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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 22.03.2016, 00:26   #1
Snape
Junior Member
 
Registriert seit: 11/2010
Beiträge: 16
Will ihn trotz allem zurück:(

Mir geht es seit Wochen richtig beschissen, weil mein Freund nach fast 3 Jahren Schluss gemacht hat.
Wir hatten schon immer so unsere Höhen und Tiefen in der Beziehung, weil er oft kifft und mich deswegen dann linksliegen gelassen hat. Auserdem ist er null Kompromissbereit, was in einer Bezihung ja schon nötig ist.

In letzter Zeit haben wir uns auch wieder viel gestritten, weil er auch ziemlich gestresst von seinen Prüfungen in der Uni war und statt sich wirklich hinzusetzen und zu lernen angefangen hat wieder mehr zu k.. Wenn ich dann zu ihm gesagt habe, ob er es jetzt nicht mal für wichtiger halten würde zu lernen, war er natürlich sauer auf mich. Was ich ihm nachhinein auch nachvollziehen kann und sehr bereue. Im Endefekt hat er dann keine einzige Prüfung geschrieben, aber muss diese jetzt alle nächste Woche nachschreiben.

Auf jeden Fall war der ausschlaggebende Grund für unseren Streit, dass wir uns schon seit Tagen nicht gesehen hatten, weil ich auch ein paar Tage zuhause war. Als ich wieder da war, wollte er lieber zu seinem Freund gehen der auch sehr viel kifft. Er hatte mir aber versprochen, dass wir un am nächsten Tag sehen und zusammen kochen. Ich hab mich dann den ganzen nächsten Tag gefreut ihn Abends zu sehen, aber als ich ihm dann am abend geschrieben habe, ob wir jetzt inkaufen sollen, hat er gesagt dass er keinen Bock hätte und lieber alleine bei sich "relaxen" will. Ich war natürlich total enttäuscht und bin dann zu ihm in die Wohnung gelaufen, wo wir uns weiter gestritten haben. Er hat mir auch gesagt, dass er nie vor hatte sich mit mir zu treffen, sondern es nur gesagt hat damit ich zufrieden bin. Ich hab füchterlich geweint, weil ich gar nicht an ihn ran gekommen bin. Er ist dann einfach gegangen und hat mich weinend in seiner Wohnung sitzen gelassen. Haben dann über whatsapp noch gestritten. Am nächsten Tag hat er mir geschrieben, dass er nicht weiß was er jetzt machen soll. Er würde mich lieben und sich nicht trennen wollen, aber er wüsste nicht wie es mit uns weiter gehen sollte, weil wir uns immer wieder über das gleiche streten würden. Also eigentlich immer über das k.. Er hat mich auch schon sehr oft dewegen belogen.

Dann war erstmal Funkstille. Ich hab ihm irgendwann geschrieben ob er es eigentlich fair finden würde, sich einach nicht mehr bei mir zu melden und ob wir nicht vielleicht mal reden sollten. Er hat mir dann auch nochmal gschrieben, dass seine Gefühle für mich nicht weg sind und dass er mich auch vermisst, aber er nicht weiß wie wir weitermachen sollen. Haben dann paar Tage später "geredet". Eigentlich hat er mir einfach nochmal persönlich gesagt, dass es aus ist. Er hat gesagt, dass es ihm total schwer fällt und er selber nicht weiß ob es die Richtige entscheidung ist und dass er eigentlich schon fand, dass wir gut zusammn gepasst haben. Und bevor ich wirklich versuchen konnte eine Lösung mit ihm zu finden hat er gesagt, dass er lieber jetzt geht. Hab ihm gesagt, dass er dann doch sagen soll, dass er mich nicht mehr liebt, aber er meint so wäre es ja nicht.

1 Woche später hat er mir meine ganzen Sachen gebracht die bei ihm in der Wohnung waren und hat wieder gesagt wie schwer es ihm fällt. Ich wollte nochmal mit ihm reden, aber er meinte, dass er das jetzt nicht will, aber dass wir das nochmal machen können. Habe ihn auch gefragt, ob er leiber ohne die Frau lebt, die er liebt und er meinte darauf "Natürlich nict".

Haben jetzt gar keinen Kontakt mehr, aber gestern haben wir uns bei einem Wohnungsumzug gesehen. Er sah auch sehr traurig aus. Als er mich gesehen hat, hat er kurz gelächelt und hallo gesagt. Später hatte ich auc das Gefühl er hätte Tränen in den Augen. :?
Ich würde so gerne nochmal mit ihm reden, dass ich uns nicht aufgeben will und um uns kämpfen will. Ich hab in letzter Zeit auch viel nachgedacht, was ich vielleicht auch anders machen könnte. Aber er ist gerade auch voll gstresst wegen den Prüfungen, die er ja jetzt alle nachschreiben muss. Ein Freund von ihm, hat mir auch erzählt, dass er noch an mir hängt, aber grad nicht weiß wo ihm der Kopf steht, weil er auch angst hat die Prüfungen nicht zu schaffen
Ich versteh sein ganzs verhalten nicht, wenn es in auch so traurig macht, hätte er ja nicht schluss machn müssen. Ausedem müsste es ihm ja dann jetzt eigentlich besser gehen. Das ganzen ist ja jetzt schon ein paar Wochen her.
Nachdem wir jetzt seit fast 2 Wochen nicht geschrieben haben, hat er mir heute gschrieben, um mich was wegen einem Job im Museum zu fragen, wo wir neben dem Studium beide arbeiten. Ich Frage mich, warum er genau mich fragen musste und nicht jeden anderen, der auch auch dort arbeitet. Hab ihn das auch gefragt und dann war er irgendwie pampig und meinte:"Sorry das ich dich gefragt habe".
Aber er kann ja nicht nach so kurzer Zeit denken, dass wir jetzt einen normalen Umgang miteinander haben können
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Alt 22.03.2016, 00:26 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Snape, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 22.03.2016, 06:58   #2
Paradigma
Weisheit in Tüten
 
Registriert seit: 11/2010
Ort: östlich von Westfalen
Beiträge: 4.991
Schau mal - du bist ein paar Tage weg, und dein Freund freut sich nicht genauso wie du darauf, dich zu sehen, sondern relaxt lieber allein auf der Couch?

Da gibts eigentlich nichts mehr zu klären. Warum sollte er diese Beziehung aufrecht erhalten, und wieso solltest du hinter jemandem herlaufen, der dich nicht mehr als Freundin will - aber sicher traurig ist, weil er dich verletzt hat und sich in seiner neuen Single-Rolle noch nicht so wohl fühlt.
Paradigma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 07:10   #3
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 9.442
Was erwartest Du von einer Beziehung mit einem Dauerkiffer?
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 08:02   #4
Kronika
Special Member
 
Registriert seit: 08/2010
Ort: RLP
Beiträge: 4.169
Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Wenn ich dann zu ihm gesagt habe, ob er es jetzt nicht mal für wichtiger halten würde zu lernen, war er natürlich sauer auf mich. Was ich ihm nachhinein auch nachvollziehen kann und sehr bereue. Im Endefekt hat er dann keine einzige Prüfung geschrieben
Versuch nicht, jetzt auf einmal alle Fehler bei dir selbst zu suchen. Du hattest ja eigentlich vollkommen recht mit deiner Aussage, auch wenn er das nicht gerne gehört hat. Du bereust vielleicht dass es Streit gab, aber deine Ansicht dazu ist nachvollziehbar. Er verhält sich wahlweise wie ein Süchtiger oder wie ein motziges Kleinkind.
Er ist nicht bereit das Kiffen einzustellen oder zumindest stark zu reduzieren, bekommt letztlich dadurch sein Leben schon nicht mehr auf die Reihe, behandelt dich gleichgültig und ihr habt darüber andauernd Streit. Da sehe ich keine Basis.

Auch wenn es weh tut: Es ist am wichtigsten für dich, dass du beginnst, die Trennung zu akzeptieren und versuchst nach vorne zu schauen. Du wirst jemanden finden, der besser zu dir passt und dir in der Beziehung mehr zurück gibt.
Am besten ist es, wenn du Kontakt zu ihm vorerst komplett meidest. Denn dass er dir z.B. sagt wie schwer ihm das alles fällt, weckt nur neue Hoffnungen in dir, dass er zurück kommen wird. Gleiches gilt für Gespräche mit seinen Freunden darüber dass er noch an dir hängt etc. Das ist nicht gut für dich, weil darauf weitere Enttäuschungen folgen werden, wenn er eben nicht zurück kommt. Natürlich ist er auch irgendwo traurig. Ihr wart immerhin 3 Jahre zusammen. Aber dennoch hat er sich von dir getrennt. Und zwar weil er nicht bereit war seine Probleme anzugehen damit eure Beziehung eine Chance hat.
Kronika ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 08:31   #5
Matze1985
Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Ort: Sachsen
Beiträge: 5.516
Er liebt dich nicht so, wie das Kiffen.

Berechtigte Kritik wird als störend empfunden...und dann heißt es bestimmt "Du hast mich so genervt, jetzt konnte ich keine einzige Prüfung schreiben"

Du wirst solche Kämpfe immer wieder ausfechten, wenn die Beziehung wieder da wäre.
Willst du das wirklich?
Matze1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 18:32   #6
Snape
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 11/2010
Beiträge: 16
@Paradigma: Leider hat er sich oft so verhalten. Er hat das kiffen immer über uns gestellt. Wenn er mal wieder hart am kiffen war, hatte er keinen bock mich zu sehen und als es dann wieder weniger geworden ist, war er plötzlich wieder total anhänglich und alles. Also lag es eher nicht an seinen Gefühlen. Ich gaub nicht, dass er überhaupt realisiert, dass er mich verletzt hat. Er macht sich nicht so tiefgründige Gedanken.

@HW124: Ja so im nachhinein werde ich auch sicher keine Beziehung mehr mit einem Kiffer führen! Aber am Anfang der Beziehung war die Liebe natürlich noch riesig. Da hat er dann auch gesagt, dass er die kifferei lässt, wenn ich dabei bin, weil er ja wusste wie ich dazu stehe. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt hat er einfach gesagt, es interessiert ihn nicht mehr, was er mit mir abgemacht hat. Er macht was er will und entweder ich akzeptiere es oder ich hätte eben Pech gehabt. Wahrscheinlich hätte ich da schon den Absprung machen sollen, aber es ist auch immer wieder besser zwischen uns geworden, wenn er wenigr gekifft hat und deswegen hatte ich jedes Mal die Hoffnung das es jetzt wieder richtig gut wird

@Kronika: Ja es ist eigentlich schon blöd von mir jetzt alle Schuld bei mir zusuchen. Aber ich denk halt trotzdem die ganze Zeit, wenn ich jetzt vielleicht das und das nicht gemacht oder gesagt hätte, dann wären wir jetzt vielleicht noch zusammen. Aber es war wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis es dazu kommen musste. Bei ihm fehlt einfach der nötige Respekt und die Wertschätzung für mich. Es war immer eine Art Machtspiel mit ihm. Er hat mir manchmal aus heiterem Himmel, wenn wir im Bett lagen einfach nicht Gute Nacht gesagt, obwohl ich ihm gernen einen Gute Nacht Kuss gegeben hätte. Ich Durte mir dann immer anhören, dass er selber entscheidet wann er mir gute Nacht sagt und nicht wenn ich es will. Er kennt halt nur von zuhause, dass seine Mutter den Ton angibt und sein Vater alles tun muss. Er hat wahrscheinlich auch Angst, dass es bei ihm auch so werden könnte Er hätte eonfach alles dafür gegeben, dass unsere Beziehung nicht auseinander geht. Ich hätte auch nach einem Kompromiss für das Kiffen gefunden, aber er hat uns ja nicht mal die Chance gegeben Das ist echt traurig!

@Matze1985: Ja das Gefühl hab ich auch. Ich hab ihm das auch oft gesagt und jedes Mal hat er natürich gesagt das es Quatsch wäre. Aber es hatte immer so eine Zentrale Rolle in seinem Leben. Er hat auch gesagt, dass es ein Teil von seinem Leben wär. Ivh glaub ich habe ihn noch nie sagen hören, dass ich ein Teil von seinem Leben bin Haben auch übers zusammen ziehen gedacht. Er wollte das immer gerbe, aber dann kam von ihm auch gleich, dass er ein Zimmer zum kiffen will. Und das will er mir erzähen, dass es nicht wichtiger für ihn wäre als ich Klar er hat mich immer für alles verantwortlich gemacht! Nicht nur für mein Verhalten sondern auch für seins. Er meinte ich wäe selber Schuld, dass er mich schlecht behandln würde und anlügen würde, wenn ich das kiffen einfach akzeptieren würde, würde er das ja nicht machen. Dabei hab ich es immer hin genommen und ihn nie vor die Wahl gestellt: kiffen oder ich. Tut halt nur weh, dass von ihm kin bisschen Einsicht kommt Ich hätte mich manchmal auf den Kopf stellen können und trotzdem wäre es ihm nicht Recht gewesen. Aber ich finde es schon etwas Paradox zu sagen, dass er froh ist, dass ich nicht kiffe, weil er es sonst noch häufigr machen würde
Snape ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 19:58   #7
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.019
Hallo Snape,

ich kann es verstehen, dass du traurig über das Ende
einer langjährigen Beziehung bist, in der man Gemein-
samkeiten teilte, sich aneinander gewohnt hat usw.
usf. Allerdings denke ich, dass diese Trennung genau
richtig war und du dir dem bewusst werden solltest,
um es einfacher akzeptieren zu können. Hinzu kommt,
dass Trennung ja nicht gleichzeitig bedeuten muss,
den anderen nun für immer aus den Augen verlieren
zu müssen. Vielleicht schafft ihr es irgendwann mal
als gute Freunde besser.

Aber, nach diesen Feststellungen deinerseits:

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Wir hatten schon immer so unsere Höhen und Tiefen in der Beziehung, weil er oft kifft und mich deswegen dann linksliegen gelassen hat. Auserdem ist er null Kompromissbereit, was in einer Bezihung ja schon nötig ist. ...
frage ich mich schon, was konkret du darunter
verstehst, wenn du meinst, ihr würdet so gut
zusammen passen?

Hinzu kommt sicherlich, dass du ihm eher Mutter
bzw. Erzieherin gewesen bist und seine Unfähig-
keiten m.E. viel zu persönlich genommen hast.

Wo dein Freund eine stoffliche Abhängigkeit pflegt,
pflegst du diese m.E. auf emotionaler Ebene. Da
passt ihr zwar zusammen, da ihr euch darin er-
haltet. Aber ihr passt eben nicht auf einem gesun-
dem Niveau zusammen.

Wenn dich sein Kiffen bzw. die damit verbundenen
Charaterschwierigkeiten stören, hättest du m.E.
viel konsequenter handeln müssen, indem du ihm
z.B.klipp und klar erklärst, keinen Kiffer- Freund
haben zu wollen und er sich überlegen möchte, ob
er das einstellt bzw. seine Probleme von selbst an-
geht, da du ansonsten gehst. Dabei müsste es dir
allerdings grundsätzlich egal sein, ob er dich liebt
oder nicht und dir das bestätigt. Hier sehe ich näm-
lich dein eigenes Problem bei.

Du kannst offensichtlich keine gesunden Grenzen
setzen, da du auf eine Bestätigung deiner Liebens-
würdigkeit angewiesen bist und dich selbst aber
nicht als ausreichend liebenswert empfindest. Des-
halb bist du auch auf diesbezügliche Aussagen sei-
nerseits eher fixiert, als auf das, was er dir eigent-
lich antut bzw. auf das, wie er dich behandelt und
ob ihr überhaupt als Paar gesund miteinander funk-
tioniert. Denn was nützt es dir, wenn er sagt, er
liebe dich, wenn er sich dazu vorwiegend destruk-
tiv in der Beziehung verhält und du darunter lei-
dest?

Was nützt es dir, wenn sich wegen seiner Proble-
me und seines destruktiven Beziehungsverhaltens
alles nur um ihn, seine Probleme usw. dreht und
du ständig dem Gefühl verfällst, hier kämpfen bzw.
dich über jedes gesunde Maß hinaus aufopfern zu
müssen, selbst aber nicht auf deine "Kosten" zu
kommen? Nein, gesteh dir stattdessen lieber ein,
dass er bzw. diese Beziehung dir jedenfalls nicht
gut tut und du dich in dieser nicht weiterentwickeln
tust, weil du mit ihm auf der Stelle trittst!

Du hast das zum Teil schon erkannt, nur nicht die
richtigen Konsequenzen daraus gezogen und ihn
damit gleichzeitig vor jeder Veränderung auch sei-
nes Verhaltens bewahrt.

Denn, wär ihm eure Beziehung tatsächlich so wich-
tig, hätte er zumindest bei einer konsequenteren
Haltung mal darüber nachdenken müssen, was er
zum Positiven ändern könnte bzw. möchte.

Jetzt aber hat er vor allem vermutlich dein konse-
quentloses Herumerziehen und Herumnörgeln satt
und für sich selbst entschieden, dass er keine Mut-
ter bzw. Erzieherin braucht. Das wär i.d.R. auch
wenig sexy, obgleich es Männer geben mag, die da-
rauf abfahren. Was ich damit sagen will ist, dass
du für ihn nicht mehr als anziehende Frau existierst
und er sich deiner eh viel zu sicher sein kann, weil
du alles (trotz Szenen, die du ihm ab und zu machst)
herunter schluckst, hinnimmst und ihm dabei kein
Verlust vor Augen geführt wird, den er mit seinem
destruktiven Verhalten herbei führen könnte.

Ihr sagt demnach beide viel, ohne entsprechend zu
handeln. Wenn dich tatsächlich gewisse Dinge stö-
ren, weshalb setzt du dann keine Grenzen bzw. gehst,
wenn es dir reicht?

An deiner Stelle würde ich tunlichst an dieser, deiner
emotionalen Abhängigkeit arbeiten. Denn egal, ob ihr
wieder zueinander findet oder du einen anderen fin-
dest, so würdest du wohl erneut in eine Beziehung ge-
raten, die dir unterm Strich nicht gut tut und in der
du erneut keine Grenzen setzt, deine Selbstachtung
dabei flöten ginge.

Egal, wie du dich entscheiden möchtest, lass deinen
Ex-Freund jetzt aber erst einmal in Ruhe. Er soll sei-
ne Prüfungen ordentlich machen, damit er etwas hat
und mehr Selbstvertrauen entwickeln kann. Das ist
für ihn jetzt wichtiger. Gönne ihm das auch. So hat
er etwas Positives in seinem Leben, auf das er sich
besinnen kann. Eure Probleme könnt ihr später noch
angehen, sollte das dann noch im Raum stehen.

Lies dich derweil mal zu Co-Abhängigkeiten ein und
frage dich mal selbst, wofür du einen Freund brauchst,
der eben nicht so gut mitzieht und seine Dinge erle-
digt, wie du das beruflich ggf. tust. Überlege dabei
ggf. auch mal, ob du ihn ggf. unbewusst sogar auf
dieser Stufe halten willst oder weshalb du hier anson-
sten nicht konsequenter gewesen bist. Das ist nicht
böse gemeint, sondern lediglich zur Selbstreflektion.

Nur was einem bewusst ist, kann man ändern.

Geändert von Lilly 22 (22.03.2016 um 20:09 Uhr)
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 20:00   #8
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.019
Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Was erwartest Du von einer Beziehung mit einem Dauerkiffer?
Das sehe ich genau so! Allerdings befürchte ich, dass genau
die dahinter stehende Problematik gerade in diesem jungen
Alter oft noch zu sehr bagatellisiert wird, da es einfach an
einer gewissen Lebenserfahrung fehlt und man das ja nur
zur "Entspannung" tut, es ja auch so "cool" ist und XYZ das
ja auch alle so tun.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 20:08   #9
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.019
Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Aber am Anfang der Beziehung war die Liebe natürlich noch riesig. Da hat er dann auch gesagt, dass er die kifferei lässt, wenn ich dabei bin, weil er ja wusste wie ich dazu stehe. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt hat er einfach gesagt, es interessiert ihn nicht mehr, was er mit mir abgemacht hat. Er macht was er will und entweder ich akzeptiere es oder ich hätte eben Pech gehabt. Wahrscheinlich hätte ich da schon den Absprung machen sollen, aber es ist auch immer wieder besser zwischen uns geworden, wenn er wenigr gekifft hat und deswegen hatte ich jedes Mal die Hoffnung das es jetzt wieder richtig gut wird
Das ist ein sehr guter Beispieltext, den du durch jede
x-beliebige, stoffliche bzw. nichtstoffliche Droge er-
setzen kannst und was jeder Co-Abhängige so zunächst
einmal beschreiben würde, der solche Erfahrungen mit
einem süchtigen Partner gemacht hat.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 20:21   #10
Fischli >°}}}>><
süß-sauer mariniert
 
Registriert seit: 11/2012
Ort: Seeanemone
Beiträge: 4.650
Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Das ist ein sehr guter Beispieltext, den du durch jede
x-beliebige, stoffliche bzw. nichtstoffliche Droge er-
setzen kannst und was jeder Co-Abhängige so zunächst
einmal beschreiben würde, der solche Erfahrungen mit
einem süchtigen Partner gemacht hat.

Richtig. Das hier ist die Definition ganz platt aus Wikipedia:

Zitat:
Beispiele für Co-Abhängigkeit sind Arbeitskollegen, welche die trunkenheitsbedingten Minderleistungen eines Kollegen vertuschen und kompensieren, Familienangehörige, die den Suchtmittelkonsum finanzieren, oder Ärzte, die suchtbildende Medikamente ohne korrekte Indikation verordnen. Co-abhängiges Verhalten reduziert den Leidensdruck des Suchtkranken und verlängert so seine Krankheits- und Leidensdauer. Eine Co-Abhängigkeit kann in drei Phasen verlaufen:
  1. In der Beschützerphase erfährt der Suchtkranke besondere Zuwendung und Mitgefühl in der Hoffnung, er könne seine Sucht aus eigener Kraft überwinden.
  2. In der Kontrollphase übernehmen die Bezugspersonen die Aufgaben und Probleme des Süchtigen, wodurch sie die Sucht gegenüber dritten Personen verdecken.
  3. Die Anklagephase ist durch zunehmende Aggression und Verachtung dem Kranken gegenüber geprägt. Am Ende kann eine vollständige Hilflosigkeit der Co-Abhängigen entstehen.[2]
Es ist gut, dass du da jetzt draußen bist. Es ist gut, dass du dich damit auseinandersetzt. Und es ist jetzt ganz wichtig, dass du liebevoll mit dir selbst bist, dir Abstand verschaffst, dir Freude gönnst und dir Zeit gibst, das zu verarbeiten.
Vielleicht könnte dir auch eine Selbsthilfegruppe weiterhelfen wo du andere kennenlernst, die genau wie du mit Angehörigen durch diese schwierige Geschichte namens Abhängigkeit gegangen sind?

Such auf jeden Fall die Schuld nicht bei dir. Denn es geht nicht um Schuld. Deine Vorstellung eines gemeinsamen Lebens hat mit seiner nicht zusammengepasst wenn man es ganz unverblümt betrachten will. Denn in seinem Leben kamen Joints vor, in deinem nicht.

Alles Gute!!
Fischli >°}}}>>< ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 20:21 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Fischli >°}}}>><, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
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