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Du befindest dich im Forum: Thema Liebe als Diskussionsgrundlage. Hier wird alles besprochen, was mit Liebe, Zwischenmenschlichem und Beziehungsanbahnung zu tun hat. Es soll hier um Grundsatzfragen gehen und nicht um persönliche Probleme! Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 05.11.2017, 20:34   #6921
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.357
Zitat:
Zitat von Kronika Beitrag anzeigen
Das klingt so ein wenig wie solche Blackout Situationen, die Leute manchmal haben wenn sie Präsentationen oder ähnliches halten sollen.
Sowas kann man üben indem man sich irgendeinen Aufhänger zurecht legt über den man dann wieder "reinfindet" und sich in bekannten Pfaden bewegen kann. Schwierig wird es natürlich wenn du da generell noch kein Geschichten-Arsenal hast, mit dem du schon positive Erfahrungen sammeln konntest und von denen du weißt die kommen immer gut an.
Gibt es da nicht irgendwas wo du z.B. im Umgang mit Freunden oder so wo man vielleicht gelöster ist schon auf Interesse gestoßen bist?
Ich hab den ganzen Nachmittag darüber nachgedacht und mir ist nichts in der Richtung eingefallen.
Zitat:
Ansonsten denke ich eigentlich ähnlich wie Damien dass dich ja sicher viele Dinge ausmachen die du gerne magst, die du gerne mal tun würdest oder die dich begeistert haben - wenn du sowas dann erzählst und dein Gegenüber sich da gar nicht für interessiert, dann ist das vielleicht eher ein grundsätzliches Problem. Dass ihr generell nicht viel gemeinsam habt oder derjenige gar nicht ernsthaft interessiert war dich besser kennen zu lernen.
Ja, das ist wahrscheinlich so.

Zitat:
Das einzige was ich mir darüber hinaus noch vorstellen könnte, wäre dass es an der Erzählweise liegt. Es sollte natürlich schon so sein dass du selbst das was du sagst irgendwie spannend oder lustig findest - das spürt man dann im Normalfall auch.
Da mir ja auch hier im Forum u.a. von Time wiederholt gesagt wird, dass ich nicht gut erzählen kann, wird es wohl auch mit daran liegen.
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Alt 05.11.2017, 20:34 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 05.11.2017, 20:44   #6922
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.357
Zitat:
Zitat von Time2bcool Beitrag anzeigen
Du ziehst also daraus den Rückschluss, deine Themen (=Du) seien langweilig, wenn dein Gegenüber nicht nachhakt. Das muss ja weder stimmen, noch muss dein Gesprächsstoff die Ursache für die mangelnde Resonanz sein; Vielleicht bremst du dich an dem Punkt sogar selbst aus, wo dir seine "Gesprächsresonanz" im Vergleich zu deiner "Gefühlsresonanz" zu gering vorkommt, wenn das für dich unweigerlich "bin zu langweilig, war ja klar" bedeutet.
Wie soll ich es denn sonst deuten?

Zitat:
Ich könnte mir außerdem vage vorstellen, dass du, ohne es zu wissen, eine Art "geschlossene Erzählart" an dir hast, die weder Fragen offen lässt, noch eventuell aufkommende Phantasien des Gegenüber zulässt (ich denke da an deine Geschichte mit der Mülltonne und dem Pyjama, bitte nicht falsch verstehen: du hast das sehr anschaulich und bildhaft geschildert, richtig gut! Trotzdem fühlte ich mich eher beklommen und nicht etwa ermuntert, mit dir darüber zu schreiben oder zu scherzen).
Ja, richtig gut...und dann kommt das Aber.


Zitat:
BTW: Wenn man dazu neigt, die eigene Wahrnehmung sehr dezidiert zu schildern (sei es aus übertriebener Korrektheit, Narzissmus oder dem Irrglauben, man könne und würde bis ins Detail von einem anderen Menschen verstanden/wahrgenommen werden - so wie Schwurbelinchen z.B. ), muss man vorsichtig sein, den anderen damit nicht den Raum für eigene Emotionen zu nehmen.
Dieses ganze Kennenlern-Ding ist nämlich großteils ein Phantasieprodukt und spielt sich wochen- und monatelang im jeweils eigenen "Universum der Möglichkeiten", also einem Universum an vielen unterschiedlichen Emotionen ab. In der Verliebtheitsphase ist es oft gar nicht der reale Partner sondern dieses eigene Universum, das die Hochgefühle und wahnwitzigen Versprechungen hervorruft.
Verliebtheitsphase? Soweit komme ich ja gar nicht.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2017, 20:44   #6923
Straßencasanova
Mister Interpretationator
 
Registriert seit: 05/2011
Ort: Nähe karlsruhe
Beiträge: 3.154
Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Ich muss ehrlich gestehen, ich erkenne den Unterschied zwischen deinen beiden Absätzen hier nicht. Nichtmal im Ansatz. Bzw., den theoretischen schon, allerdings frage ich mich, wie das praktisch umzusetzen sein soll.
Das ist schade, dass du da den Unterschied nicht erkennst zwischen einer Intention die eher auf NEHMEN aus ist(mit der Überzeugung nichts wertvolles für den anderen zu geben zu haben) und der anderen die eher GEBEN will.(MIT der überzeugung, sehr wohl was wertvolles zu geben zu haben)




Zitat:
Zitat von NBUC
Weil du hier predigst, dass es nur auf die innere Einstellung und der davon beeinflußten Ausstrahlung ankommt.
Und wenn die jahrelang "korrekt" war und dann trotzdem gar nichts passiert ist,
Vllt. lehne ich mich damit aus dem Fenster, und/oder schließe von mir auf andere... aber ich zweifel daran, dass die bei unzufriedenen von selbstzweifel geplagten DS je "korrekt" war.
Denn die entwickeln ihre Haltung, innere Einstellung und damit Ausstrahlung.. schon in der Kindheit bzw. Teenager-jahren. Und die Erfahrung von da prägen sie bis heute.


Zitat:
Zitat von Ourrobos
Der Grund warum man "locker und unverfangen" oberflächlich(Smalltalk) auf einen Menschen zugehen muss, ist damit sich dieser öffnen kann/will. Es ist einfach notwendig damit das Gegenüber seinen Schild runterfährt.

Wenn man das kann, heißt es aber nicht man wäre in der Lage die andere Person für sich zu gewinnen. Das ist nochmal eine andere Geschichte
Richtig!... Und das MUSS man auch nicht.


Zitat:
Zitat von NBUC
Diese Abschottung ist ja typischerweise keine spontane Entscheidung sondern das Ergebnis einer oft sogar mehrerer negativen Entwicklungen, oft auch mit Mobbingkarrieren oder ähnlichem verbunden.
Das ist nachvollziehbar. Und nur eine natürliche Reaktion unseres Gehirns, um uns vor weiterer Enttäuschung und Verletzung zu schützen.
Daraus resultiert dann eben bei jenen die "Soziale Angst", die kurz vor Interaktionen immer wieder auftaucht.
Nur sollte dies keine Entschuldigung sein, auch in Zukunft nicht zu handeln und sich eher zurückzuziehen, anstelle mutig zu sein. Und damit meine ich nicht, als Entschuldigung für andere... sondern vor allem (eigentlich NUR) für sich selber.


Zitat:
Zitat von time2bcool
Dem 'Zerdenken' liegen vll überhöhte Ideen und Vorstellungen von dem, was "Zwischenmenschliches" ausmacht zugrunde,
ja ,so fast!
Vorrausgehend hierfür ist da bei vielen wohl eine sehr demütige und negative Selbsteinschätzung, wie sie von anderen gesehen werden und bei ihnen ankommen, wenn sie einfach sie selbst sind. Die innere Überzeugung und Erwartung, von anderen Menschen werden sie nicht respektiert und geachtet und als störend, belästigend, nervig, langweilig, unlustig usw. empfunden. Und dass wenn sie was "falsches" sagen oder tun, gleich ausgelacht, verspottet, schief angeguckt schlimmstenfalls gehasst werden.
Das führt dann zu der Angst... lieber die Klappe zu halten, ruhig zu bleiben, und auf "sichere" Anzeichen und Gelegenheiten zu warten, bei denen man dann garantiert nichts falsch machen kann. Die aber dann nie vorkommen... stattdessen wartet man.... und wartet man... auf seine "Chance"

Und daher auch der Wunsch dieser DS hier, nach Lösungen und "Rezepten" die ihnen das Gefühl vermitteln, dass ihnen beim befolgen und umsetzen sicher nichts passieren und sie damit garantiert nichts falsch machen können.
Straßencasanova ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2017, 20:56   #6924
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.357
Zitat:
Zitat von Time2bcool Beitrag anzeigen
@speziell für Yella: Um den Gedanken mit dem "Universum der Möglichkeiten" zuende zu denken:

In der Kennenlernphase ist genau genommen nicht die Persönlichkeit Yella langweilig, sondern das Universum an möglichen Emotionen deines Dating-Partners will sich entfalten. Wenn der sich in dieser Entfaltung eingeschränkt fühlt, z.B. beim bloßen Zuhören irgendwelcher Schilderungen, hilft dir nur noch ein tiefes Dekolleté.

Das Problem ist, dass man immer seine eigene Gehemmtheit und sonst was alles als subliminale, also unterhalb der bewussten Wahrnehmung vorhandene, Signale auf sein Gegenüber überträgt (übertrieben gesagt: man selbst ist sozusagen der einzige, der glaubt, keiner kann in sein Inneres schauen).

So gesehen bist du langweilig, weil du sein "Universum der Möglichkeiten" nicht in Schwingung versetzt; andererseits ist dieses Universum irreal und hat nichts mit dir als Person zu tun.

Ich an deiner Stelle würde meine Art mich mitzuteilen genauestens unter die Lupe nehmen, die ich demgegenüber hatte, der vor mir 'geflüchtet' ist. Darin müssten meine eigenen Einschränkungen/Kümmernisse/Vermessenheit/younameit enthalten sein, die "sein Universum" auf eine Weise lahm gelegt haben, wie sie es ggf. mit mir selber tun.

Ich glaube, wenn man solche Strukturen 'aufdeckt', wird man automatisch frei davon. Zumindest sind sie nicht mehr unbewusst, und etwaige Gesprächspartner können wir auch besser verstehen.
Sry, darauf schreibe ich vielleicht an einem anderen Tag mal etwas. Heute ist das zuviel für meinen Kopf. Du schreibst oft so kompliziert (für mich), dass ich dich nicht verstehe. Wie nennst du das nochmal? Schwurbelinchen?

..........................................

Insgesamt hat mir diese Diskussion heute wieder gezeigt, dass ich echt einfach nur noch die Tür hinter mir zumachen und die Welt draußen lassen möchte. Da sind soviele Probleme, die ich im Zusammenspiel mit Menschen habe, dass ich gar nicht mehr weiß was ich machen, wo ich anfangen soll, was jetzt richtig und wichtig ist und...
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2017, 21:03   #6925
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.357
Zitat:
Zitat von Jawoll77 Beitrag anzeigen
Frag mal alle deine Freundinnen, was sie an Dir toll finden und mach daraus eine Liste. Welche Situationen fanden Sie lustig? Was ist merkwürdig an Dir? Was schätzen sie an Dir? Was ist typisch Yella?
Das hab ich schon gemacht.

Zitat:
Und die wichtigste Frage: kannst Du über Dich selber lachen? Wenn ja, dann erzähl doch, dass Du z.B. tapsig bist und Du gerade froh bist, ihn nicht mit deinem Getränk überschüttet zu haben. Bring das Gegenüber zum Lachen. Oder oder oder..... lass Dir helfen von Deinen Freundinnen. Die kennen Dich lange genug um eine ganz lange Liste Deiner Kuriositäten zu erstellen (um halt über Dich selbst lachen und reden zu können).
Meine Freundinnen finden mich nicht witzig oder lustig sondern zuverlässig, lieb, nett, hilfsbereit.
Dazu fallen mir einfach keine witzigen Geschichten ein.

Zitat:
Wenn ich mein Gegenüber etwas frage erwarte ich auch keine Antworten über Kernphysik, sondern lache am liebsten über das Leben, lustige Situationen, über mich selber und auch über andere. Einfach unverkrampft.
Ich weiß echt nicht was ich da erzählen soll.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2017, 23:06   #6926
Damien Thorn
_______________
 
Registriert seit: 01/2015
Beiträge: 8.293
Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Träume und Leidenschaften interessieren bisher Fremde dann doch erst einmal nicht.

Je nach Anlass geht es da doch eher um soziale Einordnung .....(ewiges Blabla)
Du quasselst etwas zuviel. Wie gesagt, selbst die größten Torfköpfe kriegen es hin, Small Talk zu führen und von sich zu erzählen. Die sinnieren keine gefühlten 100 Jahre wie Du, bevor sie etwas raushauen, sondern machen es einfach.

Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Ich hab gemerkt, dass meine Interessen für andere wohl so langweilig sind, dass sich da kein Gesprächsstoff ergibt. Da wird nicht mehr nachgefragt, ich erzahle es und dann war's das.
Dann passt es halt nicht. Muss ja nicht bedeuten, dass es niemanden interessiert. Eine Unterhaltung basiert ja auf mehr als reinen Informationsaustausch. Kein Grund also, alle Menschen über einen Kamm zu scheren und nichts mehr von Dir zu erzählen. Denn schlimmer als beim Nichtversuch kann man gar nicht scheitern.
Damien Thorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2017, 23:43   #6927
Ouroboros
Junior Member
 
Registriert seit: 09/2014
Beiträge: 45
Meine persönliche Erfahrung ist, dass Frauen nicht unbedingt lachen weil man(n) witzig ist, sondern weil sie einen mögen. Natürlich gibt es einfach witzige Menschen, aber ich war noch nie jemand der Massen bewegt hat. Meine sehr ironische und sarkastische Art braucht schon ein entsprechend reifes Gegenstück, welches einen versteht.

Ich glaube auch nicht, dass man wirklich witzig sein muss um jemanden für sich zu begeistern. Auch wenn es natürlich einen Vorteil bringt.
Ouroboros ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2017, 00:22   #6928
Time2bcool
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Wie soll ich es denn sonst deuten?
Dass es nicht passt, und im Grunde gilt das dann beidseitig.

Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Ja, richtig gut...und dann kommt das Aber
Solange es 'Abers' gibt, werden sie früher oder später kommen. Also lebenslang. Für jeden von uns.

Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Verliebtheitsphase? Soweit komme ich ja gar nicht.
'Kennenlernphase' funktioniert ganz ähnlich irrational: die eigene Phantasiewelt wird angeregt; das hat mit dem realen Gegenüber erstmal noch nicht so viel zu tun, und es dauert, bis man den Menschen sieht, wie er wirklich ist.

Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Sry, darauf schreibe ich vielleicht an einem anderen Tag mal etwas. Heute ist das zuviel für meinen Kopf. Du schreibst oft so kompliziert (für mich), dass ich dich nicht verstehe. Wie nennst du das nochmal? Schwurbelinchen?
Mit Schwurbelinho meinte ich eigentlich einen anderen User, der in einem Satz dreimal abbiegt, um die Entstehungsgeschichte jedes seiner Gedanken lückenlos mit einfließen zu lassen.

Mein Problem ist wieder ein anderes: ich vermisse meinen Ex-Freund, den ich jederzeit fragen konnte, was ich eigentlich sagen will, und der dann mit den Worten: "Ist doch ganz einfach, ..." zwei einfache Sätze einleitete, und ich mich danach wunderbar selbst verstehen konnte.

Zitat:
Zitat von Straßencasanova Beitrag anzeigen
Das ist schade, dass du da den Unterschied nicht erkennst zwischen einer Intention die eher auf NEHMEN aus ist(mit der Überzeugung nichts wertvolles für den anderen zu geben zu haben) und der anderen die eher GEBEN will.(MIT der überzeugung, sehr wohl was wertvolles zu geben zu haben)
Ich glaube, dass hier ein Knackpunkt liegt. Der Mehrwert für andere. Er bestimmt Status und Attraktivität.


Zitat:
Zitat von Straßencasanova Beitrag anzeigen
Ja, so fast!
Vorausgehend hierfür ist da bei vielen wohl eine sehr demütige und negative Selbsteinschätzung, wie sie von anderen gesehen werden und bei ihnen ankommen, wenn sie einfach sie selbst sind. Die innere Überzeugung und Erwartung, von anderen Menschen werden sie nicht respektiert und geachtet und als störend, belästigend, nervig, langweilig, unlustig usw. empfunden. Und dass wenn sie was "falsches" sagen oder tun, gleich ausgelacht, verspottet, schief angeguckt schlimmstenfalls gehasst werden.
Das führt dann zu der Angst... lieber die Klappe zu halten, ruhig zu bleiben, und auf "sichere" Anzeichen und Gelegenheiten zu warten, bei denen man dann garantiert nichts falsch machen kann. Die aber dann nie vorkommen... stattdessen wartet man.... und wartet man... auf seine "Chance"

Und daher auch der Wunsch dieser DS hier, nach Lösungen und "Rezepten" die ihnen das Gefühl vermitteln, dass ihnen beim befolgen und umsetzen sicher nichts passieren und sie damit garantiert nichts falsch machen können.
Ich verstehe. Aber erstens kann kein Mensch in einem sozialen Gefüge "einfach nur er selbst sein"; es ist früher oder später immer etwas Aufwand nötig, Fingerspitzengefühl zu entwickeln. Und ich behaupte, wer das instinktiv beherrscht, der hat diese "Arbeit" schon zu einem früheren Zeitpunkt geleistet. Alle anderen haben es noch vor sich. Oder ziehen sich zurück und schmollen.

Ein flüssiges, freundliches und sogar interessantes Gespräch kannst du heute sogar schon mit einem programmierten Roboter führen, wie ich neulich im Bildungskanal der ARD sah. Erstaunlich! Der kleine Kerl konnte in der Art und Weise auf den Moderator eingehen und dabei sogar von sich selbst erzählen, dass einem das Herz aufging und man sich direkt zwingen musste, ihn nicht mit einem Lebewesen zu verwechseln.

Für mich stellt sich die Frage, ob jemand nicht in der Lage oder eben nicht Willens ist, seine Defizite in der Kommunikation und was daran für andere ggf. unangenehm ist, zu erkennen. Diejenigen DS, die ich persönlich kenne, sind von jener Demut, die du ansprichst, jedenfalls meilenweit entfernt. Soziale Angst, Frust oder Resignation und Zorn - ja; aber von Demut keine Spur.

Und ich glaube kaum, dass die Umwelt daran Schuld ist, wenn sie gewisse zwischenmenschliche Prinzipien nicht verstehen.

Geändert von Time2bcool (06.11.2017 um 01:18 Uhr)
Time2bcool ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2017, 01:59   #6929
Damien Thorn
_______________
 
Registriert seit: 01/2015
Beiträge: 8.293
Ein großes Problem bei den meisten DS ist, dass sie den Anspruch erheben, jemanden kennenzulernen, um ein gewisses Maß an Zufriedenheit zu erlangen. Und das ist eben bereits ein falscher Ansatz. Denn niemand hält einem im Leben das Händchen. Im Leben allein zufrieden zu sein und zurechtzukommen, ist wichtig. Dann ist ein Kennenlernen allenfalls ein Bonus und kein Muss, um glücklich und zufrieden zu sein. DS scheinen das nicht zu können. Je länger sie allein sind, desto größer wird das Gefühl des vermeintlichen Defizits und desto größer auch die Resignagtion, Klagelaute, Empörung, Sardonismus oder was auch immer....dass die Welt ihnen ja so übel mitspielt. Und desto weniger werden sie als Individuen wahrgenommen, denen man gern begegnen möchte.
Damien Thorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2017, 03:24   #6930
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.357
Zitat:
Zitat von Time2bcool Beitrag anzeigen
Dass es nicht passt, und im Grunde gilt das dann beidseitig.
Ja, es hat noch nie gepasst.
Zitat:
Mit Schwurbelinho meinte ich eigentlich einen anderen User, der in einem Satz dreimal abbiegt, um die Entstehungsgeschichte jedes seiner Gedanken lückenlos mit einfließen zu lassen.
Ich weiß was bzw. wen du meintest. Ich hab nur manchmal bei deinen Beiträgen ähnliche Schwierigkeiten sie zu verstehen.

Zitat:
Ich glaube, dass hier ein Knackpunkt liegt. Der Mehrwert für andere. Er bestimmt Status und Attraktivität.
Was muss man denn dafür haben oder machen oder können, um einen Mehrwert für Andere zu haben?

Zitat:
Für mich stellt sich die Frage, ob jemand nicht in der Lage oder eben nicht Willens ist, seine Defizite in der Kommunikation und was daran für andere ggf. unangenehm ist, zu erkennen.
Um zu sehen dass man etwas falsch macht, bzw. was man falsch macht, müsste man ja wissen, wie es richtig wäre.
Woher bekommt man dieses Wissen?

Zitat:
Und ich glaube kaum, dass die Umwelt daran Schuld ist, wenn sie gewisse zwischenmenschliche Prinzipien nicht verstehen.
Nee nicht die Umwelt, ich bin einfach zu blöd es zu verstehen.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2017, 03:24 #00
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