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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 03.02.2023, 08:50   #51
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Zitat von tobi163 Beitrag anzeigen
und jetzt zu den anderen die meinen sie würden alles wissen und können jeden in eine Schublade packen!
habt ihr überhaupt ein herz? wisst ihr wie es sich anfühlt einen menschen den man über 11 Jahre täglich stundenlang gepflegt hat und liebt zu verlieren? ist es zu viel verlangt zu trauern? ich wünsche das keinem das er sowas erlebt!!! ihr habt absolut keine ahnung! man kann einen menschen den man solange um sich hatte nicht in 1 jahr vergessen aufgeben oder es einfach so easy hinnehmen. das leben kann grausam sein aber schön für euch das ihr sowas nicht erleben musstet! und daher Keine AHNUNG habt wie es mir ging / geht...
Bullshit. So viel zum Thema Schubladendenken.... da spielst Du gaaanz weit vorne mit. Gratuliere!

Zitat:
Zitat von tobi163 Beitrag anzeigen
für mich nicht da reis ich mir lieber den a**** auf und blamiere mich bevor ich garnichts mache und nicht um sie kämpfe!
Was ist Liebe wert, wenn man "kämpfen" muss? In meinen Augen gar nichts. Liebe entsteht, Liebe geht, aber Liebe erkämpft man sich nicht. Was ist es wert, jemanden zu bekehren, damit er bei Dir bleibt? Ich bevorzuge Menschen, die um der Liebe willen an meiner Seite sind..... freiwillig... ohne darum kämpfen zu müssen oder andere von mir überzeugen zu müssen. Liebe und Kampf haben gar nichts gemeinsam. Wer um Liebe kämpft, kämpft egoistisch für sich und sein eigenes Wohlergehen um seine eigenen Interessen zu wahren. Echte Liebe lässt dem Expartner Luft, Zeit und Freiraum um glücklich zu sein.
Jawoll77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2023, 09:04   #52
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Zitat von tobi163 Beitrag anzeigen
erstmal vielen dank an monochrom

und jetzt zu den anderen die meinen sie würden alles wissen und können jeden in eine Schublade packen!
habt ihr überhaupt ein herz? wisst ihr wie es sich anfühlt einen menschen den man über 11 Jahre täglich stundenlang gepflegt hat und liebt zu verlieren? ist es zu viel verlangt zu trauern? ich wünsche das keinem das er sowas erlebt!!! ihr habt absolut keine ahnung! man kann einen menschen den man solange um sich hatte nicht in 1 jahr vergessen aufgeben oder es einfach so easy hinnehmen. das leben kann grausam sein aber schön für euch das ihr sowas nicht erleben musstet! und daher Keine AHNUNG habt wie es mir ging / geht...

Zudem bin ich kein ********* ich war immer gut zu meiner Freundin ich war nur leider viel zu lange nicht so lieb und einfühlsam wie am anfang vor dem Todesfall und ich würde sogar mit ihr in die stadt ziehen weil ich sie liebe und ich dann auf meine wünsche etc verzichten würde auch wenn es wirklich nicht normal ist garkeine Kompromisse einzugehen vor allem da bei mir so viel an meiner Umgebung hängt und für sie lediglich die arbeit sonst nichts.

Ich sehe meine Fehler ein auch wenn ich der Meinung bin man muss unterscheiden ob man sich zwecks Charakter so verhält oder weil man etwas schlimmes erlebt hat und es ein Ergebnis des erlebten ist.

Ich bin weder ein Mamasohn noch herzlos im Gegenteil ich bin normalerweise viel zu herzlich ( sternzeichen fusche) und ich will sie nicht einfach aufgeben auch wenn das anscheinend immer so cool und ei fach ist ... für mich nicht da reis ich mir lieber den a**** auf und blamiere mich bevor ich garnichts mache und nicht um sie kämpfe!

Gerade, weil ich schon sehr viele Menschen, die mir nahe standen verloren habe, weiß ich, dass Trauer einen überwältigen kann, dass sie aber auch mal wieder etwas abflacht und dann nur phasenweise wieder aufbricht. Genau deshalb! Und was das Pflegen anbetrifft: mein Mann hat Krebs, demente Aussetzer und er leidet unter extremen Ängsten. Ich kann ihn mittlerweile so gut, wie nicht mehr alleine lassen. Auch das rausgehen ist schwierig. Wenn er ein paar Meter gegangen ist, kann er nicht mehr. Und mein erster Mann war auch krank. Den hab ich auch durch Tod verloren. Du brauchst also nicht zu denken, dass ich nicht weiß, wie es sich anfühlt, für andere da zu sein.

Meine Eltern sind verstorben, meine beiden Oma leben auch nicht mehr (die Großväter habe ich gar nicht gekannt) und ein Kind habe ich auch (noch im Mutterleib) verloren. Musst also nicht denken, dass ich diesen Schmerz nicht kenne.

Geändert von MiaMarietta (03.02.2023 um 09:16 Uhr)
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Alt 03.02.2023, 10:14   #53
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Zitat von Jawoll77 Beitrag anzeigen
Bullshit. So viel zum Thema Schubladendenken.... da spielst Du gaaanz weit vorne mit. Gratuliere!



Was ist Liebe wert, wenn man "kämpfen" muss? In meinen Augen gar nichts. Liebe entsteht, Liebe geht, aber Liebe erkämpft man sich nicht. Was ist es wert, jemanden zu bekehren, damit er bei Dir bleibt? Ich bevorzuge Menschen, die um der Liebe willen an meiner Seite sind..... freiwillig... ohne darum kämpfen zu müssen oder andere von mir überzeugen zu müssen. Liebe und Kampf haben gar nichts gemeinsam. Wer um Liebe kämpft, kämpft egoistisch für sich und sein eigenes Wohlergehen um seine eigenen Interessen zu wahren. Echte Liebe lässt dem Expartner Luft, Zeit und Freiraum um glücklich zu sein.
Das hat er noch nicht begriffen: Liebe ist etwas, das im Miteinander wächst. Aber nur von August bis November eine wunderbare Verliebtheit und dann so lange Zeit nur noch funktionieren zu müssen ... da wächst das nicht, da geht das kaputt. Er sollte dankbar sein, dass er eine solch treue Seele gefunden hatte, die so lange zu ihm hält und mal kapieren, dass sich die Welt nicht nur um ihn dreht. Andere haben auch Ihr Päckchen zu tragen und er ist nicht der Einzige, der einen Schicksalsschlag hinnehmen musste. Aber auch da sieht er anscheinend nur sich: anstatt der kranken Oma zu gönnen, dass sie nun nicht mehr leiden muss, geht er darin auf, wie furchtbar es für ihn ist. Und nach 11 Jahren, war es für sie wahrscheinlich ein „heimgehen dürfen“. Ich war in der Nacht, als meine Mutter starb, bei ihr. Auf die Frage, wie es ihr gehe, sagte sie: „Schon gut so“. Sie war auch schon lange sehr krank und für sie war es definitiv ein Wunsch, endlich erlöst zu werden. Aber es geht ja um ihn, nicht um die Oma! Und es geht auch nicht um die Freundin und das, was möglicherweise in ihr vorgegangen ist, sondern um ihn! Er überlegt sich überhaupt nicht, dass wir möglicherweise aus Frauensicht und mit etwas mehr Erfahrung betrachten und eventuell viel realistischer auf das Ganze schauen und als Außenstehende vielleicht auch einen anderen Blickwinkel darauf haben. Aber wer ihm den Bauch nicht pinselt ist raus und hat keine Ahnung, wie schlecht es ihm doch ging und geht. Hat er denn ein einziges Mal danach gefragt, wie es seine Freundin wohl gehen mag? Nein, sie ist die böse, nicht kompromissbereite, die nicht nachgibt, während er ja alles für sie tun würde. Dabei schreibt er selbst, dass sie mehrmals die Woche sehr lange Arbeitstage hat und registriert nicht, dass sie für ihn trotzdem auch zwei Jahre lang gefahren ist und tatsächlich !!! alles für ihn getan hat. Sie hat nämlich nicht geschwafelt, sie hat gehandelt! Und jetzt, wo er merkt, was für ihn verloren gehen könnte, jetzt sucht er nach Ausreden, damit er sein Verhalten zumindest etwas herunterspielen kann. Wenn es ihm tatsächlich um sie ginge, dann würde er sich überlegen, was könnte von all dem Genannten tatsächlich zutreffen und an welchen Stellen müsste er ihr zu verstehen geben, dass er verstanden habe. Die Freundin will doch keine roten Rosen, die will, dass er begreift! Aber dann geht es ja mal um die Freundin und nicht um ihn. Er verausgabt sich ja anscheinend schon, wenn er mal ein paar Tage etwas liebenswürdiger ist. Aber das ist ja auch eine Mega Anstrengung, wenn man doch mittlerweile ein ganz anderes Leben gewohnt ist. Und dann meint er noch, alleine das müsste ausreichend sein, die Freundin zu überzeugen.

Ich glaube, dass wenn er bei seiner Freundin je nochmal eine Chance bekommen sollte (ich glaube es nicht wirklich), dann muss er erst mal an seiner Egozentrik arbeiten und auch anfangen, danach zu fragen, wie es anderen mit und durch sein Verhalten ergeht und (schon in der Situation) zeigen, dass die Gefühle des anderen auch zählen. Sie will sich verstanden fühlen, nicht nur funktionieren müssen. Sie will, dass auch ihre Bedürfnisse zählen, nicht nur ihm seine. Und wenn sie eine Wohnung in dieser Entfernung haben wollte, dann hätte er sie vielleicht besser mal nach ihren Gründen dafür gefragt und nicht sofort hervorgehoben, dass er ja die viel besseren Gründe hat, zu bleiben, dass Mutter, Schwester und Bruder ja dort sind und er dort doch so sehr gebraucht wird, dass er seine Hobbys in der Stadt nicht ausüben kann und er, ach so schlimm, auch ab und zu alleine in der Wohnung dort sitzen muss. Ja kann er denn seine Zeit nicht ausfüllen? Und wenn die Freundin so lange arbeitet, wie wär‘s denn, wenn er sie dann mal mit der Hausarbeit unterstützen würde? Solche Dinge sieht er gar nicht. Nein! Es geht um ihn! Er müsste ja zu Hause sitzen und warten.


Aber er ist ja ein soooo liebevoller Mensch und all die anderen, die ihn tatsächlich auf die möglichen Probleme aufmerksam machen wollen, haben noch nichts erlebt und deshalb auch keine Ahnung.

Geändert von MiaMarietta (03.02.2023 um 10:32 Uhr)
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Alt 03.02.2023, 11:20   #54
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Zitat von tobi163 Beitrag anzeigen
habt ihr überhaupt ein herz? wisst ihr wie es sich anfühlt einen menschen den man über 11 Jahre täglich stundenlang gepflegt hat und liebt zu verlieren? ist es zu viel verlangt zu trauern? ich wünsche das keinem das er sowas erlebt!!! ihr habt absolut keine ahnung! man kann einen menschen den man solange um sich hatte nicht in 1 jahr vergessen aufgeben oder es einfach so easy hinnehmen. das leben kann grausam sein aber schön für euch das ihr sowas nicht erleben musstet! und daher Keine AHNUNG habt wie es mir ging / geht...
Hier muss ich auch nochmals nachfassen, da mich das ganze triggert... Ich habe meine Mutter 9 Jahre gepflegt, schlussendlich 3 Jahre Bettlägerigkeit mit Verlust der Körperfunktionen, da der Krebs in die Wirbelsäule und ins Gehirn gestreut hat. So viel zum Thema, dass hier ja alle (!) keine Ahnung haben. Und niemand vergisst hier seine Hinterbliebenen. Aber mal ehrlich, auch für meine Mutter war es eine Erlösung sterben zu dürfen. Bei Dir höre ich wirklich sehr viel Selbstmitleid raus. Als ob Dir der "Sinn des Lebens" genommen wurde. Trauer hat viele Facetten. Aber bei deiner Trauer habe ich auch ein bisschen das Gefühl, es geht nur um Deinen Verlust. Und nicht mehr zu trauern bedeutet nicht automatisch, dass man nicht mehr an diese Personen denkt. Das ist komplett falsch, falscher als falsch.

Was mich doch auch wundert, dass Du es grausam findest, dass jemand nach 11 Jahren Pflege stirbt. Wie gesagt, ich war dankbar, dass sie sterben durfte - ich fand die Jahre vorher eher grausam, das ganze Leiden, aber nicht den Tod - das war eine Erlösung für alle Beteiligten. Vielleicht kannst Du das ein bisschen mehr ausführen, warum Du empfindest, dass das Leben grausam ist?
Jawoll77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2023, 08:56   #55
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erstmal vielen dank an monochrom

und jetzt zu den anderen die meinen sie würden alles wissen und können jeden in eine Schublade packen!
habt ihr überhaupt ein herz? wisst ihr wie es sich anfühlt einen menschen den man über 11 Jahre täglich stundenlang gepflegt hat und liebt zu verlieren? ist es zu viel verlangt zu trauern? ich wünsche das keinem das er sowas erlebt!!! ihr habt absolut keine ahnung! man kann einen menschen den man solange um sich hatte nicht in 1 jahr vergessen aufgeben oder es einfach so easy hinnehmen. das leben kann grausam sein aber schön für euch das ihr sowas nicht erleben musstet! und daher Keine AHNUNG habt wie es mir ging / geht...
War das eigentlich ein Versuch, Schuldgefühle/ein schlechtes Gewissen herbei zu manipulieren!

Ich kann das lesen, so oft ich es will. Es stößt mir jedesmal wieder übelst auf. Nach 11 Jahren persönlicher, täglich stundenlanger Pflege, macht man nicht mehr so ein Theater um den Tod der Betroffenen. Mir ergeht es genau so, wie Jawohl. Bei meinem ersten Mann, (und ich habe mit Sicherheit sehr lange getrauert, manchmal sogar noch nach 25 Jahren), da war es auch so, dass zuerst mal die große Last der ständigen Ungewissheit abfiel. Und dann ist es einfach so ( oder sollte zumindest so sein), dass man dem Kranken die Erlösung von seinen Leiden auch zugesteht/gönnt. Da sieht man auch das! Und dann kann man mit dem Tod des kranken Menschen auch Frieden schließen. Dann trauert man zwar auch, aber nicht so, wie vom TE beschrieben. Und sollte das tatsächlich dennoch so zutreffen, dann hat der TE, meines Erachtens nach, guten Grund, mit psychologischer Hilfe, einiges, seine Vergangenheit betreffend, aufzuarbeiten. Denn dann liegt da etwas Beachtliches im Keller begraben. Das müsste sich der TE dann halt aber auch eingestehen. Ein bisschen sonderbar finde ich es nämlich schon, dass er lieber mit Mutter und Schwester in den Urlaub fährt, als mit der Freundin alleine in den Urlaub zu fahren. Ganz so Friede, Freude, Eierkuchen, wie der TE die Bindung zu seiner Familie darstellen möchte, scheint mir das nämlich nicht ganz zu sein. Auch, dass er hier noch so sehr von Bruder und Schwester gebraucht wird, finde ich seltsam. Das sind doch vermutlich auch schon erwachsene Menschen, die in der Lage sein sollten, ihr Leben eigenständig auf die Reihe zu bekommen.

@TE:
Hast du eigentlich jemals richtig um deine Oma geweint?

Könnte es eventuell möglich sein, dass es deinen Vater nicht mehr gibt und du versuchst, diese Lücke nun auszufüllen? Könnte es sein, dass du dich damit selbst überforderst und die Flucht in die Depressionen in Wahrheit eine Flucht vor dee niederdrückenden Verantwortung ist?

Geändert von MiaMarietta (04.02.2023 um 09:02 Uhr)
MiaMarietta ist offline   Mit Zitat antworten
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