/2016
Beiträge: 43
Ja das kann ich ohne groß zu überlegen sagen.
In der Familie gab es jemand und ich durfte nie Kind sein. Ich musste versorgen, trösten, den Haushalt erledigen. Es wurde zwar nie erwartet, aber ich machte es eben. Tat ich es nicht, wurde ich beleidigt, geschlagen usw.

Aber das ist ein heikles Thema und ich möchte da lieber kein Fass aufmachen, weil ich an Traumata leide und da ganz schnell wieder was hochkommen kann.

Zum Peinlichkeitsgefühl war das so: Die gesamte Situation war noch frisch, ungewohnt. Man kannte sich noch nicht. Wir wollten möglichst viel Zeit nach der Arbeit zusammen verbringen.
Als ich wieder Arbeit hatte, fuhren wir gemeinsam zu mir oder er war zehn Minuten später bei mir.
Ich hatte Hunger und er wieder nichts gegessen. Es wäre mir irgendwie peinlich gewesen, wenn er mir hungrig zugeschaut hätte. Anderseits rede ich hier von einem 28 jährigen Mann, nicht von einem Kind.

Im allgemeinen hatte ich mit der Zeit immer mehr das Gefühl die Mutterrolle bei uns zu haben. Anstatt die Partnerrolle. Übrigens auch etwas, was ich von früher kenne.

Eine andere Frage: wie hättest du denn i einer solchen Situation konkret reagiert? Ich habe da so garkeine Ahnung was richtig und was falsch ist.
migno ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 00:29   #7
migno
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 03/2016
Beiträge: 43
Mir fällt noch ein das ich ihm auch unter anderem mal sagte, er solle nach dem Abendessen bitte erst kommen und damit war er nicht begeistert. Er sagte: "na wir können doch gemeinsam was essen." Tja, nur leider immer auf meine Kosten.

Ich unterstelle ihm nichtmal was böses, vielleicht ist er es auch anders gewohnt?
Während ich mir alles selbst erarbeiten musste im Leben und oft nichts hatte (wertschätze das Leben und Hilfe dafür umsomehr), hat er eine Wohnung geerbt, muss nur Nebenkosten bezahlen, hat eine große Family usw. und sieht vieles als selbstverständlich an.
migno ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 06:48   #8
HW124
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 10.099
Ich hätt ihm glatt gesagt: wenn du Hunger hast, dann lad uns doch zum Essen ein.

Ich finde sein Benehmen grob unhöflich, der wäre bei mir keine 3x zu Gast gewesen, zumal er dich ja anscheinend bei sich zu Hause nur wenig gastlich behandelte.
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 09:46   #9
Rana
Member
 
Registriert seit: 08/2010
Beiträge: 300
Der Mann ist ein Schmarotzer. Ich möchte den nicht haben.

Falls Du aber weiterhin mit ihm befreundet bleiben möchtest, richte mit ihm eine gemeinsamme Kasse ein für Ausgang und Lebensmitteleinkauf. Ist zwar lächerlich, aber anders legst Du drauf.

Geld ist zu Beginn einer Partnerschaft immer ein heikles Thema.

Ich musste bei meinem Partner anfangs kämpfen auch mal was zu bezahlen. Ich verdiene selber Geld, es geht mir nicht schlecht und so bestehe ich auf einer fairen Verteilung.

Sparsamkeit ist eine gute Sache, Geiz ist krankhaft. Ich kenne einen Banker der lässt in Hotels Toilettenpapierrollen mitlaufen, es scheint ihm eine diebische Freude zu bereiten wenn er sich mit seinem "Diebesgut" ein paar mal umsonst den Hintern abwischen kann.

Rana
Rana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 09:51   #10
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.642
Seid ihr knapp an Geld?

Daß (z.b.) eine Flasche Mineralwasser finanzielle Diskussionen auslöst, ist mir noch nie begegnet.
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 09:51 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey PIcasso1989,
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