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Alt 05.01.2014, 19:53   #1
NovemberRegen
Member
 
Registriert seit: 12/2013
Beiträge: 50
Beziehung reflektieren: Konservativ ist out?

Hey Leute,

erstmal vielen Dank, dass ihr mir so sehr geholfen habt und Mut gemacht habt. Zwar ist jetzt alles etwas in der Schwebe aber was solls. Über meine Trennung habe ich hier berichtet (falls ihr es nachlesen möchtet).

Ich bin jetzt dabei mehr oder weniger meine vergangene Beziehung zu reflektieren. Ab und zu breche ich in Tränen aus, aber das ist wohl noch erlaubt.
Jedenfalls stellt sich für mich die Frage, ob eher "konservativ" angehaucht sein, mittlerweile "out" ist?

Ich habe bis ich 18 war bei meinen Eltern gewohnt. Auch davor eine gute Kindheit gehabt und wurde eben so erzogen, dass es gewisse Regeln gibt und jeder trägt seinen Teil dazu bei. Ich hab es immer verkörpert bekommen, dass Frauen kochen und sich um die Hausarbeit kümmern und Männer "den Rest" machen.

Glücklicherweise hab ich diese Sichtweise nicht 1:1 übernommen. Kochen kann ich zwar nicht, ich helfe aber. Hausarbeit wie saugen, putzen, etc. mache ich auch. Wischen bockt mich gar nicht, ebenso wie bügeln, muss aber trotzdem gemacht werden. Ich wünsche mir von einer Frau, dass sie dies genau so sieht und man sich die Aufgaben teilt. Ist diese Sichtweise verkehrt?

Zum anderen: Ich bin schon etwas eifersüchtig.
Das liegt an zwei Dingen.
1.) Ich kam relativ spät zu meiner ersten Freundin, mit der ich mittlerweile wieder guten Kontakt habe. Ich war dabei ca. 20 oder 21 Jahre alt. Dadurch habe ich gewisse Verlustängste. Angst, "wieder" jahrelang alleine zu sein. Was dies angeht, bin ich ein Mensch der sehr viel Wert auf Harmonie und Zweisamkeit legt. Quasi ein Beziehungsmensch.

2.) Ich wurde durch meine "Exen" sehr enttäuscht. Betrogen wurde ich zwar nie (bzw. weiß es nicht), aber hatte eigentlich regelmäßig Enttäuschungen (SMS von Fremden Männern, Lügen, usw...). Dies hat sehr an meinem Vertrauen gekratzt. Bisher gab mir keine meiner Exen das Gefühl 100% Vertrauen zu können.
Aus diesem Grund fällt es mir extremst schwer bedingungslos zu vertrauen. Wenn mein Partner nicht da ist, male ich mir die schlimmsten Gedanken aus, habe Angst wieder enttäuscht und verletzt zu werden. Das ist eben das perfide daran: Ich meins nicht böse aber ich muss Freiräume einräumen.
Ich bekam auch von meinen Eltern immer gesagt, wieso jemand weg geht, wenn man einen Partner hat. Dies ist ein Punkt, den ich leider irgendwie nie abgelegt habe. Ich fühle mich dabei wirklich unwohl und hab einen Knoten im Magen. Dies hat oft zu Streitereien in meinen Beziehungen geführt.
z. B. wenn meine Partnerin sich mit einer Freundin aufn Kaffee trifft: kein Problem
wenn meine Partnerin sich auftakelt um abends Party machen zu gehen: großes Problem

Ich weiß nicht, wie ich das eruieren soll...

Ist meine Sichtweise normal? Oder sollte ich lieber zum Psychiater?
Oder soll ich doch meine Eltern hassen?

In diesem Sinne:
Danke für eure Antworten im Voraus.

NovemberRegen
NovemberRegen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2014, 19:53 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 05.01.2014, 20:19   #2
Lukas28
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2014
Ort: NEA
Beiträge: 6
Hey,

wir Polen sind einfach so erzogen worden gut zu sein... zu gut zu sein. Musste ich leider selbst erfahren.

Gruß

Luke
Lukas28 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2014, 20:52   #3
Diamond76
Member
 
Registriert seit: 02/2011
Ort: zuhaus
Beiträge: 102
@Lukas: mit Verlaub: das ist großer Blödsinn! Nur weil es anscheinend sehr viele Frauen gibt, die "gute" Männer nicht schätzen können, heißt das doch nicht gleich, dass er sich ändern sollte. In dem Punkt sollte jeder für sich wissen was er leben will. Ich würde dem TE eher dazu "raten" zu seinen guten Eigenschaften zu stehen und sich zusätzlich noch mehr Selbstbewusstsein anzueignen. Aber das "Gut sein" oder "Gute Erziehung" als "Schwäche" hinzustellen, die es abzuschalten gilt .... hahaha! Dann verpasst er ja erst Recht die Damen, die einen "guten" zu schätzen wissen!
Diamond76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2014, 20:57   #4
Lukas28
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2014
Ort: NEA
Beiträge: 6
Diamond76, sei so gut und erläutere mir bitte, wie du darauf kommst, das ich der meinung wäre, das er bzw. wir uns ändern müssten?

Gruß

Luke
Lukas28 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2014, 21:00   #5
NovemberRegen
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2013
Beiträge: 50
Naja, ich wurde so erzogen. Vielleicht liegt es auch wirklich an der Nationalität? Das sind vielleicht die guten Eigenschaften (Haushalt, etc.).
Meine Eifersucht sehe ich persönlich als negativ an. Oder ist dies gesund?
NovemberRegen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2014, 21:11   #6
Summerhill
Ruthless Conqueror
 
Registriert seit: 05/2012
Ort: Latveria
Beiträge: 3.056
Ich denke, deine Eifersucht ist eher das Problem, als dass du nicht Frauen finden könntest, die dein "konservatives" Weltbild bedienen. Davon gibt es nämlich ne Menge, auch wenn die sich oft nicht trauen, das kundzutun.
Summerhill ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2014, 21:13   #7
Valentino
Frei
 
Registriert seit: 06/2010
Ort: Westerwald
Beiträge: 11.685
Zitat:
Zitat von NovemberRegen Beitrag anzeigen
Ist meine Sichtweise normal? Oder sollte ich lieber zum Psychiater?
Geh nicht zum Psychiater, geh lieber zum Psychologen.

Es gibt keine Regeln was in und was out ist. Manche Menschen sind eifersüchtuig, manche nicht. Du aber denkst nur noch nach und fährst Gedankenkarussell. Ein Psychologe kann Dir sicherlich beim sortieren Deiner Gedanken ghelfen.
Valentino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2014, 10:52   #8
Maribel
Member
 
Registriert seit: 08/2012
Beiträge: 84
Zitat:
Zitat von NovemberRegen Beitrag anzeigen
Ich hab es immer verkörpert bekommen, dass Frauen kochen und sich um die Hausarbeit kümmern und Männer "den Rest" machen.

Glücklicherweise hab ich diese Sichtweise nicht 1:1 übernommen. Kochen kann ich zwar nicht, ich helfe aber. Hausarbeit wie saugen, putzen, etc. mache ich auch. Wischen bockt mich gar nicht, ebenso wie bügeln, muss aber trotzdem gemacht werden. Ich wünsche mir von einer Frau, dass sie dies genau so sieht und man sich die Aufgaben teilt. Ist diese Sichtweise verkehrt?

Ich bekam auch von meinen Eltern immer gesagt, wieso jemand weg geht, wenn man einen Partner hat. Dies ist ein Punkt, den ich leider irgendwie nie abgelegt habe. Ich fühle mich dabei wirklich unwohl und hab einen Knoten im Magen. Dies hat oft zu Streitereien in meinen Beziehungen geführt.
z. B. wenn meine Partnerin sich mit einer Freundin aufn Kaffee trifft: kein Problem
wenn meine Partnerin sich auftakelt um abends Party machen zu gehen: großes Problem
Also ich weiß nicht was "die Polen" so machen oder sonst was. Ich denke auch keinesfalls dass du "zum Psychiater" musst
Ich kann dir jetzt nur mal meine Gedanken schildern:

Ich hab auch erstmal generell nichts gegen eine konservative Einstellung und so wie du hier von der Hausarbeit schreibst denke ich gibt es da keine Probleme. Ich wäre gern auch mal bereit mehr zu tun, wenn zb der Mann einen viel anstrengenderen Job als ich hat.

Was ich jedoch (für mich) als problematisch ansehe ist das mit dem Fortgehen. Ganz ehrlich, du wirst keine Frau von 20-30 (und ich schätze auch nicht über 30 aber da kenn ich mich nicht so aus), die sich sagen lässt dass sie jetzt nicht mehr weggehen darf weil sie ja einen Partner hat. Das klingt mir wirklich zu sehr nach "Hausmütterchen". War deine Mutter denn so?
Kann sein, dass es welche gibt die auch so denken, die müsstest du dann halt finden. Ich kenne niemanden, der so tickt. Und die meisten meiner Freundinnen sind (so wie ich) keine partygeilen Mäuse die jedes Wochenene durchfeiern müssen, aber so würde sich keine "behandeln lassen wollen".

Du müsstest halt über deine Eifersucht sprechen, über negative Erfahrungen die du gemacht hast und ich bin sicher ein Mädchen, das dich liebt wird darauf Rücksicht nehmen und man kann gemeinsam einen Kompromiss finden.
Nur wenn du mir kommen würdest mit "du hast doch jetzt mich, warum musst du noch fortgehen?" würden sich bei mir alle Haare aufstellen und ich würde mich in 10 Jahren als verbittertes Hausmütterchen sehen und dann würde ich erst recht in Antihaltung gehen.
Sorry, meine Meinung. Aber wie gesagt, mit Kommunikation sollt das zu lösen sein.
Maribel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2014, 11:26   #9
Shaina
Golden Member
 
Registriert seit: 11/2011
Ort: RLP
Beiträge: 1.087
Eifersucht ist immer ein Zeichen von mangelndem Selbstwertgefühl. Daran solltest du arbeiten. Deine Eifersucht ist nicht gesund, sie zerstört deine Beziehungen. Leichtes Unbehagen fühlen ist menschlich, aber ein großes Drama daraus zu machen, dass es zum Streit kommt, ist bedenklich.

Die neue Freundin kann auch nichts dafür, was deine Exfreundinnen getan haben. Vielleicht war es auch selbsterfüllende Prophezeihung. Ständige Eifersucht und Kontrolle können einen auch in die Arme eines anderen Mannes treiben.

Ich bin auch so "konservativ" aufgewachsen. Meine Mutter machte den Haushalt und mein Papa alles technische, handwerkliche etc. Finde ich auch ok, wenn beide Vollzeit arbeiten gehen (was geldtechnisch heutzutage meist unabdingbar ist), teilt man sich alle anfallenden Arbeiten. Finde ich jetzt nichts ungewöhnliches dran
Shaina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2014, 13:36   #10
shiila
Special Member
 
Registriert seit: 03/2011
Ort: Munich
Beiträge: 3.795
Hi
Zitat:
Zitat von NovemberRegen Beitrag anzeigen
Ich bekam auch von meinen Eltern immer gesagt, wieso jemand weg geht, wenn man einen Partner hat. Dies ist ein Punkt, den ich leider irgendwie nie abgelegt habe. Ich fühle mich dabei wirklich unwohl und hab einen Knoten im Magen. Dies hat oft zu Streitereien in meinen Beziehungen geführt.
z. B. wenn meine Partnerin sich mit einer Freundin aufn Kaffee trifft: kein Problem
wenn meine Partnerin sich auftakelt um abends Party machen zu gehen: großes Problem
Naja, aber das ist doch nicht deshalb, dass dich das stört, nur, weil deine Eltern eine solche Meinung hatten, oder?

Also, wenn man weggeht, und sich dafür ein bisschen herrichtet, finde ich das überhaupt nicht verwerflich.

Und nicht jede Frau ist so drauf, dass sie beim Weggehen unbedingt jemanden kennenlernen möchte, im Gegenteil
Kann natürlich sein, dass deine Bedenken daher rühren, dass du eben so schlechte Erfahrungen mit deinen Exfreundinnen gemacht hast.

Ich denke halt auch, dass es einfacher wäre, wenn du in dieser Hinsicht etwas lockerer sein könntest.

Evtl. könntest du ja auch mitgehen ... bzw., wenn du dich erklärst, weshalb du so eifersüchtig bist, ist es vielleicht auch nachvollziehbarer für das Gegenüber, und es muss nicht zwangsläufig ein Streit die Folge sein
shiila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2014, 13:36 #00
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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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