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Du befindest dich im Forum: Probleme nach der Trennung. Du hast verlassen oder wurdest verlassen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz um? Gleichgesinnte und Verständnisvolle tauschen sich hier aus und geben Ratschläge für einen Neubeginn. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 07.01.2009, 22:57   #1
Tja
abgemeldet
Das verlorene ICH

Ein Schritt, ein markerschütternder Schnitt!
12 Jahre finden ihr Ende und die gemeinsame Zukunft versinkt in lautloser Schwärze.
Nicht überraschend, da schon tausende Male gefühlt, das Ende.

Die Erde dreht sich 105 Mal um sich selbst.
Mit ohrenbetäubender Stille.
Und es regnet Vergangenes.
Und es stürmt Hoffnung.

Bis zu den gefürchteten 4 Worten, transportiert durch diese so unendlich vertraute Stimme:

Ich habe einen Neuen…
(O-Ton: Ich habe einen Freund!)
(Gedachter Kommentar: Den hattest du auch schon die 12 Jahre zuvor - wenn du nur gewollt hättest!)

Tja!

Heute starte ich. Noch mal ganz von vorne. Und ich nehme euch jetzt mit. Weil ich irgendwie mehr Sinn darin sehe hier zu schreiben, als für mich ganz allein. Ich schreibe jetzt immer wenn mir danach ist einfach hier. Los geht’s.

*Einen langen Atemzug nehm*
*+ einen großen Schluck Tee*

Ich muss mich lösen!
Endlich für unendlich.
Der Stand: Mein Verstand: Besser so - das war keine Liebe!
Der Stand: Mein Herz: Versteinert - du hast sie verloren, die Liebe!

Tja!

Da sind Selbstzweifel.
Und Minderwertigkeit.
Und die bange Frage: Kann eine tolle Frau mich überhaupt lieben?
Wie toll muss ich sein?
Und die Frage: Bin ich toll?

Tja!

Toll sein - ja, das kann ich definieren. Aber dieses andere Wort "ICH"…
Diese Frage…
…der Zwang, jetzt auf mich selbst blicken zu müssen, der ist es, der mich so sehr quält. Ich kenne mich nicht (mehr). Ich habe das gefühlte Ende einfach zu oft verdrängt und mich dabei schließlich verloren - irgendwann, irgendwo.
Ich muss mich lösen! Aus dem Vergangenem.
Und dazu muss ich mich jetzt selber (wieder) kennen lernen. Aber diesmal ganz und gar, von A-Z.
Mein ICH finden halt.

Momentan weiß ich nur; ich bin alleine. Und irgendwie war alles nur für Sie. Irgendwie habe ich nichts nur für mich alleine gemacht. Ich habe das Gefühl, als ob ich ohne Liebe nicht leben kann - nur existieren. Ich brauche Liebe, selbst wenn es eine kranke und völlig kaputte ist die mich krank und völlig kaputt macht. Gemacht hat. Bis hin zur Museumsreife, bereit für die Abteilung Fossilien.

Ist das richtig oder falsch?
Wenn man eigentlich nur für den anderen lebt?
Wenn man an das Verschmelzen glaubt? An den Zusammenprall und die Geburt etwas Untrennbaren?
Und dann spürt, dass es irgendwann kein ICH mehr gab - nur noch ein WIR? Das dann irgendwann zu einem einseitig gefühlten WIR wurde. An dem ich fest hielt, allen Schmerzen zum Trotz. Liebend, ohne geliebt zu werden. Weil ich ohne Liebe nicht leben kann. In meiner Selbstlosigkeit. Und weil ich an das Gute glaube. Und das Gute in mir mich nicht loslassen ließ - all die Jahre.
Ich muss mich lösen!

ICH

Elender Träumer
Tja
Tja ist offline  
Alt 07.01.2009, 22:57 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Tja, Weihnachten 2020 steht vor der Tür. Die besinnliche Weihnachtszeit eignet sich perfekt dazu einen Kurzurlaub zu machen. Buchen Sie jetzt ein Angebot unter der Kategorie Weihnachten 2020 und sichern Sie sich eine besinnliche Weihnachtszeit im Hotel Ihrer Wahl.

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Alt 07.01.2009, 23:01   #2
MehrGehtLeiderNicht
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2009
Beiträge: 18
Das ist ein ziemlich großartiger Text!

Grüße,
MGLN

Zitat:
Zitat von Tja Beitrag anzeigen
Ein Schritt, ein markerschütternder Schnitt!
12 Jahre finden ihr Ende und die gemeinsame Zukunft versinkt in lautloser Schwärze.
Nicht überraschend, da schon tausende Male gefühlt, das Ende.

Die Erde dreht sich 105 Mal um sich selbst.
Mit ohrenbetäubender Stille.
Und es regnet Vergangenes.
Und es stürmt Hoffnung.

Bis zu den gefürchteten 4 Worten, transportiert durch diese so unendlich vertraute Stimme:

Ich habe einen Neuen…
(O-Ton: Ich habe einen Freund!)
(Gedachter Kommentar: Den hattest du auch schon die 12 Jahre zuvor - wenn du nur gewollt hättest!)

Tja!

Heute starte ich. Noch mal ganz von vorne. Und ich nehme euch jetzt mit. Weil ich irgendwie mehr Sinn darin sehe hier zu schreiben, als für mich ganz allein. Ich schreibe jetzt immer wenn mir danach ist einfach hier. Los geht’s.

*Einen langen Atemzug nehm*
*+ einen großen Schluck Tee*

Ich muss mich lösen!
Endlich für unendlich.
Der Stand: Mein Verstand: Besser so - das war keine Liebe!
Der Stand: Mein Herz: Versteinert - du hast sie verloren, die Liebe!

Tja!

Da sind Selbstzweifel.
Und Minderwertigkeit.
Und die bange Frage: Kann eine tolle Frau mich überhaupt lieben?
Wie toll muss ich sein?
Und die Frage: Bin ich toll?

Tja!

Toll sein - ja, das kann ich definieren. Aber dieses andere Wort "ICH"…
Diese Frage…
…der Zwang, jetzt auf mich selbst blicken zu müssen, der ist es, der mich so sehr quält. Ich kenne mich nicht (mehr). Ich habe das gefühlte Ende einfach zu oft verdrängt und mich dabei schließlich verloren - irgendwann, irgendwo.
Ich muss mich lösen! Aus dem Vergangenem.
Und dazu muss ich mich jetzt selber (wieder) kennen lernen. Aber diesmal ganz und gar, von A-Z.
Mein ICH finden halt.

Momentan weiß ich nur; ich bin alleine. Und irgendwie war alles nur für Sie. Irgendwie habe ich nichts nur für mich alleine gemacht. Ich habe das Gefühl, als ob ich ohne Liebe nicht leben kann - nur existieren. Ich brauche Liebe, selbst wenn es eine kranke und völlig kaputte ist die mich krank und völlig kaputt macht. Gemacht hat. Bis hin zur Museumsreife, bereit für die Abteilung Fossilien.

Ist das richtig oder falsch?
Wenn man eigentlich nur für den anderen lebt?
Wenn man an das Verschmelzen glaubt? An den Zusammenprall und die Geburt etwas Untrennbaren?
Und dann spürt, dass es irgendwann kein ICH mehr gab - nur noch ein WIR? Das dann irgendwann zu einem einseitig gefühlten WIR wurde. An dem ich fest hielt, allen Schmerzen zum Trotz. Liebend, ohne geliebt zu werden. Weil ich ohne Liebe nicht leben kann. In meiner Selbstlosigkeit. Und weil ich an das Gute glaube. Und das Gute in mir mich nicht loslassen ließ - all die Jahre.
Ich muss mich lösen!

ICH

Elender Träumer
Tja
MehrGehtLeiderNicht ist offline  
Alt 07.01.2009, 23:09   #3
feyy
Member
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 64
tja das ist wohl der sinn einer trennung, sich selbst wieder finden. Sein ICH.
Kann spannend werden...
feyy ist offline  
Alt 07.01.2009, 23:15   #4
MehrGehtLeiderNicht
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2009
Beiträge: 18
Zitat:
Zitat von feyy Beitrag anzeigen
tja das ist wohl der sinn einer trennung, sich selbst wieder finden. Sein ICH.
Kann spannend werden...
Das ist ja ne Super-Perspektive!!!: Trennt Euch, damit Ihr Euch selbst wiederfindet!!!! So kann man es sich auch schön reden!

MGLN
MehrGehtLeiderNicht ist offline  
Alt 08.01.2009, 10:00   #5
feyy
Member
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 64
na schön geredet würde ich das nicht nennen... es war ein harter und grausamer prozess bis ich endlich wieder auf das ICH gestoßen bin und aufgehört habe mich über das WIR zu definieren. Damit rede ich mir nichts mehr schön, das ist das einzige was sinnvoll ist nach monatelangen Leiden. Und bevor man sich in die nächste Beziehung stürzt sollte man sich schon ein paar Gedanken über sein eigenes Wesen, seine Träume, seine Wünsche und Ziele machen. Man wurde enttäuscht, danach ist es Zeit sich Gedanken darüber zu machen was man selbst überhaupt erwartet hat von der Beziehung (außer dem Gedanken dass man den anderen zurück will).
Das schreibt dir jemand der nach 4 monaten immer noch jeden morgen mit gedanken an den Ex aufwacht...
feyy ist offline  
Alt 08.01.2009, 10:19   #6
MehrGehtLeiderNicht
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2009
Beiträge: 18
Zitat:
Zitat von feyy Beitrag anzeigen
Man wurde enttäuscht, danach ist es Zeit sich Gedanken darüber zu machen was man selbst überhaupt erwartet hat von der Beziehung
Das hätte man vielleicht *während* der Beziehung schon machen sollen. Leicht gesagt, weiß ich, aber hinterher ist der Scherbenhaufen auch so schon groß genug

Zitat:
Zitat von feyy Beitrag anzeigen
der nach 4 monaten immer noch jeden morgen mit gedanken an den Ex aufwacht...
Eben! Und der/die Andere zieht fröhlich seiner Wege, während die Zurückgebliebenen das seelische Chaos ausmisten dürfen

MfG
MGLN
MehrGehtLeiderNicht ist offline  
Alt 08.01.2009, 11:19   #7
feyy
Member
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 64
Zitat:
Zitat von MehrGehtLeiderNicht Beitrag anzeigen
Das hätte man vielleicht *während* der Beziehung schon machen sollen. Leicht gesagt, weiß ich, aber hinterher ist der Scherbenhaufen auch so schon groß genug
Ja da stimm ich dir voll und ganz zu!!! Hoffen wir, dass wir für die nächste Beziehung daraus gelernt haben und vielleicht ab und zu mal reflektieren ob wir und der Partner auch wirklich glücklich sind....
feyy ist offline  
Alt 08.01.2009, 12:22   #8
Drillo
Senior Member
 
Registriert seit: 07/2008
Beiträge: 910
Zitat:
Zitat von feyy Beitrag anzeigen
Ja da stimm ich dir voll und ganz zu!!! Hoffen wir, dass wir für die nächste Beziehung daraus gelernt haben und vielleicht ab und zu mal reflektieren ob wir und der Partner auch wirklich glücklich sind....
In der nächsten Beziehung wird es wieder genauso werden.
Denn mal ehrlich, jeder von uns hat auch in seiner Vergangenen Beziehung reflektiert und alles als gut befunden. Entweder ich bin glücklich, oder ich bin es nicht.
Hinterher ist man dann immer schlauer. Hinterher kann man sagen: "In der nächsten Beziehung muss ich mehr reflektieren."
Es wird immer einen Verlasser und einen Verlassenen geben. Und der Verlassenen wird immer die selben quälenden Gedanken besitzen.
That´s life, wenn auch für den Verlassenen ein ziemlich besch...
LG
Drillo
Drillo ist offline  
Alt 08.01.2009, 12:29   #9
MehrGehtLeiderNicht
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2009
Beiträge: 18
[QUOTE=Drillo;2603003]In der nächsten Beziehung wird es wieder genauso werden.
Denn mal ehrlich, jeder von uns hat auch in seiner Vergangenen Beziehung reflektiert und alles als gut befunden. Entweder ich bin glücklich, oder ich bin es nicht.
Hinterher ist man dann immer schlauer. Hinterher kann man sagen: "In der nächsten Beziehung muss ich mehr reflektieren."
Es wird immer einen Verlasser und einen Verlassenen geben. Und der Verlassenen wird immer die selben quälenden Gedanken besitzen.QUOTE]

Ganz genau so ist es!

lg MGLN
MehrGehtLeiderNicht ist offline  
Alt 08.01.2009, 13:24   #10
feyy
Member
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 64
achje jetzt seid doch nicht so ganz pessimistisch.
Klar wird es wieder so werden und einer ist immer der Verlassene, der blöd da steht... trotzdem hat man doch aus dieser ganzen Trennungsschmerzmisere irgendwas mitgenommen oder ist noch dabei. Vielleicht machen Menschen aber auch immer die selben dummen Fehler und lernen nicht aus alten, kann auch sein. Ich persönlich habe trotz allem festgestellt dass ich was ändern muss, das diese Art von Person nicht zu mir passt und was mir gefehlt hat und was ihm vielleicht eventuell gefehlt haben könnte, dass ich mir was anderes vorstelle, intensiver, mich weiter bringender auf geistiger Ebene und so weiter... das ist doch immerhin etwas. Ob ich das in der nächsten Beziehung wieder alles vergesse weiß ich nicht aber sie wird anders und besser, ganz bestimmt (vorerst natürlich) hmmm
aber erst muss der kampf gegen die Sentimentalität und das Zurückhabenwollen von Gewohnten gewonnen werden, denn aus Gewohnten ausbrechen MUSS einfach sein. Wirkt manchmal auch Bewusstseinserweiternd...
feyy ist offline  
Alt 08.01.2009, 13:24 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey feyy,
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