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Du befindest dich im Forum: Thema Liebe als Diskussionsgrundlage. Hier wird alles besprochen, was mit Liebe, Zwischenmenschlichem und Beziehungsanbahnung zu tun hat. Es soll hier um Grundsatzfragen gehen und nicht um persönliche Probleme! Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 06.04.2013, 23:29   #1
Wolfsblume
Special Member
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 5.759
Meditation und unglückliche Liebe

Das Ziel beim Meditieren ist soweit ich das verstehe ja das "vernichten" des Egos. Wenn man dann eine höhere Bewusstseinsebene erreicht hat sollte sich dann ja auch die unglückliche Liebe geben, die ja auch nichts weiter ist als das Wollen von etwas, das man nicht haben kann.

Jemand Erfahrungen damit? Funktioniert das? Und wenn ja, wie lange muss man dazu meditieren? Zeigen sich die Auswirkungen auch schon ein gutes Stück vor dem Erreichen der Erleuchtung?

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Meditieren das Hirn verändert. Sollte also klappen - oder?
Wolfsblume ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2013, 23:29 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 07.04.2013, 11:36   #2
langstrumpf
Member
 
Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 338
Naja, Meditation habe ich zwar ohne Liebeskummer versucht, aber ich bin wohl dafür zu unruhig.
Habe sogar geführte Meditation versucht. Ergebnis: Ich bin selig eingeschlafen.

Allerdings kenne ich Menschen, die regelmässig meditieren und sich damit im Prinzip runterfahren um sich zu neutralisieren.
Aber gegen Deinen aktuellen Liebeskummer...da musst Dich erst mal damit auseinandersetzen.
Er dient ja auch zu Deiner Entwicklung(auch wenn man getrost darauf verzichten kann)
Das Einzige was eine Meditation unterstützt, dass Du anders den Kummer angehst.
Es hilft Dir mehr bei Dir selbst zu bleiben.

Das was Du meinst ist ein langw. Prozess...puuh wie erkläre ich das jetzt?
Also das Liebe/Partnerschaft eine Bereicherung ist und Du Dich auch ohne Partner in einer Einheit befindest.
Du bist bei Dir angekommen und zentriert. Dadurch entstehen auch keine Abhängigkeiten.

Hmm, ich hoffe Du hast verstanden was ich meine...bin heut was kompliziert.
langstrumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 12:01   #3
Mooncake
abgemeldet
Zitat:
Zitat von langstrumpf Beitrag anzeigen
Das was Du meinst ist ein langw. Prozess...puuh wie erkläre ich das jetzt?
Also das Liebe/Partnerschaft eine Bereicherung ist und Du Dich auch ohne Partner in einer Einheit befindest.
Du bist bei Dir angekommen und zentriert. Dadurch entstehen auch keine Abhängigkeiten.
Eine Beziehung ohne Abhängigkeiten gibt es nicht, denn ein Bezug erzeugt stets solche. Beziehungen haben nun mal Stärken und Schwächen, die auf dem gleichen Fundament gründen.

Wenn meine Partnerin nur mein Orbiter ist, ist die Liebe bald dahin. Das ist nicht erstrebenswert.
Mooncake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 12:17   #4
langstrumpf
Member
 
Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 338
Zitat:
Zitat von Mooncake Beitrag anzeigen
Eine Beziehung ohne Abhängigkeiten gibt es , denn ein Bezug erzeugt stets solche. Beziehungen haben nun mal Stärken und Schwächen, die auf dem gleichen Fundament gründen.

Wenn meine Partnerin nur mein Orbiter ist, ist die Liebe bald dahin. Das ist nicht erstrebenswert.
Es gibt Menschen die können das, sie sehen Liebe zu einem Partner als Bereicherung...nicht als Notwendigkeit.
Dies heißt doch nicht, dass sie weniger lieben oder es sich nicht weiter entwickeln kann.
Solche Menchen haben halt eine andere Bewusstseinsebene.

Es gibt ein schönes Buch, was gut zu dieser Thematik passt. "Die Prophezeiungen von Celestine"
Ich bin kein Freund von Esoterikliteratur, aber dieses ist gut geschrieben ohne dramatische Schnörkel.
langstrumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 12:34   #5
Gnomriese
Senior Member
 
Registriert seit: 12/2011
Beiträge: 643
Wer es wiederholt tut und sich auch mit dem Thema beschäftigt, wird ausgeglichener. Ich denke gerade an meinen großen Bruder. Er hat früher gestottert, wurde in der Schule gehänselt, und nach dem Studium als Grafiker nicht so gute Berufschancen.
Seit er regelmäßig meditiert wirkt er ruhiger, zufriedener und er sieht Krisen im Leben mit neutralem Blick. Also innerlich ist er ausgeglichen worden.

Das Prinzip der Meditiation ist das Hier und Jetzt. Es geht darum, dass du alles vergisst und nur noch im Moment bist. Wenn dies gelingt, bist du einfach am Leben und lässt dich nicht von einer Frau runterziehen. Vor allem Liebeskummer hat oft eigentlich sehr viel mit dem Ego zu tun. Das Ego wird gekränkt und man gerät in Wut oder Trauer oder jammert sonst wie rum.^^ Wenn man das eigene Ego aufgeben kann, dann schaust du dir einfach die Berge an und findest die Aussicht schön.
Gnomriese ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 13:02   #6
ich bins
Special Member
 
Registriert seit: 06/2010
Beiträge: 2.010
Zitat:
Zitat von Wolfsblume Beitrag anzeigen
Wenn man dann eine höhere Bewusstseinsebene erreicht hat sollte sich dann ja auch die unglückliche Liebe geben, die ja auch nichts weiter ist als das Wollen von etwas, das man nicht haben kann.
Idr. reicht ja die simple Beantwortung der Frage ob der Wunschkandidat so gut ist wie man unterstellt, meist ja nicht also wären die meisten Liebeskummer so gegessen, da braucht man keine Umwege über Meditation oder was weiß ich. So gesehen ist simple Logik auch eine höhere Bewusstseinsebene, höher als blind alles beweinen was gar nicht so toll ist.
Wenn man das weiter entwickelt dann beseitigt man nicht nur existierenden Liebeskummer mit der Einsicht, man vermeidet sogar die Entstehung zumindest solange der Wunschpartner nicht wirklich gut ist.

Wenn der Wunschkandidat aber wirklich gut ist, sieht es natürlich anders aus. Als halbwegs logisches Wesen sind Selbstlügen kaum möglich, aber ich habe auch nicht gesagt dass man alles so hin drehen kann wie es akut vielleicht für das Wohlbefinden nützlich wäre, manchmal hat man eben schlicht Pech und wenn es wieso auch immer stört dass die Erde keine Scheibe ist, dann wird eben trotzdem damit leben müssen dass es keine ist. Schafft man aber in anderen Bereichen doch auch, ein Maybach hat kaum einer, deswegen muss man sich weder einreden das Auto wäre schlecht, würde nicht existieren, noch ständig deswegen weinen dass man es nicht hat. Wenn das was man an Mann/Frau so haben kann, zu schlecht/unqualifiziert für eine angenehme Beziehung ist, dann lässt man es eben, idr. stirbt man ja nicht dran nichts zu haben. Also eigentlich sind wird ja geübt im Ertragen von endlicher Verfügbarkeit von was auch immer, der Mangel ist im Leben vorprogrammiert, zu Fähigkeit das zu ertragen ohne von der Brücke zu springen muss man sich eben schlicht per Einsicht zwingen, große Tricks gibt es hier nicht, einfach einsehen und fertig.
ich bins ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 14:04   #7
amicelli7
abgemeldet
Doch es ist möglich Beziehungen ohne Abhängigkeiten zu führen.

Gedanken, die helfen:

1. Wenn es mir schlecht geht, helfe ich mir selbst.
2. Wenn ich unzufrieden bin, tue ich selbst etwas für mein Glück.
3. Wenn mir etwas nicht gefällt, ändere ich mich oder gehe.
4. Ich kann nur dann vollumfassend lieben, wenn ich mich frei fühle, meine Persönlichkeit entfalten und tun kann, worauf ich Lust hat. Alles andere ist Einbildung.
5. Wenn mir der LEbensstil meines Partners nicht gefällt, liegt es an mir. Dann gehe ich. Wenn ich einen Menschen ändern will, kann ich ihn nicht wirklich lieben.
6. Mein Partner ist mein Wegbegleiter, nicht der Inhalt meines Lebens.

Viele denken:

1. Wenn es mir schlecht geht, sollte mir mein Partner helfen.
2. Wenn ich unzufrieden bin, brauche ich einen Partner der mich glücklich macht.
3. Wenn mir etwas nicht gefällt, muss sich mein Partner ändern.
4. Ich liebe dann vollumfassend, wenn cih alles für einen Menschen tun würde, nicht mehr ohne ihn leben kann, ja gar für ihn sterben würde.
5. Wenn mein Partner Dinge tut, die mir nciht gefallen, liebt er mich nicht. Ich muss mich bemühen, damit er nur noch an mich denkt.
6. Der PArtner ist mein Lebensinhalt. Liebe ist alles.

Dabei muss man sich nicht mal Vorwürfe machen oder sich doof fühlen, wenn man dem Schema 2 entspricht. Liebe wird uns ja von allen Seiten durch Songs, TV-Sendungen, Filme so präsentiert. Paare die nicht aus dem Aufeinanderkleben herauskommen, wird nachgesagt "perfekte Beziehungen" zu führen. Aber kann es wirklich richtig sein, wenn so viele Menschen solch ein Leid aufgrund dieses Schemas durchleben?

Geändert von amicelli7 (07.04.2013 um 14:15 Uhr)
amicelli7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 14:29   #8
MadHatter
Cosmic Hobo
 
Registriert seit: 03/2004
Ort: Im Wunderland
Beiträge: 2.754
Zitat:
Zitat von Wolfsblume
Das Ziel beim Meditieren ist soweit ich das verstehe ja das "vernichten" des Egos. Wenn man dann eine höhere Bewusstseinsebene erreicht hat sollte sich dann ja auch die unglückliche Liebe geben, die ja auch nichts weiter ist als das Wollen von etwas, das man nicht haben kann.

Jemand Erfahrungen damit? Funktioniert das? Und wenn ja, wie lange muss man dazu meditieren? Zeigen sich die Auswirkungen auch schon ein gutes Stück vor dem Erreichen der Erleuchtung?

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Meditieren das Hirn verändert. Sollte also klappen - oder?
Ich habe Erfahrung im Meditieren. Als Ziel die Vernichtung des Egos anzustreben, ist schon sehr hoch gegriffen. Interessierte sollten kleinere Schritte tun. Zunächst einmal geht es darum, aufmerksam zu werden. Man spricht auch von Achtsamkeit. Durch Meditation kann sich die Aufmerksamkeit verbessern. Sie leitet uns dazu an, unsere inneren Zustände zu betrachten, bevor wir sie loslassen. Ich muss mich dem Gefühl stellen. Das Sitzen in der Meditation führt zu einer Konfrontation mit dem eigenen Selbst. Es ist durchaus anstrengend und darf daher nicht als leichter Weg missverstanden werden, um Gefühle besser abschütteln zu können.
Wenn man sich darauf einlässt, kann das Meditieren befreiend wirken. Das spüre ich aus eigener Erfahrung. Dazu muss man regelmäßig meditieren und sich von Erwartungshaltungen frei machen. Meditation kann helfen; sie ist aber keine Pille, die nach einer bestimmten Zeit wirkt. Ich bevorzuge das Sitzen in der Stille, es gibt aber auch geführte Meditationen. Diese unterstützen das Eindringen ins Unterbewusstsein. Auch hierfür braucht es Zeit. Meditation ist ein Ritual und kann mit einem Lebensstil verknüpft werden, damit die Aufmerksamkeit und Gelassenheit im Alltag bestehen bleiben.
MadHatter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 20:16   #9
Wolfsblume
Special Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 5.759
Zitat:
Zitat von Gnomriese Beitrag anzeigen
Das Prinzip der Meditiation ist das Hier und Jetzt. Es geht darum, dass du alles vergisst und nur noch im Moment bist. Wenn dies gelingt, bist du einfach am Leben und lässt dich nicht von einer Frau runterziehen. Vor allem Liebeskummer hat oft eigentlich sehr viel mit dem Ego zu tun. Das Ego wird gekränkt und man gerät in Wut oder Trauer oder jammert sonst wie rum.^^ Wenn man das eigene Ego aufgeben kann, dann schaust du dir einfach die Berge an und findest die Aussicht schön.
Ich hoffe, es hilft auch gegen das runterziehen-lassen von Männern.


@MadHatter: Ich suche keine einfache Lösung, ich suche eine Lösung die überhaupt irgendwie funktioniert, damit ich den Rest meines Lebens nicht allein mit zehn Katzen verbringen muss. Davon abgesehen gehe ich davon aus, dass es sich nur um ein Symptom einer tiefer sitzenden Problematik handelt und ich allgemein zu viel "klammere", aus irgendeinem psychologischen Grund.

@ich bins: Wenn das so einfach ist, dann frag ich mich, warum überhaupt noch jemand Liebeskummer hat. ^^
Die Methode, einfach eine Liste mit den negativen Eigenschaften des Betreffenden zu machen, ist ja hinreichend bekannt.

Die "Qualität" eines Menschen lässt sich sowieso schwer ermessen; und wenn man sich nur oberflächlich kennt ist es nahezu unmöglich, schwerwiegende Charakterfehler eines Menschen in Erfahrung zu bringen. Die Methode ist beim Ex wohl besser geeignet als bei jemandem der von Anfang an unerreichbar war.
Wolfsblume ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 22:01   #10
MadHatter
Cosmic Hobo
 
Registriert seit: 03/2004
Ort: Im Wunderland
Beiträge: 2.754
Zitat:
Zitat von Wolfsblume
@MadHatter: Ich suche keine einfache Lösung, ich suche eine Lösung die überhaupt irgendwie funktioniert, damit ich den Rest meines Lebens nicht allein mit zehn Katzen verbringen muss. Davon abgesehen gehe ich davon aus, dass es sich nur um ein Symptom einer tiefer sitzenden Problematik handelt und ich allgemein zu viel "klammere", aus irgendeinem psychologischen Grund.
Wenn du den Eindruck hast, dass ich vor der Meditation warnen wollte - das war nicht meine Absicht. Ich wollte schildern, was du erwarten kannst. Nach meiner Erfahrung wird Meditation oft mit großen Erwartungen belastet und die sah ich in deinen Fragen schon anklingen. Viele Menschen geben aufgrund ihrer großen Erwartungen frühzeitig auf. Das ist schade. Durch Meditation kann sich die Achtsamkeit verbessern und der Kontakt zu den eigenen Gefühlen. Deinen Liebeskummer wirst du wahrscheinlich nicht wegmeditieren, aber du kannst vielleicht lernen, damit besser umzugehen. Du wirst aber nur einen Effekt spüren, wenn du regelmäßig meditierst, am besten jeden Tag. Dafür solltest du dir eine feste Zeit reservieren. Es ist auch ratsam, sich eine Gruppe zu suchen. In Yoga-Zentren wird meditiert, in Kirchengemeinden, an Unis oder in Kampfsportzentren. Hier könntest du dich vor Ort erkundigen. Viele Gruppen kosten jedoch Geld. Die Meditationsrichtungen unterscheiden sich, aber grundsätzlich kannst du nichts falsch machen. Man kann sie grob in gegenstandslose (Stille) und gegenständliche Meditationen (Texte, Musik) unterteilen.
Ich lese ab und zu Beiträge von dir und halte dich für reflektiert. Vielleicht hilft es dir, über deine Liebeskummer zu schreiben, hier oder für dich allein. Ich interpretiere jedoch aus deinen Zeilen, dass du besorgt bist, keinen Freund zu finden. Wenn du Schwierigkeiten hast, eine Beziehung einzugehen, gibt es Strategien, die ich dir raten könnte.
Ansonsten solltest du dir einen guten Freund oder eine gute Freundin suchen, die dir zuhören und versuchen, dich zu verstehen. Das hat mir geholfen. Ich hatte auch lange Liebeskummer und damals schwangen darüber hinaus Unsicherheiten in der beruflichen Ausbildung mit. Der (Ex-)Partner wird dann zur perfekten Projektionsfläche; er wird zum Ort der Erfüllung für vieles, was man selbst gerade nicht schafft oder was einem Angst bereitet.
MadHatter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2013, 22:01 #00
Verbraucherinformant

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Beiträge: 4692

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