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Du befindest dich im Forum: Thema Liebe als Diskussionsgrundlage. Hier wird alles besprochen, was mit Liebe, Zwischenmenschlichem und Beziehungsanbahnung zu tun hat. Es soll hier um Grundsatzfragen gehen und nicht um persönliche Probleme! Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 28.12.2017, 14:41   #7671
Helmut Logan
Snikt!
 
Registriert seit: 09/2016
Ort: Springfield
Beiträge: 4.607
Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
a) Es ist nicht zwingend ein generelles Problem, sondern vielmehr ein spezifisches bzw. dort besonders ausgeprägtes Problem im Beziehungsbereich. Im Hobby oder am Arbeitsplatz kann ein DS z.B. weitgehend oder gar völlig problemlos sein, einfach weil er die Codes dort kennt oder z.B. kein Erfahrungsdefizit udn ggf zusätzlcihes Attraktivitätsdefizit hat.
Das Attraktivitätsdefizit hast du nicht, das haben auh die Mädels beim Treffen gesagt.

Die Frage die du dir stellen musst, ist, wie bringst du deine Berufs-/Hobbywelt, in der du die Probleme nicht hast, in deine restliche Welt, da wo Beziehungen stattfinden könnten? Ich denke, es würde helfen, wenn dein Berufs-/Hobby-Ich sich auch in andere Bereiche deines Lebens ausbreitet.

Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
b) Es hilft jetzt kein Stück von den DS "Emphatie" einzufordern oder halt noch einmal als Ursache hoch zu hängen. Wenn wir das aus welchen Gründen auch immer nicht hinbekommen, werden wir das nicht besser erkennen/können, weil jemand noch einmal auf das Defizit hingewiesen hat.
Das hat nichts mit einfordern zu tun. Aber ist es nicht besser, wenn man sein Defizit kennt? Ich finde eben, es ist wichtig, die Ursache für das Defizit zu ergründen um zu sehen, ob man etwas daran ändern kann oder nicht. Und wenn man es nicht ändern kann, was man stattdessen machen kann um am Beziehungsleben teilnehmen zu können.

Aber das wird nur ein Therapeut zusammen mit dem jeweiligen DS ergründen können. Und der DS muss sich auch öffnen wollen, was verändern wollen.

Alles ist besser als zu sagen, es geht nicht.
Helmut Logan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 14:41 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 28.12.2017, 14:59   #7672
BTC
Junior Member
 
Registriert seit: 12/2017
Beiträge: 18
Zitat:
Zitat von Straßencasanova Beitrag anzeigen
ich nicht. Das würde unterstellen, Intelligenz macht unsexy... tut es aber nicht.
Bei mir ha'ts bei Frauen immer nur dann funktioniert, wenn ich den primitiven Affen hab raushängen lassen.
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Alt 28.12.2017, 15:00   #7673
BTC
Junior Member
 
Registriert seit: 12/2017
Beiträge: 18
Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen
Eigene Aktion, daraus kann überhaupt erst eine Reaktion folgen...und dabei hapert es bei den Allermeisten.
Trifft aber auch nur auf Männer zu.
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Alt 28.12.2017, 15:01   #7674
JohnDoe87
Special Member
 
Registriert seit: 08/2014
Ort: Königreich Bayern unter Kronprinz Maigus I.
Beiträge: 3.020
Ach wie schön. Sind wir also wieder bei den Pauschalisierungen?

JohnDoe87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 15:03   #7675
NBUC
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 1.967
Das funktionieren in der Berufs/Hobbywelt basiert darauf, dass die entsprechenden Qualifikationen da sind und auch die Kommunikationsregeln weitestgehend bekannt (und die nicht formailiserten Bereiche nicht so häufig primär relevant werden).

Und dass es dort keinen bis kaum Kontakt mit Aliens aus anderen Galaxien als die aus der man selbst kommt äh Frauen gibt vermutlich.

Das Defizit kennen ist ja bloss der erste Schritt. Die nächste Frage wäre das dran arbeiten. Und dazu gehört dann meiner Meinung nach gerade das rationale Ergründen zu und nicht Relevantes unter dem Deckmantel "Empathie" noch weiter zu mystifizieren.

Was für ein Therapeut?
Krankenkasse, Beratungsstelle und Therapeuthen selbst fühlen sich jedenfalls nicht dafür zuständig und schicken einen munter im Kreis. Die fragen nach Drogen, Eheproblemen, Alkohol, Arbeitslosigkeit, AIDS oder Depressionen oder sind selbst am Ende ihres standardisierten Horizonts.

Aber wie soll ein Therapeut Erfahrungsdefizite und Wahrnehmungsprobleme bezgl. Signalen aka "Emphatie" abbauen? Schauspielert der oder besser die das dann vor und gibt dann die Erläuterung dazu? Kann ich mir kaum vorstellen.
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Alt 28.12.2017, 15:15   #7676
BTC
Junior Member
 
Registriert seit: 12/2017
Beiträge: 18
Zitat:
Zitat von JohnDoe87 Beitrag anzeigen
Ach wie schön. Sind wir also wieder bei den Pauschalisierungen?

Persönliche Erfahrungen.
BTC ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 15:16   #7677
Helmut Logan
Snikt!
 
Registriert seit: 09/2016
Ort: Springfield
Beiträge: 4.607
Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Das funktionieren in der Berufs/Hobbywelt basiert darauf, dass die entsprechenden Qualifikationen da sind und auch die Kommunikationsregeln weitestgehend bekannt (und die nicht formailiserten Bereiche nicht so häufig primär relevant werden).

Und dass es dort keinen bis kaum Kontakt mit Aliens aus anderen Galaxien als die aus der man selbst kommt äh Frauen gibt vermutlich.
Keine Frauen im Beruf? Dann ist das natürlich etwas komplett anderes als z.B. bei meiner Arbeit, wo die Mischung 50/50 ist und sich auch immer wieder mal Paare bzw. Affären finden.

Aber gibt es in dem Fall nicht Kollegen mit Erfahrung bei Frauen, an die man sich vielelicht ein bisschen hängen kann, bzw. bei denen man um Rat fragen kann?

Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Das Defizit kennen ist ja bloss der erste Schritt. Die nächste Frage wäre das dran arbeiten. Und dazu gehört dann meiner Meinung nach gerade das rationale Ergründen zu und nicht Relevantes unter dem Deckmantel "Empathie" noch weiter zu mystifizieren.
Wichtig wäre es auch, einzusehen, dass an Empathie absolut nichts mystisches dran ist. Und wie schon oft gesagt hat Liebe überhaupt nichts mit Rationalität zu tun.

Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Was für ein Therapeut?
Krankenkasse, Beratungsstelle und Therapeuthen selbst fühlen sich jedenfalls nicht dafür zuständig und schicken einen munter im Kreis. Die fragen nach Drogen, Eheproblemen, Alkohol, Arbeitslosigkeit, AIDS oder Depressionen oder sind selbst am Ende ihres standardisierten Horizonts.
Das kan ich dir nicht sagen, auch nicht, wie viel das kostet. Die Möglichkeit hat trotzdem jeder.

Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Aber wie soll ein Therapeut Erfahrungsdefizite und Wahrnehmungsprobleme bezgl. Signalen aka "Emphatie" abbauen? Schauspielert der oder besser die das dann vor und gibt dann die Erläuterung dazu? Kann ich mir kaum vorstellen.
Wie gesagt, der erste Schritt wäre überhaupt zu ergründen, ob es abbaubar ist. Wenn du dich als Kind aus irgendeinem Grund eingekapselt hast bzw. dir irgendwas gefehlt hat, dann ist vielleicht was machbar. Und Silvana hat noch ein Beispiel gebracht, wie jemand all die sozialen Umgangsformen mühesam erlernt hat und letztendlich eine Familie gründen konnte.
Helmut Logan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 15:36   #7678
NBUC
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 1.967
Zitat:
Zitat von Helmut Logan Beitrag anzeigen
...

Wichtig wäre es auch, einzusehen, dass an Empathie absolut nichts mystisches dran ist. Und wie schon oft gesagt hat Liebe überhaupt nichts mit Rationalität zu tun.
.
Wenn es nichts mystisches ist, dann sollte es rational erklärbar sein, ggf. nicht von jedem.

Zitat:
Zitat von Helmut Logan Beitrag anzeigen
Das kan ich dir nicht sagen, auch nicht, wie viel das kostet. Die Möglichkeit hat trotzdem jeder.
.
Die angefragten "Fachleute" hatten jedenfalls so gar keine Vorstellung.

Zitat:
Zitat von Helmut Logan Beitrag anzeigen
Und Silvana hat noch ein Beispiel gebracht, wie jemand all die sozialen Umgangsformen mühesam erlernt hat und letztendlich eine Familie gründen konnte.
@Silvana
Weißt du ob das Aspergertraining nur "Basisfunktionalitäten" betraf und der Rest dann Glückssache war oder ob das Training auch Beziehungscodes vermittelt hat?
NBUC ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 15:52   #7679
Talamaur
Inventar
 
Registriert seit: 07/2011
Ort: Sauerland
Beiträge: 3.216
Erstmal eben vorweg als Hinweis für alle, weil das zur Sprache kam: Nein, ich fühle mich nicht beleidigt, stigmatisiert oder niedergetrampelt. Das erste Mal in diesem Thread.

Zitat:
Zitat von Helmut Logan Beitrag anzeigen
Ne, das ist nicht selbstverständlich, du bist da die Ausnahme. Du sagtest doch, du bist Dauersingle. Und würdest das gerne ändern, oder nicht?

Schau mal deinen einen Thread:
https://www.lovetalk.de/thema-liebe-...ziehungen.html



Die besagten Videospiele (oder Buch lesen, Filme schauen, Computerschach spielen, durch die Landschaft ziehen und Fotos machen, in der Kneipe hocken, etc. pp.), das kann jener doch auch alles unter der Woche abends zur Entspannung machen, wenn er im Hotel lebt. Dort hat er nach der Arbeit ja keinen Streß mehr, dass er den Haushalt machen müsste oder so.
Also, Videospiele hab ich damals aus zwei Gründen als explizites Beispiel genommen. Erstens funktionieren sie für mich super, um runter zu kommen. Und zweitens reagieren Frauen erfahrungsgemäß (ja, hier pauschalisiere ich, das ist aber gerade unausweichlich für das Beispiel) sehr allergisch, wenn es um Videospiele geht. Das ist also per se schonmal eine sehr explosive Kombination.

Und dann scheint es mir, als hättest du noch nie im Hotel gelebt und beim Kunden gearbeitet, jedenfalls nicht länger als einen oder zwei Tage. Der Tagesablauf ist dann eher der, dass ich bis 21 Uhr beim Kunden bin, um 22 Uhr das Hotel das betrete und mehr oder weniger direkt ins Bett gehe, um morgens um 9 wieder beim Kunden zu sein. Da ist schon keine Zeit für Freizeitbeschäftigungen jeglicher Art. Und das nächste Probem ist: Ich kann nicht überall mit einem 5kg-Laptop aufschlagen, ihn ständig mit mir rum schleppen, aus etlichen Gründen. Mein Arbeitslaptop ist klein, handlich, leicht, wiegt unter einem Kilo, damit er maximal mobil ist und hat überhaupt nicht die nötige Grafikleistung für Videospiele. Insofern bleibt da tatsächlich nur das Wochenende.

Zitat:
Natürlich wird er sich freuen, heimzukommen, seinen Partner in den Arm zu nehmen, mit ihr was zu machen, was beiden Spaß macht und sie schließlich vögeln. Das "er wird sich nur drauf einlassen um im Gegenzug Sex zu erhalten" ist völlig unempathisch. Denn man hat gerne miteinander Sex, das gilt für beide. Und man macht gerne was zusammen. Das gilt auch für beide.
Ich habe ja ein paar Freunde, die in Beziehungen sind und einen ähnlichen Job wie ich und ähnliche Hobbies wie ich habe. Daher kann ich dir sagen, dass es nicht zutrifft. Wenn sie Freitags Abends nach Hause kommen, dann machen sie eben nichts, was ihnen beiden Spaß macht, sodern sie machen, was ihre Freundinnen wollen. Darüber sind schon etliche Beziehungen in die Brüche gegangen und alle neuen laufen ebenfalls nach diesem Muster ab.

Zitat:
Er wird, wenn er seine Frau liebt und fünf Tage weg war, an gar nichts anderes denken können, als daran, seine Frau endlich wieder in den Arm nehmen zu können, sie riechen zu können, sie schmecken und ihre Stimme hören zu können.

Du bist nicht so, dann musst du das akzeptieren und evt. jemanden finden, der genauso tickt. Oder du findest raus, ob das bei dir angeboren oder durch etwas ausgelöst wurde.
Ich sehe die Schwierigkeit durchaus, hier jemanden zu finden, der da eventuell passen könnte. Aber darum gehts ja vorerst noch gar nicht. Es geht ja um etwas viel früheres.

Zitat:
Zitat von Helmut Logan Beitrag anzeigen
Nein, da macht sich keiner was vor. So funktioniert die Welt nunmal. Das kannst du jetzt totanalysieren, es ändert daran aber nichts.
Fakt ist ja: Der Mensch lügt sich gerne in die eigene Tasche, das tun wir alle, ich nehme mich da nicht raus.
Und wenn ich halt im Freundeskreis beobachte, dass sie sich immer wieder nach vier Wochen fragen "Wie konnte ich mich nur so in ihm/ihr täuschen?!", dann frage ich mich schon, wie weit es mit dem ersten Eindruck tatsächlich her ist. Offensichtlich wird da viel geblendet - und vor allem auch blenden gelassen.

Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Du wirst es kaum glauben, ich kann auch Menschen (ja sogar Frauen) sympathisch finden, die ich nicht für einen Millimeter attraktiv finde
Das kann ich auch. Nur halt eben nicht beim "ersten Eindruck", denn Sympathie empfinde ich da nicht.

Zitat:
Für mich ist es z.B. schon mal wichtig ob jemand Humor hat, er/sie lächelt, lacht usw.

Weil Menschen ohne Humor kann ich nix abgewinnen...
Ich finde das ein unfassbar komisches Argument. Denn jeder Mensch hat Humor. Es gibt keine humorlosen Meschen. Die Frage ist nicht, ob er/sie Humor hat, sondern lediglich, ob sein/ihr Humor zu deinem passt. Das hingegen kann man auf den ersten Blick auf wieder nicht erkennen, sondern muss es durch Versuchen abgleichen.

Zitat:
Zitat von Helmut Logan Beitrag anzeigen
Das hat nichts mit einfordern zu tun. Aber ist es nicht besser, wenn man sein Defizit kennt? Ich finde eben, es ist wichtig, die Ursache für das Defizit zu ergründen um zu sehen, ob man etwas daran ändern kann oder nicht. Und wenn man es nicht ändern kann, was man stattdessen machen kann um am Beziehungsleben teilnehmen zu können.

Aber das wird nur ein Therapeut zusammen mit dem jeweiligen DS ergründen können. Und der DS muss sich auch öffnen wollen, was verändern wollen.

Alles ist besser als zu sagen, es geht nicht.
Die Therapeutin urteilte: "Da können Sie nichts machen. Entweder sie können das, oder nicht, dann werden sie alleine bleiben, finden Sie sich damit ab."

Was macht man, wenn man sowas vom Profi zu hören bekommt?

Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Ich würde vermuten die Wahrheit liegt in der Mitte.
Ja, viele DS haben Probleme mit dem Lesen von unterschwelligen Signalen (ich auch) - insbesondere eben in dem Feld, wo bei ihnen zusätzlich noch jede Menge mangelnde Übung hinzu kommt.
Ob und auf welche anderen sozialen Felder das übergreift, ist allerdings dann wieder sehr unterschiedlich.
Es ist garantiert nicht jeder DS Autist und garantiert nicht jeder Autist DS. Möglicher Weise mag die Schnittmege aber relativ groß sein.
In meinem Fall ist es so: Ich vermute seit vielen Jahren, dass ich einer bin. Jeder Arzt, den ich darauf anspreche, antwortet aber: Wären Sie einer, hätte man Ihnen das als Kind diagnostiziert. Hat man nicht, also sind sie keiner. Blöder Weise ist es bei uns hier aber so, dass ich in einem sehr kleinen, recht "rückständigen" Kaff lebe. Als ich Kind war, hatte man hier - egal ob Arzt oder Laie - nie etwas von Autismus gehört. Als Erwachsener ist hier also praktisch unmöglich, noch eine Diagnose zu bekommen. Und die Diagnosezentren, die Autismus im Erwachsenenalter diagnostizieren, die ich bisher auftun konnte, sind erstens sehr weit entfernt (deutlich über 150km) und nehmen für die Dauer der Diagnosestellung nicht stationär auf, sodass man entsprechend für einige Tage jeden Tag dorthin pendeln muss. Insofern ist es aktuell gerade wirklich extrem schwierig, dem weiter nachzugehen.
Talamaur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 16:13   #7680
002gast
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
@Silvana
Weißt du ob das Aspergertraining nur "Basisfunktionalitäten" betraf und der Rest dann Glückssache war oder ob das Training auch Beziehungscodes vermittelt hat?
Der junge Mann erlernte in dieser Fachklinik/Beratungscenter Alles.
Auch anhand von Rollenspielen Reaktionsmuster auf Aktionen.
Frau kommt rein, lächelt ihn an, er muss angemessen reagieren.
Also positiv reagieren können, als auch ablehnend. Aber angemessen. Er hatte ein regelrechtes Skript dabei, fast ein Wörterbuch/Übersetzer.

Er sagte mir, er müsse das erlernen wie eine Fremdsprache.
Wie verhalten sich Menschen in Situaionen, was sagen sie, lächeln sie, schauen sie dem Gegenüber in die Augen.
Wie zeigt man Dank, Sympathie, was sind die Normen, Formeln eines sozialen Miteinanders, eines Gefüges.

Ich fand ihn bereits vor seiner Therapie sehr nett. Aufgefallen war mir eben nur, dass er nicht lächelte, wenn er kommunizierte, dass sein Ausdruck immer stereoryp war.

Aber nicht unangenehm oder aggressiv.
Nur eben fast unbeteiligt.

Da ich an einer Hochschule mit künstlerischem Zweig arbeitete,wusste ich aber, dass er seine ganzen Emotionen ( die ja vorhanden sind) in seine Kunst legte.
Dort konnte er sich ausdrücken.

Er war insgesamt 5 Jahre bei dieser Fachklinik für Autisten( aller Ausprägungen, Asperger ist nur Eine davon).

Was mir sehr bedeutsam vorkommt ist, dass seine Frau Chinesin ist. Er sagte deren Kultur, Ausdruck, nonverbale Gestik wäre für ihn leichter lesbar und erlernbar gewesen.


Ihn heute mit seinem Kind schmusen zu sehen ist wirklich ein Wunder.

Geändert von 002gast (28.12.2017 um 16:16 Uhr)
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Alt 28.12.2017, 16:13 #00
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