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Du befindest dich im Forum: Thema Liebe als Diskussionsgrundlage. Hier wird alles besprochen, was mit Liebe, Zwischenmenschlichem und Beziehungsanbahnung zu tun hat. Es soll hier um Grundsatzfragen gehen und nicht um persönliche Probleme! Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 17.11.2017, 20:45   #7181
Damien Thorn
_______________
 
Registriert seit: 01/2015
Beiträge: 8.293
Zitat:
Zitat von Jawoll77 Beitrag anzeigen
Bedeutet das im Umkehrschluss, dass Du lieber nicht so bist, wie Du bist (dich also an irgendeine Anforderung der Umwelt anpasst), damit Du geliebt wirst - damit Du dich schlussendlich irgendwan selber magst? Möchtest Du Dich wirklich so abhängig von der Liebe / Meinung anderer Menschen machen? Das würde Dich glücklich machen?
Es ging darum, sich selbst zu lieben und wertzuschätzen. Dies strahlt man dann auch nach außen aus, was in der Regel auch willkommen ist. Zudem gibt es so etwas wie Persönlichkeitsentwicklung. Nur ein ängstlicher Kontrollfreak kommt mit Sätzen wie "Ich bin, wie ich bin" daher.
Damien Thorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2017, 20:45 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 17.11.2017, 20:55   #7182
Jawoll77
Platin Member
 
Registriert seit: 11/2015
Beiträge: 1.786
Zitat:
Zitat von Damien Thorn Beitrag anzeigen
Es ging darum, sich selbst zu lieben und wertzuschätzen. Dies strahlt man dann auch nach außen aus, was in der Regel auch willkommen ist. Zudem gibt es so etwas wie Persönlichkeitsentwicklung. Nur ein ängstlicher Kontrollfreak kommt mit Sätzen wie "Ich bin, wie ich bin" daher.
Dann hab ich das falsch verstanden - Na Persönlichkeitsentwicklung kommt ja (zumindest bei den meisten) mit der Lebenserfahrung - und dagegen hab ich nix.
Jawoll77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2017, 21:00   #7183
Meryl
Member
 
Registriert seit: 11/2017
Beiträge: 85
Zitat:
Zitat von Jawoll77 Beitrag anzeigen
Dann hab ich das falsch verstanden - Na Persönlichkeitsentwicklung kommt ja (zumindest bei den meisten) mit der Lebenserfahrung - und dagegen hab ich nix.
Ich denke, jemand der so ist wie er sein will, der ist mit sich zufrieden und im reinen und findet sich gut so wie er ist. Und so ein selbstbewusster Mensch kommt dann auch bei anderen gut an.

Wenn man aber einfach so ist wie man ist und damit selbst gar nicht glücklich ist, dann kann man doch auch nicht erwarten, dass andere einem mehr Wertschätzung entgegen bringen als man selbst.
Meryl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2017, 22:00   #7184
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.346
Zitat:
Zitat von Matze1985 Beitrag anzeigen
Du hast von dir selbst keine hohe Meinung. Warum sollte dich jemand anderes schätzen, wenn du selbst es nicht tust?
Ich weiß das, ich verstehe was ihr schreibt.
Doch das heißt nicht, dass ich es umsetzen kann.
Ich *sollte* eine hohe Meinung von einem Menschen haben, den ich zwar ok, aber sonst nicht so doll finde.
Den Dreh, wie das funktioniert, habe ich noch nicht raus.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2017, 22:07   #7185
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.346
Zitat:
Zitat von Damien Thorn Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, ob es schon mal zur Sprache kam, aber hast Du schon mal darüber nachgedacht, Dich in Therapie zu begeben? Bei Deiner Einstellung könnte Dir ein Profi, der Dich dann Schritt für Schritt an die hand nimmt, bestimmt Wege vermitteln, um Deinen Selbstwert in eine gesündere Richtung zu rücken.
Da ich mich vor ein paar Jahren vor Selbsthass selbst zerfleischt und letztendlich auch verletzt hab, habe ich schon Therapieerfahrung.
Mich nicht mehr zu hassen oder zu verachten, bedeutet leider nicht, mich zu lieben, auch wenn ich das sehr lange dachte.
Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, fürchte ich.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2017, 22:09   #7186
Whiskas
Special Member
 
Registriert seit: 03/2010
Ort: Auf einem wilden Berg
Beiträge: 7.097
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Ich weiß das, ich verstehe was ihr schreibt.
Doch das heißt nicht, dass ich es umsetzen kann.
Speziell Damien versteht jedoch nicht: man kann auch viele Jahre zufrieden sein und dann irgendwann nicht mehr.

Dass das Zielgeschlecht bereits einen weiten Bogen um einen gemacht hat als man noch zufrieden war versteht er nicht. Sich selbst als ganz ok empfinden heisst noch lange nichts.

Zitat:
Zitat von Meryl Beitrag anzeigen
Und so ein selbstbewusster Mensch kommt dann auch bei anderen gut an.
.
Das ist sicher förderlich, allerdings reicht das noch lange nicht um gut anzukommen.

Geändert von Whiskas (17.11.2017 um 22:15 Uhr)
Whiskas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2017, 00:41   #7187
Damien Thorn
_______________
 
Registriert seit: 01/2015
Beiträge: 8.293
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Da ich mich vor ein paar Jahren vor Selbsthass selbst zerfleischt und letztendlich auch verletzt hab, habe ich schon Therapieerfahrung.
Mich nicht mehr zu hassen oder zu verachten, bedeutet leider nicht, mich zu lieben, auch wenn ich das sehr lange dachte.
Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, fürchte ich.
Bist Du denn noch in Therapie? Falls nicht mehr, dann wurde sie m.E. zu früh abgebrochen. Aber der Weg ist schon mal der richtige. Du bist weiter als vor ein paar Jahren. Wie lang es noch dauert, bis Du soweit bist, hängt zum einen damit zusammen, wie geschickt der Therapeut vorgeht, aber auch an Dir, wieviel Motivation Du überhaupt aufbringst, um Dich da rauszuwuchten.

Zitat:
Zitat von Whiskas Beitrag anzeigen
Speziell Damien versteht jedoch nicht: man kann auch viele Jahre zufrieden sein und dann irgendwann nicht mehr.

Dass das Zielgeschlecht bereits einen weiten Bogen um einen gemacht hat als man noch zufrieden war versteht er nicht. Sich selbst als ganz ok empfinden heisst noch lange nichts.
Das mag vielleicht für Dich gelten. Wenn ich sehe, mir welcher stumpfen Ohnmacht Du Deine Beiträge zu diesem Thema verfasst, dann wundert mich rein gar nichts mehr. Das musst Du jedoch nicht verstehen. Bau Du mal schön weiter Deine Mauer plakativer Resignation auf.....

Zitat:
Zitat von Whiskas Beitrag anzeigen
Ich bin nicht so toll wie alle anderen. Gut, soweit nichts neues.
.....Leute davon zu überzeugen, hast Du ja anscheinend gut drauf.

Geändert von Damien Thorn (18.11.2017 um 01:15 Uhr)
Damien Thorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2017, 01:26   #7188
Meryl
Member
 
Registriert seit: 11/2017
Beiträge: 85
Zitat:
Zitat von Whiskas Beitrag anzeigen
Speziell Damien versteht jedoch nicht: man kann auch viele Jahre zufrieden sein und dann irgendwann nicht mehr.

Dass das Zielgeschlecht bereits einen weiten Bogen um einen gemacht hat als man noch zufrieden war versteht er nicht. Sich selbst als ganz ok empfinden heisst noch lange nichts.


Das ist sicher förderlich, allerdings reicht das noch lange nicht um gut anzukommen.
Weißt du, ich finde wir reden hier über etwas worum es im Prinzip überhaupt nicht geht. Ich zitiere mal meine Oma, um deutlich zu machen was ich meine: "Du bist der einzige Mensch, mit dem du garantiert den Rest deines Lebens verbringen wirst".

Es ist doch so, wenn man es mal nüchtern betrachtet, dass man andere letztendlich nicht dazu zwingen kann so zu sein wie man es gern hätte, oder einen zu mögen, oder irgendwas zu geben, was man selbst vermisst.

Das einzige was man selbst in der Hand hat ist das was man selbst aus seinem Leben macht, wie man zu Dingen steht, wie man mit Dingen umgeht. In dem Moment, in dem ich von einem anderen erwarte, dass er eine Lücke bei mir füllt, oder mir irgendwas gibt, was ich mir selbst nicht geben kann, gebe ich anderen Macht über mich, aber auch Verantwortung.

Das ist natürlich verführerisch und auch bequem zu denken es würde einem selbst viel besser gehen, wenn man nur einen Partner hätte, oder Freunde, oder was weiß ich.

Das ist aber eine Verantwortung, die andere gar nicht tragen können, weil sie dafür schlicht nicht zuständig sind.

Wenn man das nicht nur weiß, sondern auch anerkennt und fühlt, dann kann man auch die Opferrolle verlassen und für sich selbst einstehen.

Ich weiß, dass das alles andere als leicht ist und dass es sehr, sehr schwer ist aus den gewohnten und vertrauten Mustern auszubrechen.

Das Problem dabei ist die Motivation, denn wenn man die hätte, dann wäre man nicht in der Situation. Und wenn man die Motivation aus sich selbst ziehen soll, obwohl man sich eigentlich nach Liebe und Anerkennung von anderen sucht, dann beißt sich die Katze in den Schwanz. Woher soll man Motivation beziehen um etwas für sich selbst zu tun, wenn man sich selbst gar nicht wertschätzen, oder zumindest annehmen kann?

Bei mir hat es funktioniert über Disziplin. Ich habe mich gezwungen Dinge zu tun, für die ich eigentlich keine Motivation hatte und irgendwann haben mir diese Dinge so ein gutes Gefühl gegeben, dass ich daraus aus Motivation ziehen konnte. Ich habe den Kreislauf umgekehrt, aber das ist auch nicht der Weg für jeden. Ich habe zum Beispiel auch gute Erfahrungen mit systemischen Aufstellungen, auch das kann ein Weg sein, muss aber nicht.

Für mich steht aber fest, glücklich sein ist nichts was einem passiert, es ist eine Entscheidung. Am Anfang steht immer die Entscheidung, dass man glücklich sein will. Wie man das dann anstellt und realisiert ist sehr individuell und komplex.
Meryl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2017, 08:19   #7189
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.346
Zitat:
Zitat von Meryl Beitrag anzeigen
Bei mir hat es funktioniert über Disziplin. Ich habe mich gezwungen Dinge zu tun, für die ich eigentlich keine Motivation hatte und irgendwann haben mir diese Dinge so ein gutes Gefühl gegeben, dass ich daraus aus Motivation ziehen konnte.
Waren das Dinge, die du an sich schon ganz gern tun wolltest, aber alleine dazu keine Lust hattest? Und hattest du währenddessen denn ein gutes Gefühl dabei oder hast du dich jedesmal da durchgequält?
Wie lange etwa hast du das gemacht, bis du bei dir eine Veränderung festgestellt hast?
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2017, 09:00   #7190
Meryl
Member
 
Registriert seit: 11/2017
Beiträge: 85
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Waren das Dinge, die du an sich schon ganz gern tun wolltest, aber alleine dazu keine Lust hattest? Und hattest du währenddessen denn ein gutes Gefühl dabei oder hast du dich jedesmal da durchgequält?
Wie lange etwa hast du das gemacht, bis du bei dir eine Veränderung festgestellt hast?
Hmm ja, also bei mir war es so, dass ich einfach nicht wirklich Freundschaften hatte. Es war keiner da mit dem ich etwas unternehmen konnte und wenn doch, dann wurde mir oft abgesagt. Ich hätte mich schon gerne mit Leuten getroffen und angefreundet, aber da kam irgendwie nichts zurück und ich wollte auch keinem hinterher laufen.

Ich hab auch zu der Zeit gedacht es wäre alles viel besser, wenn ich einen Freund hätte. Wenn jemand immer bei mir wäre, dann würde ich mich auch besser fühlen.

Ich hab also Inhalt in meinem Leben vermisst, den mir jemand anderes geben sollte.

Ich habe dann angefangen mein Leben selbst mit Inhalten zu füllen, indem ich einfach alles gemacht habe, auch wenn es unbequem, oder unangenehm war.

Ich hab jede Einladung angenommen, egal von wem. Ich bin zur Einweihungsparty einer Kollegin gegangen die ich kaum kannte, mit anderen zum Sport, mit meiner Oma zur Faschingssitzung in ihrem Dorf, eben Dinge die ich normalerweise nicht gemacht hätte, weil sie mir Unbehagen auslösen. Weil ich Angst hatte, wie ein Trottel in der Ecke zu stehen weil ich keinen kenne, oder dass keiner mit mir reden will.

Es war mir immer erstmal unangenehm und ich hätte heute noch Hemmungen alleine auf eine Party zu gehen wo ich keinen kenne, das ist also nie weg gegangen, quälen ist aber auch anders. Es war dann aber auch umso schöner, wenn meine Ängste nicht bestätigt wurde und ich einen schönen Abend/Tag hatte.
Meryl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2017, 09:00 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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