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Alt 08.06.2020, 15:52   #31
Villingili
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 06/2020
Ort: Wien
Beiträge: 12
@Lilly, ich verstehe dein Problem gerade wirklich nicht.

Ich bin sicher kein Mensch der sich für allmächtig hält, sonst hätte ich wohl selbst auch keine Gesprächstherapie angefangen. Im Gegenteil. Und ich denke auch nicht dass mir jemand unterlegen ist. Warum sollte ich auch?

Und ja, ich hab mich eben gefreut gestern mal zu hören, dass ich wieder richtig fit bin (und so aussehe). Schließlich habe ich bis vor einem Jahr gar keinen Sport mehr gemacht und erst jetzt wieder meine Liebe dazu entdeckt. Jeder von uns braucht auch mal ein positives Feedback. Ist doch auch mal was Schönes wenn es der Seele gut tut. Vor allem nach Tagen wo ich mich manchmal wirklich geärgert habe, hab ich mich gestern einfach gefreut.

Wenn ich deswegen für dich oberflächlich erscheine, ist das für mich auch ok.
Es ist ganz alleine dein Urteilsvermögen.

Aber bei deinem restlichen Posting bin ich etwas unsicher ob du nicht gerade zu viel projizierst, oder welcher Frust dich da packt hat. Du lehnst dich mit deinen Mutmaßungen und Angriffen auf persönlicher Ebene sehr weit aus dem Fenster. Ich empfinde deinen Beitrag als sehr unangenehm.


Ich werde auch meine persönlichen moralischen Werte definitiv nicht herunter schrauben oder gar überwerfen.
Und wenn jemand damit nicht klar kommt – passt er auch nicht zu mir. Das sind Werte die mich als Mensch ausmachen und definieren.
Es tut mit Leid dass du ein solches Trauma durch den Tod deines damaligen Partners erfahren musstest. Es ist sicher ein Schock und eine schwere Zeit gewesen.
Wenn du dies für dich mit diesen „Zwischenschritten“ bewältigt konntest, ist es auch in Ordnung. Dann war es deine Strategie die durchaus auch ihre Berechtigung hat.
Aber das bin eben nicht ich.
Und ich kann es mit mir selbst nicht vereinbaren.
Was du in meine Beiträge jetzt jedoch hineinprojizierst, dafür kann ich nichts.

Auch warum ich nun für dich verkrampft bin versteh ich nicht, aber gut. Vielleicht kommen meine Beiträge ja genau so bei dir als Empfängerin an. Auch bin kein emotionsloser Mensch. Ebenfalls ein Punkt wo ich sagen muss:* eher gegenteilig. Denn ich spüre schnell auf welchen Menschen ich schwinungsfähig reagieren und welcher eben nicht zu mir passt.


Was für mich klar ist, innerhalb meines Freundeskreises kommt kein daten in Fragen, daher eben der Versuch außerhalb. Ja, ist halt manchmal frustrierend. Warum ich hier nun teilweise so angegriffen werde,* weil ich frage wie andere aus dem Tief raus kommen… keine Ahnung. Vielleicht das eben hier der vorherrschende Kommunikationsstil.
Ich hätte mich, wie zuvor geschrieben, einfach darüber gefreut wenn der ein oder andere Erfahrungen gehabt hätte.

*

*



*

@ Anna-Lia
Villingili ist eine Insel der Malediven. Traumhaft schön.

*

@ Estelleina
Das mit der Zeit ist wirklich ein Thema.
Und wir haben das auch im Freundeskreis ein paar Mal besprochen und darüber philosophiert.
Aber ja, ich denke man nimmt sich dann ja die Zeit. Aber auch hier muss es natürlich jemand sein, der es akzeptiert und versteht dass ich durchaus auch beschäftigt bin. Und nicht nur zuhause abrufbereit warte.
Diese Tiefs kommen eher alle paar Monate. Vor der Covidphase im Feber war mal eines. Und aktuell eben mal kurz. Dazwischen war ich eher beschäftigt mit Überstunden, Strukturierungen usw. Zudem war ich sehr viel für meine Kollegen da (und sie für mich) um gut über die Stressphase zu kommen.
Also wenn alleine sein ohne Hund ist – dann bin ich nie alleine. Meistens nicht mal WC.
Wüsste jetzt aber auch nicht wo ich meinen Hund anbringen soll, nur damit ich mal ohne dem Flohsack Zeit habe.
Aber ich fahre zB durchaus 30min mit dem Rad zur Arbeit – aber das ist dann wahrscheinlich auch nicht alleine sein, wenn man sich auf den Verkehr konzentriert.
Zählt Yoga?* Da versuche ich alle 2 Tage mir mal 45min Zeit zu nehmen.

*

*

@Kronika, Jawoll, questio

Es hilft nichts. Ich will halt nichts dauerhaft lockeres.
Es muss sich ja auch keiner nach 3 mal Treffen auf die knie fallen, aber halt in Erwägung ziehen doch eine Beziehung zu wollen. Wenn aber ein Mann beim ersten Treffen, oder eben beim 2ten, schon klar äußert – „kein ich will keine Beziehung“ – ja was soll ich dann? Mich selbst belügen? Nach Monaten dann heulen, weil es mir das Herzbricht? Da sehe ich wirklich keinen Sinn dahinter.

*

*

*

Es ist ja nicht so dass ich seit 2 Jahren keine Sex oder so hatte.
Es gab den einen oder anderen Mann in meinem Leben. Auch über paar Monate. Aber es hat halt nicht wirklich auf Dauer gepasst. Ja ist halt so…
Mit einem dieser Männer bin ich mittlerweile auch gut befreundet – aber absichtlich suchen würde ich solche Beziehungen auch nicht.* (weil ich eben genug Freunde habe, wenn ich was ergibt -> toll, ansonsten -> nein danke)




Heute Abend habe ich gerade spontan ein Abendessen zugesagt.
Mal sehen wie es wird. *Diesen Mann hatte ich so gar nicht am Schirm, irgendwie bin ich immer davon ausgegangen dass er eh kein Interesse an mir haben könnte.
Im Grunde hat ja auch mein Kollege für mich zugesagt, so schnell konnte ich gar nicht reagieren.
Jetzt freut er sich gerade einen Ast ab.
Villingili ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 15:52 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Villingili,
Alt 08.06.2020, 16:19   #32
Jawoll77
Platin Member
 
Registriert seit: 11/2015
Beiträge: 1.510
Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
Wenn aber ein Mann beim ersten Treffen, oder eben beim 2ten, schon klar äußert – „kein ich will keine Beziehung“ – ja was soll ich dann? Mich selbst belügen? Nach Monaten dann heulen, weil es mir das Herzbricht? Da sehe ich wirklich keinen Sinn dahinter.
Frage dazu:

1. Sprechen das denn die Männer von sich aus selber schon beim 2. Date an? Da bin ich etwas überrascht - solche Themen kamen bei meinen Dates höchst selten auf den Tisch. Vielleicht auch, weil ich da etwas zwangloser als Du mit dem Thema Sex umgehe und mir "Stempel" eher unwichtig sind. Grundsätzlich sollte man doch jedes Kennenlernen geniessen (können), ohne ein Krampf im Arsch zu sein.

2. Hast Du es überhaupt schon mal probiert, ein zwangloses Kennenlernen? Einfach mal so jemanden kennen zu lernen, ohne zu Wissen, auf was es hinaus läuft? Einfach mal geniessen?

Geändert von Jawoll77 (08.06.2020 um 16:29 Uhr)
Jawoll77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 16:42   #33
questio
and answers
 
Registriert seit: 03/2014
Ort: Auda City
Beiträge: 3.724
Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
@Kronika, Jawoll, questio

Es hilft nichts. Ich will halt nichts dauerhaft lockeres.
Es muss sich ja auch keiner nach 3 mal Treffen auf die knie fallen, aber halt in Erwägung ziehen doch eine Beziehung zu wollen. Wenn aber ein Mann beim ersten Treffen, oder eben beim 2ten, schon klar äußert – „kein ich will keine Beziehung“ – ja was soll ich dann? Mich selbst belügen? Nach Monaten dann heulen, weil es mir das Herzbricht? Da sehe ich wirklich keinen Sinn dahinter.
Wenn Du Dir nicht die Chance gibst, einen Mann erst einmal locker kennenzulernen, wie soll es dann zu etwas Festem kommen? Wenn man von vorne herein mit dem Gedanken an den Flirt herangeht „feste Beziehung oder nichts“, und das dann auch noch so kommuniziert, ist an ein entspanntes Kennenlernen kaum noch zu denken. Ich würde da ehrlich gesagt auch die Flucht ergreifen. Es mag Männer geben die damit kein Problem haben, aber ich bin sicher nicht allein wenn ich sage, dass für mich zum Flirten einen gewisse Leichtigkeit und Unverbindlichkeit dazugehört. Und die fehlt, wenn man das thematisiert.

Wie kommst Du überhaupt in die Situation, dass Du mit einem Mann nach 2 Treffen über Beziehung / nicht Beziehung redest? Bringst Du das Thema auf oder er? Welchen Sinn hat das?
Als ich früher geflirtet habe, ging es beim 2. Treffen ganz sicher nicht um Beziehungen sondern darum, einander kennenzulernen und zu sehen ob man auf einer Wellenlänge ist. Irgendwann kam es dann zum ersten Körperkontakt, zum ersten Kuss, und dann war man eben zusammen. Ohne jemals darüber gesprochen zu haben, dass man eine Beziehung führen möchte oder was für eine.
questio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 16:47   #34
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.843
Zitat:
Zitat von Kronika Beitrag anzeigen
Das stimmt zwar logisch betrachtet alles - aber ich frage mich worauf du damit hinaus möchtest. Denn im Grund ist es doch nur gut, wenn sie sich mit dem Thema dennoch nicht so viel Stress macht. Denn Torschlusspanik und der dadurch entstehende Druck, wäre nicht nur für sie selbst, sondern zusätzlich für die Partnersuche ja nur negativ.
Daher ist ihre aktuelle Haltung die Beste, die sie haben kann.
Wenn die Lebensumstände dann halt erst mit 36 für ein Kind passen, dann ist es auf dem Papier vielleicht eine Risikoschwangerschaft - aber immer noch besser als früher trotz nicht passender Umstände oder nie schwanger geworden zu sein. Zumal sie völlig recht damit hat, dass sich heutzutage selbst sehr viele Frauen in jahrelangen stabilen Partnerschaften dennoch erst mit Mitte Dreißig mal irgendwann für ein Kind entscheiden selbst wenn die Umstände das hier auch schon früher hergegeben hätten...
Die TE macht sich aber bereits Stress. Allein bei ihrer Suche nach einem
neuen Partner. Dieser soll sich von Anfang an eine Beziehung mit ihr wün-
schen und somit ein echtes Kennenlernenkönnen im Grunde umgehen
wollen, aber gleichzeitig "perfekt zu ihr passen".
Daneben müsste ein solcher idealer Weise ihren Kinderwunsch nicht nur
teilen, sondern darüber hinaus selbst entsprechend zeugungsfähig usw.
und mit zunehmenden Alter der zumindest TE auch für die nervlichen Be-
lastungen sein, wird hierzu medizinische Unterstützung notwendig.

Die TE verkennt in der von ihr zurecht gebastelten, derzeitigen Idealwelt
eben ganz klar, dass die altersabhängige Abnahme der Fruchtbarkeit sich
gerade nicht unserer gesellschaftlichen Entwicklung angepasst hat und
auch Männer vermehrt zeugungsunfähig usw. werden.

Die Fruchtbarkeit einer 35-jährigen (multikulturell) Frau beträgt durch-
schnittlich nur noch die Hälfte, wohin gegen die Unfruchtbarkeit einer
solchen Frau in diesem Alter bereits bei ca. 15 % liegt. Unabhängig mög-
licher gesundheitlicher Risiken, treten hier noch diverse weitere Faktoren
hinzu, die das Ganze eben nicht erleichtern.

Findet sie irgendwann mal und das bei ihren "Kriterien", die derzeit kei-
nem Mann eine wirkliche Chance geben, dennoch ihre Nadel im Heuhau-
fen, so müsste dem zugleich auf der Stirn geschrieben stehen: "Ich bin
zeugungsfähig" und von meiner Libido auch so aufgestellt, dass ich für
dich rund um die Uhr zur Verfügung stehe.

Was für ein Stress muss das für einen Mann sein, der die TE gerade erst
"kennen lernt"? Zumal kinderlose Frauen, erst recht "Karriere-Frauen",
in diesem Altersbereich bei vielen Männern ohnehin leicht den Verdacht
auslösen, als Samenspender dienen zu sollen. Eben, weil es diese nun
plötzlich ganz eilig damit haben und das komplette Programm vom Mann
erwarten, der entsprechend zu "funktionieren" hat.

Das ist etwas ganz anderes, als wenn Frau/ Mann bereits z.B. Kinder o-
der sich aber zumindest vor Jahren einander gefunden haben. Nochmal
etwas ganz anderes, wenn beide tatsächlich locker und somit frei von
jedem zusätzlichen Druck bzw. psychischem Stress usw. sind.

In einer gut funktionierenden, über Jahre bereits bestehenden, Bezie-
hung ist man zudem auch sexuell miteinander eingespielt. Setzt in der
Regel ein Jahr vorher bereits an usw. usf. und merkt spätestens hier be-
reits, sollte es nicht so leicht klappen, mit dem Kinderwunsch usw. usf.

Und wer garantiert bitte, dass der mit von mir aus 35 gefundene Partner,
sich als "Glückslos" erweist und dauerhaft bleiben wird? Das sind doch
vor allem alles eher nur Wünsche an Ideale, die dann bitteschön einzu-
treffen haben. Und schon sind wir wieder beim Zwanghaften, ohne je-
de Bereitschaft mal selbst ein bisschen realistischer sein zu wollen. So
jemand schiebt die Zeit selbst vor sich her, ohne sich seinen "Zielen"
zu nähern.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 17:04   #35
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.843
Zitat:
Zitat von questio Beitrag anzeigen
...Wenn man von vorne herein mit dem Gedanken an den Flirt herangeht „feste Beziehung oder nichts“, und das dann auch noch so kommuniziert, ist an ein entspanntes Kennenlernen kaum noch zu denken. Ich würde da ehrlich gesagt auch die Flucht ergreifen...()...
Wie kommst Du überhaupt in die Situation, dass Du mit einem Mann nach 2 Treffen über Beziehung / nicht Beziehung redest? Bringst Du das Thema auf oder er? Welchen Sinn hat das?
Als ich früher geflirtet habe, ging es beim 2. Treffen ganz sicher nicht um Beziehungen sondern darum, einander kennenzulernen und zu sehen ob man auf einer Wellenlänge ist. Irgendwann kam es dann zum ersten Körperkontakt, zum ersten Kuss, und dann war man eben zusammen. Ohne jemals darüber gesprochen zu haben, dass man eine Beziehung führen möchte oder was für eine.
Das umschreibt ganz gut, was ich weiter oben damit meinte, wenn Män-
ner, gerade eben noch kinderlose Frauen um die 30, daten. Mir haben je-
ne oft davon berichtet, sie hätten ganz klar diesen Druck verspürt, jetzt
mal husch alles für diese Frauen noch rocken zu müssen. Sie fühlten sich
dabei als Mensch überhaupt nicht wahrgenommen. Tendenziell weichen
jene dann lieber auf viel jüngere Frauen oder eben ältere, mit bereits
Kindern usw., aus. Also jene, die zwar selbst auch einen Kinderwunsch
usw. pflegen, das aber nicht in der Form über`s Knie brechen wollen.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 17:45   #36
Kronika
Special Member
 
Registriert seit: 08/2010
Ort: RLP
Beiträge: 4.703
Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
@Kronika, Jawoll, questio

Es hilft nichts. Ich will halt nichts dauerhaft lockeres.
Es muss sich ja auch keiner nach 3 mal Treffen auf die knie fallen, aber halt in Erwägung ziehen doch eine Beziehung zu wollen. Wenn aber ein Mann beim ersten Treffen, oder eben beim 2ten, schon klar äußert – „kein ich will keine Beziehung“ – ja was soll ich dann? Mich selbst belügen? Nach Monaten dann heulen, weil es mir das Herzbricht? Da sehe ich wirklich keinen Sinn dahinter.
Mir ging es nicht darum dir irgendwie einzureden, dass du etwas anderes wollen solltest, als du willst. Und ich meinte nicht, dass du jetzt Männer die klar aussprechen keine Beziehung zu wollen (ja, ich weiß das gibt es, selbst wenn man es nicht selbst thematisiert - ist mir auch schon vorgekommen) dann weiter daten sollst, wenn die Fronten klar sind. Es ist ja völlig legitim in so einem Fall zu sagen "sorry, aber das ist nicht das, was ich will".

Ich meine eher den Mann hier anfangs gar nicht zu einer konkreten Aussage zu zwingen/ das Ganze nicht zu früh zu thematisieren und damit keinen Druck aufzubauen. Man erkennt ja normalerweise mit der Zeit auch am Verhalten in welche Richtung es sich entwickelt und das ist ohnehin viel mehr Wert als Vorab-Aussagen. Denn ein wirklich ehrlicher Mann der versucht offen zu sein würde dir vielleicht am Anfang einfach nur sagen, dass er noch nicht weiß, was er in dem Kontakt mit dir sucht. Denn wenn du in deinem Eröffnungsbeitrag ja schreibst einige wollten schnellen Sex "trotz Klärung vorher", dann habe ich daraus gelesen, dass du durchaus schon vor dem ersten Treffen thematisierst welche Absichten jemand denn hat oder nicht hat. An der Stelle hatte der andere ja noch gar keine Zeit sich ein echtes Bild von dir zu machen.
Kronika ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 18:01   #37
Kronika
Special Member
 
Registriert seit: 08/2010
Ort: RLP
Beiträge: 4.703
Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Daneben müsste ein solcher idealer Weise ihren Kinderwunsch nicht nur
teilen, sondern darüber hinaus selbst entsprechend zeugungsfähig usw.
und mit zunehmenden Alter der zumindest TE auch für die nervlichen Be-
lastungen sein, wird hierzu medizinische Unterstützung notwendig.

Die TE verkennt in der von ihr zurecht gebastelten, derzeitigen Idealwelt
eben ganz klar, dass die altersabhängige Abnahme der Fruchtbarkeit sich
gerade nicht unserer gesellschaftlichen Entwicklung angepasst hat und
auch Männer vermehrt zeugungsunfähig usw. werden.
Vielleicht habe ich ja etwas überlesen, aber ich hatte jetzt bisher aus den Beiträgen der TE noch kein klares Bild davon, wie stark ihr Kinderwunsch ist. Ich meine sie hatte bisher zumindest noch nichts dazu geschrieben ob es für sie z.B. auch eine Option wäre keine Kinder zu bekommen oder sollte es dabei zu Problemen kommen andere Modelle in Erwägung zu ziehen.
Dass man sich mit dem Ex-Partner mal Kinder vorstellen konnte heißt ja nicht automatisch, dass man nur mit Kindern glücklich werden kann.
Kronika ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 18:16   #38
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.843
Hallo Villingili,

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Wenn ich deswegen für dich oberflächlich erscheine...
in der Gesamtbetrachtung, wie ich sie dir eben schilderte, genau so, ja.

Und wo sind denn deine Emotionen erkennbar? Rationalisierungen, ja
aber Emotionen? Wo bitte?

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Aber bei deinem restlichen Posting bin ich etwas unsicher ob du nicht gerade zu viel projizierst, oder welcher Frust dich da packt hat...
Sicher nicht. Ich kann allerdings gut zwischen den Zeilen lesen. Es sind
Denkanstöße, die du aufnehmen oder verwerfen/ abwerten kannst. Deine
Wahl.

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Ich werde auch meine persönlichen moralischen Werte definitiv nicht herunter schrauben oder gar überwerfen.
Und wenn jemand damit nicht klar kommt – passt er auch nicht zu mir. Das sind Werte die mich als Mensch ausmachen und definieren...
Das hat niemand verlangt, nur du verstehst es so. Es stellte sich eher die
Frage, weshalb du alles andere, das ggf. sogar zielführender bzw. zuge-
wandter/ offener für eine echte Kennenlernmöglichkeit ist, abwerten musst?

Du kannst und darfst Mauern um dich herum bauen, wie du das für dich
brauchst. Es ist dein Leben, dein Leid bzw. Glück.

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Wenn du dies für dich mit diesen „Zwischen-schritten“ bewältigt konntest, ist es auch in Ordnung. Dann war es deine Strategie die durchaus auch ihre Berechtigung hat. Aber das bin eben nicht ich...
Doch, genau das bist du selbst, allerdings auf einer vermutlich dir eher un-
bewussten Ebene und im Übrigen dank deiner Moralvorstellungen eher im
Abwerten, dessen, was du selbst aber dennoch tust.

Deine bisherigen Beziehungen usw., sind nichts anderes, als eben auch nur
Zwischenschritte deines Lebens. Auweia, ganz schlimm und moralisch total
verwerflich.

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Und ich kann es mit mir selbst nicht vereinbaren....
Zwischen nicht können und nicht wollen, bestehen gewisse Unterschiede.

Ich kann trotz Krisen nach vorn schauen, optimistisch und dem Leben zu-
gewandt bleiben oder z.B. mich eben selbst hinter Mauern, mir selbst auf-
erlegten Verboten usw. und Verschlossenheit (alternativ: diversen Zwän-
gen) das Leben schwer machen. Je nachdem, was ich für mich will bzw.
"brauche".

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Auch warum ich nun für dich verkrampft bin versteh ich nicht...
Ganz einfach, wie ich es bereits ausführte, bist du überhaupt nicht offen
für eine echte Diskussion. Du klammerst dich allein an deinen Idealvor-
stellungen und ja, versuchst dich dafür eher zu rechtfertigen. Geht es
hier darum? Bzw. geht es dir hier allein darum? Austausch bedeutet für
mich, durchaus auch mal Denkanstöße anzunehmen, sich selbst mal zu
hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und sich selbst damit
zugleich auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ohne
dieser zwanghaften, ständigen Selbstkorrektur: "Nein, so bin ich nicht,
so darf ich auf keinen Fall sein".

Du hast ein bestimmtes Ziel und merkst selbst, das aus welchen Grün-
den auch immer, nicht wirklich verfolgen zu können. Du machst dafür
das Außen verantwortlich, anstatt mal Eigenverantwortung dafür über-
nehmen zu wollen.

Wenn jemand solch merkwürdige, zudem insich widersprüchlichen Hür-
den setzt, ist er in der Regel (zumindest aktuell) selbst einfach über-
haupt nicht emotional greifbar (bindungswillig) bzw. beziehungsfähig.
Eigentlich ganz einfach. Es sei denn, man ist derjenige selbst, der sich
das alles, rationalisierend, schön redet.

Und was konkret sollte ich bitte schön, dazu als Außenstehende, die ihr
Leben obendrein komplett anders lebt, projizieren? Ist das erneut so ein,
nun indirekter, Abwertungsversuch deinerseits?

Meines Erachtens nach bist du "beziehungstechnisch" usw. irgendwo auf
dem Stand einer eher Pubertierenden stehen geblieben, die nach einer
möglichst idealen Liebe sucht. Wenn ich das so für mich als Ausgangs-
punkt bei dir erachte, ist das nicht böse/ abwertend gemeint. Sondern
eher als "Fakt", an dem man ansetzen sollte, um "Probleme" effektiv an-
gehen zu können. Vielleicht hast du einfach diese 20-er Jahre in Bezie-
hung quasi weiterentwicklungstechnisch verschlafen. Gut, dann ist das
eben so. Ich meine damit konkret deine eigene Beziehungsreife, nicht
das sonstige, das du nachzuholen versuchtest usw.

Vor somit ca. 12 Jahren wirst du also im Alter um die 20 herum, selbst
noch eher auf entsprechende "Jungs/ Männer" gestoßen sein, die einer
ähnlichen Reife entsprochen haben. Das hat grundsätzlich erstmal rein
gar nichts mit der Beziehungsdauer an sich zu tun. Eine solche sagt so
erstmal nichts über die Reife, die Qualität usw. dieser aus.

Dann kommt hinzu, wie man als Mensch, als Persönlichkeit usw. selbst
tickt. Inwiefern man sein eigenes Ich tatsächlich bereits gefunden hat
oder z.B. eher immer noch fremdgesteuert usw. funktioniert.

Nach einer noch relativ frischen Trennung trägt man zudem oft -ob nun
bewusst oder unbewusst- eher negative Ansichten mit sich herum. "So
darf der Neue auf keinen Fall sein..."; "das ziehe ich mir nicht nochmal
rein...". Genau das macht deine aktuelle Liste aus. Da ist kein: "Er darf
...."; "Konkret das, empfinde ich an einem Mann positiv..." usw. oder:
"Ich freue mich über jede Begegnung, weil sie mithin eine Bereicherung
für mich darstellt....".

Deine Erwartungen, deine alten Erfahrungen, deine Energie, deine "Au-
ra"- alles samt eher negativ besetzt und damit stürmst du in ein Ken-
nenlernenwollen hinein. Dahinter, so viele Ängste.

Im übrigen bin ich selbst Hundebesitzerin. Mein Hund vertraut mir und
verfolgt mich deshalb auch nicht auf Schritt und Tritt. Er hält es also
ganz relaxt aus, bin ich mal nicht in seinem Sicht-/Riech-/Hörbereich.
Hat er erst bei mir (Übernahme-Hund) erlernt. Dabei ist er sogar ein
sehr emotionaler, anhänglicher und "kommunikativer" Hund, von sei-
ner Veranlagung her. Bei seiner Vorbesitzerin ging das mal so über-
haupt nicht und es hat lange gedauert, bis er merkte, dass ich wirklich
anders ticke, als sie. Für ihn zugleich "beruhigend", weshalb er insge-
samt viel "entspannter" ist.

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Wenn aber ein Mann beim ersten Treffen, oder eben beim 2ten, schon klar äußert – „kein ich will keine Beziehung“ – ja was soll ich dann? Mich selbst belügen? Nach Monaten dann heulen, weil es mir das Herzbricht? Da sehe ich wirklich keinen Sinn dahinter....
Im besten Fall hat er in diesem Moment emotional nur einen guten Draht
zu dir und versucht, den gefühlten Druck aus der Kennenlernphase damit
heraus nehmen und euch dennoch eine Chance geben zu können.

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Heute Abend habe ich gerade spontan ein Abendessen zugesagt.
Mal sehen wie es wird. *Diesen Mann hatte ich so gar nicht am Schirm, irgendwie bin ich immer davon ausgegangen dass er eh kein Interesse an mir haben könnte...
Siehst du, bei mir war das in solchen Momenten eher so, dass ich mir da-
bei sagte, der Abend wird definitiv für mich schön. Warum? Weil diese Op-
tion eher in mir selbst liegt. Ich freue mich auf den Abend, sonst würde ich
mich nicht verabreden. Ich darf einen Menschen kennen lernen, der mich
interessiert und Zeit mit diesem verbringen. Ich darf Spaß mit diesem ha-
ben und heraus finden, was daran konkret am Ende meine Bereicherung
bei sein wird. Z.B. über mich selbst heraus wachsen? Mich von einer ganz
andere Seite zu erleben usw. usf.

"Mal sehen, wie es wird..." klingt für mich eher schwer. So nach: "Ob er
meiner Checkliste wohl gerecht werden wird"? Wie bei einem Bewerbungs-
gespräch...
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 18:39   #39
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.843
Zitat:
Zitat von Kronika Beitrag anzeigen
Vielleicht habe ich ja etwas überlesen, aber ich hatte jetzt bisher aus den Beiträgen der TE noch kein klares Bild davon, wie stark ihr Kinderwunsch ist...
Weshalb sollte sie genau das so thematisieren (überhaupt, wo man halbwegs
mal eine Enttäuschung bei ihr hat entnehmen können), wenn ihr das unwich-
tig sei? Weshalb sollte sie dann auf die Spätgebärenden verweisen usw. usf.

Aber, geht es mir (hier) konkret darum oder eher darum, dass man sich bei
Kinderwunsch, "frischer" Trennung in diesem Altersbereich und Neuorientie-
rung eben möglichst nicht selbst noch weitere Steine in den Weg legt?

Um so bewusster ich mir tatsächlicher Umstände usw. bin, um so eher lasse
ich womöglich selbst von bloßen Illusionen und dem Vertreichenlassen von
Zeit ab. Um so eher stelle ich mich womöglich eigenen Ängsten, Zwängen
usw.

Bei einer z.B. 10 Jahre andauernden Beziehung, gerade in jungen Jahren, da-
zu als Verlassene, gehe ich bei emotionaler Betroffenheit eher realistisch da-
von aus, dass es im Schnitt durchaus um die 3-5 Jahre dauern kann, bis ich
das tatsächlich, gerade auch emotional, verarbeitet habe und wirklich wieder
frei für eine neue Partnerschaft bin. Dem einen mag das durchaus früher ge-
lingen. Einem anderen noch später.

Ich spreche dabei von echter, emotionaler Verarbeitung und nicht lediglich
nur Verdrängung usw.

Ich kenne eben Frauen, die das (leider) einfach total verpasst und verkannt
haben. So u.a. auch eine Kollegin, die zu allem "Leid", dann tatsächlich mit
bereits 34 in die Wechseljahre kam. Die Liste ließe sich jetzt fortführen, aber
letztlich geht es doch nur darum, sich selbst wirklich darüber bewusst zu
werden/ sein, was man für sich will und dementsprechend gesund zu han-
deln. Ob man sich letztlich mit der eigenen Kinderlosigkeit irgendwann als
Frau abfinden muss, ggf. auch fremde Kinder in Frage kommen und wie das
dann konkret zu bewerkstelligen geht, ist doch ein völlig anderes Thema.

Hier geht es um Steine (Blockaden), die man sich selbst in den Weg legt.

Als z.B. eher vermeidende Persönlichkeit hast du es nie gelernt, in deinem
Leben einfach mal zuzugreifen, wenn das Glück vor deiner Tür steht. Du er-
kennst es nicht einmal, weil du selbst eher mit deinen Vorsichtsmaßnahmen
beschäftigt bist und Zeit und Zeit und Zeit ...verstreichen lässt.

Dann stehst du mit z.B. 36 Jahren da und schaust auf deine Trümmer zurück.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 19:43   #40
Jawoll77
Platin Member
 
Registriert seit: 11/2015
Beiträge: 1.510
Auch zu beachten gilt, dass Männer in dem gesuchten Altersraster wohl eher gebraucht (mit Ex und Kindern) auf den Markt kommen und sich wohl nicht unbedingt die nächste Frau mit Kinderwunsch ans Bein binden wollen. Und mit den Ansprüchen (die jeder haben darf!) sollte man bzw. Frau sich dann auch nicht wundern, dass die Schnittmenge der potentiellen Partner gering sein wird und die (verkrampfte?) Suche nach Mr. Right durchaus einige Jahre in Anspruch nehmen kann.

Ob es dann noch mit Kindern klappen wird, ist eine ganz andere Frage.

Frau sollte sich dann schon fragen, ob die eigene Prinzipientreue nicht schon vorsätzlich den Spass am Leben nimmt. Liebeskummer kennt fast jeder/jede. Man muss halt für sich erkennen, wie man an diesen Erfahrungen wachsen kann.

Geändert von Jawoll77 (08.06.2020 um 19:46 Uhr)
Jawoll77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2020, 19:43 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Jawoll77,
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