Lovetalk.de

Lovetalk.de (https://www.lovetalk.de/)
-   Thema Liebe als Diskussionsgrundlage (https://www.lovetalk.de/thema-liebe-als-diskussionsgrundlage/)
-   -   Unfreiwillige Dauersingles: Eure bemühungen für ein erfülltes Liebesleben (https://www.lovetalk.de/thema-liebe-als-diskussionsgrundlage/174239-unfreiwillige-dauersingles-eure-bemuehungen-fuer-ein-erfuelltes-liebesleben.html)

HW124 21.09.2016 17:02

Zitat:

Dabei ist das Leben nicht geil, es ist furchtbar ungerecht.
Hat je jemand was anderes behauptet? Ich meine Abseits von Disney?:teufel:

Zitat:

n diese Zeit, in der man für sein fotografiertes Essen 500 Likes bekommt
Menschen, die ihre Lebenszeit für solchen Nonsens verschwenden, tun mir leid.

Zitat:

Fragen wir doch mal Menschen in anderen Ländern, wie geil das Leben ist.
Interessiert das irgendwen? Ich habe nur ein Leben, meins:yeah:

Und meine Lebenszeit ist wie bei allen Menschen begrenzt....

Dolfin 21.09.2016 18:34

Zitat:

Zitat von Yella (Beitrag 5479709)
Für mich passt diese 'Das Leben ist geil...' Aussage in diese Zeit, in der man für sein fotografiertes Essen 500 Likes bekommt und unzähliger Nachfragen in den sozialen Medien wie "ohhhh wo hast du denn die superduperoberschöne Hose her. Ich MUSS die auch haben!".
Egal ob das Essen in Wirklichkeit ne Erbsensuppe aus der Dose und die Jeans vom Kik ist.
*Das Leben ist geil* passt genau in diese Kategorie.

Dabei ist das Leben nicht geil, es ist furchtbar ungerecht.
Nur leben wir halt gerade in Deutschland und da ist eben alles geil und toll und schööön.

Fragen wir doch mal Menschen in anderen Ländern, wie geil das Leben ist.

Deshalb können die Aussage "das Leben ist geil" oder "das Leben ist sche!ße" auch immer nur Subjektiv sein und hat keinen Anspruch auf eine gesellschaftsumspannende Allgemeingültigkeit. Bzw. müsste in so einer Aussage eigentlich das "das" durch "mein" ersetzt werden. Dann allerdings wüsste ich nicht, was an dieser Aussage verwerflich sein soll. Da jeder selbst am besten beurteilen kann, wie sein Leben ist.

Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt mehr als der Rest. Und davon wiederum lebt ein Großteil in absoluter Armut. Trotzdem schaffen wir Deutschen es immer wieder, alle anderen im Jammern zu übertreffen. Woanders kämpfen die Menschen im Krieg, gegen religiöse Unterdrückung, um Nahrung, ums Überleben ihrer Säuglinge, gegen Seuchen oder ertrinken auf der Flucht übers Mittelmeer. Hier jammern die Menschen über "10 Jahre keinen Sex", die Affäre der Ehefrau, das kaputte Auto, den Ferien-Stau oder darüber, dass im örtlichen Aufnahmelager "zu viele" Flüchtlinge untergebracht sind. Ich will dieses meckern nicht verurteilen. Hat jeder sein Recht drauf und ist vielleicht auch ein Teil unserer "German Angst". Aber zu sagen "wir haben ein Sche!ß Leben und uns geht es ach so schlecht", wird zum Hohn, wenn man unsere Verhältnisse mit denen in den meisten anderen Ländern vergleicht.

Michael25 21.09.2016 18:35

Zitat:

Zitat von 0815Nick (Beitrag 5479593)
Deswegen finde ich solche Motivationsansätze meist total kontraproduktiv.
Den wenigsten Menschen fehlt es doch inhärent an Eigenmotivation etwas zu tun,
gerade wenn sie doch bereits ein Gefühl von Einsamkeit plagt, sondern es sind tatsächliche soziale Defizite die hier behindern.
Zu behaupten mit einer positiven Grundeinstellung wäre auf einmal alles einfacher, klarer und leichter,
ist in meinen Augen erweiterter Bullshit und grenzt an Scharlatanerie.

Was fehlt sind vor allem positive Erfahrungen. Jeder Hauch einer positiven Erfahrungen steigert die Motivation weiter zu machen, hellt die Stimmung auf, steigert die Laune und verleiht damit automatischen Auftrieb nach vorne samt einer Weiterentwicklung. Das wäre z.B. in meinem Falle erstmal ein Kontakt mit einer Frau der entsteht...ein Date. Aber nichts da nur gehaltlose sinnlose Plaudereien die sich im Nichts auflösen.

Wenn jedoch nach ständigen Versuchen immer noch jeglicher Hauch einer positiven Erfahrung ein Fremdwort ist und alle Gespräche mit Frauen im Nimmerwiedersehen enden ist die Motivation weiter zu machen bei den "Erfolgsaussichten" immer weiter im Keller.

Yella 21.09.2016 19:04

Zitat:

Zitat von Dolfin (Beitrag 5479739)
Deshalb können die Aussage "das Leben ist geil" oder "das Leben ist sche!ße" auch immer nur Subjektiv sein und hat keinen Anspruch auf eine gesellschaftsumspannende Allgemeingültigkeit. Bzw. müsste in so einer Aussage eigentlich das "das" durch "mein" ersetzt werden. Dann allerdings wüsste ich nicht, was an dieser Aussage verwerflich sein soll. Da jeder selbst am besten beurteilen kann, wie sein Leben ist.

Die Aussage lautete 'Das Leben..' und nicht 'mein Leben..'.

Dolfin 21.09.2016 19:13

Zitat:

Zitat von Yella (Beitrag 5479750)
Die Aussage lautete 'Das Leben..' und nicht 'mein Leben..'.

Einigen wir uns doch auf "das ist meinen Ansprüchen angemessen.". Deal? ;-)

HillybillyJoe 21.09.2016 19:16

Zitat:

Zitat von Dolfin (Beitrag 5479739)

Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt mehr als der Rest. Und davon wiederum lebt ein Großteil in absoluter Armut. Trotzdem schaffen wir Deutschen es immer wieder, alle anderen im Jammern zu übertreffen. Woanders kämpfen die Menschen im Krieg, gegen religiöse Unterdrückung, um Nahrung, ums Überleben ihrer Säuglinge, gegen Seuchen oder ertrinken auf der Flucht übers Mittelmeer. Hier jammern die Menschen über "10 Jahre keinen Sex", die Affäre der Ehefrau, das kaputte Auto, den Ferien-Stau oder darüber, dass im örtlichen Aufnahmelager "zu viele" Flüchtlinge untergebracht sind. Ich will dieses meckern nicht verurteilen. Hat jeder sein Recht drauf und ist vielleicht auch ein Teil unserer "German Angst". Aber zu sagen "wir haben ein Sche!ß Leben und uns geht es ach so schlecht", wird zum Hohn, wenn man unsere Verhältnisse mit denen in den meisten anderen Ländern vergleicht.

Man kann sich aber nur mit seiner Umgebung vergleichen und nicht mit dem Rest der Welt. Wenn man in der BRD Hartz4 bezieht, dann ist man in Deutschland arm, man verhungert zwar nicht und hat ein Dach über dem Kopf, aber man ist im Vergleich zum mittelständischen Nachbarn arm. Für einen Afrikaner, Osteuropäer oder Flüchtling sind 400€ plus Miete fürs Nichtstun mehr, als Luxus und mehr als diese in ihren Heimatländern mit Arbeit verdienen können, aber in Deutschland sind auch 1500€ Brutto nicht viel. Ein Multi-Millionär, der 100 Mio an der Börse verloren und "nur" noch 1 Mio € an Vermögen übrig hat, wird depressiver sein also so mancher Langzeitarbeitloser.

Dolfin 21.09.2016 19:25

Zitat:

Zitat von HillybillyJoe (Beitrag 5479756)
Man kann sich aber nur mit seiner Umgebung vergleichen und nicht mit dem Rest der Welt. Wenn man in der BRD Hartz4 bezieht, dann ist man in Deutschland arm, man verhungert zwar nicht und hat ein Dach über dem Kopf, aber man ist im Vergleich zum mittelständischen Nachbarn arm.

Da geb ich dir Recht. Wobei es auch hier sehr oft nicht die Hartz4- Empfänger sind, die am meisten jammern. Die beißen sich oft erstaunlich wacker durch. Die am meisten jammern sind häufig die mit mittlerem Einkommen, die den Verlust ihrer Existenzgrundlage (Job, Haus, Einkommen) in der Zukunft befürchten und sich durch diese Ängste die Gegenwart vermiesen.

Zitat:

Ein Multi-Millionär, der 100 Mio an der Börse verloren und "nur" noch 1 Mio € an Vermögen übrig hat, wird depressiver sein also so mancher Langzeitarbeitloser.
Eben. Und der hat dann auch keinerlei Mitleid verdient.

Yella 21.09.2016 19:25

Zitat:

Zitat von Dolfin (Beitrag 5479755)
Einigen wir uns doch auf "das ist meinen Ansprüchen angemessen.". Deal? ;-)

Es ging allein um die pauschale Aussage, das Leben sei geil. Darum bleibe ich bei meinem Beitrag und belasse es dabei.

HillybillyJoe 21.09.2016 19:32

Zitat:

Zitat von Dolfin (Beitrag 5479760)
Da geb ich dir Recht. Wobei es auch hier sehr oft nicht die Hartz4- Empfänger sind, die am meisten jammern. Die beißen sich oft erstaunlich wacker durch. Die am meisten jammern sind häufig die mit mittlerem Einkommen, die den Verlust ihrer Existenzgrundlage (Job, Haus, Einkommen) in der Zukunft befürchten und sich durch diese Ängste die Gegenwart vermiesen.

Natürlich, weil je höher man aufsteigt, desto härter kann man fallen. Ich kann mir giut vorstellen, dass jemand, der es gewohnt ist seit Jahren überdurchschnittlich zu verdienen große Probleme damit hat, wenn er seinen Job verliert und dann gezwungen ist für weitaus weniger zu arbeiten. Das ist aus unserer Sicht ein Lusxusproblem, für ihn ist das mit einer Art Versagen gleichzusetzen. Die meisten von uns sind 3 Mahlzeiten am Tag gewohnt, aber in anderen Kontinenten wären die Menschen froh einmal am Tag satt zu werden.

TeamU 21.09.2016 19:33

Zitat:

Zitat von lowdeal (Beitrag 5479529)
Vielleicht liegts daran, dass sie nicht so glaubwürdig sind. Ich meine was suchen die hier, wenn sie angeblich ständig Affären haben oder immer Frauen haben könnten? Ich verstehe es nicht. Wenn ich eine einzige Frau hätte, würdet ihr mich monatelang nicht mehr hier lesen oder auch nie wieder. :fg:

Sollte man sich deiner Ansicht nach, wenn man ein guter Handwerker ist, an keinem Handwerkerforum beteiligen?

Sollten dort auch nur die mit Problemen, nicht aber die mit Lösungen schreiben dürfen?

Wie sieht es mit einem Kochforum aus? Wer Vanilleeis anbrennen lässt, wird Forumsliebling und ein gestandener Koch bekommt Forumsverbot?


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 11:39 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2021, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2021 DragonByte Technologies Ltd.