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Du befindest dich im Forum: Thema Liebe als Diskussionsgrundlage. Hier wird alles besprochen, was mit Liebe, Zwischenmenschlichem und Beziehungsanbahnung zu tun hat. Es soll hier um Grundsatzfragen gehen und nicht um persönliche Probleme! Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 01.05.2017, 00:43   #51
parmesan
Golden Member
 
Registriert seit: 01/2009
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.491
Zitat:
Zitat von Paradigma Beitrag anzeigen
Wovon sprichst du da eigentlich? Sicher ist das Gefühl der Verliebt sehr angenehm (zu mindestens wenn es auf Gegenseitigkeit beruht) - aber das ist eben ot genauso schnell vorbei wie es gekommen ist.
Sagt wer? Klar, wenn die rosarote Brille fällt und der Körper keine Hormone ausschüttet ist es vorbei mit diesem Zustand und es geht in eine Liebesbeziehung über, die weniger von Liebe an sich sondern Verbundenheit 2er Menschen lebt. Das ist der Zustand, indem rein vom natürlichen Faktor ein Kind groß gezogen wird.

Zitat:
Eine gute Beziehung dagegen hat man mit einem Partner, dem man aufrichtig und von Herzen zugetan ist - der ähnliche Werte hat, von dem man sich akzeptiert und angenommen fühlt, mit dem man an einem Strang zieht - ein wirklicher Partner (und die eigenen kleinen Kinder) ist tatsächlich das "intensivste" was man an Familie hat.
Was Du schilderst hat null mit der Dauer einer Beziehung zu tun und kann pauschaler kaum sein. Das sind alles Punkte die Dir wichtig sind, nur beruhen Gefühle und Bindungen nicht auf bewusste Entscheidungen und Wünsche, sondern im Unterbewusstsein entscheidet sich das Empfinden einer Beziehung. Oder war jede Beziehung für Dich immer gleich? Meine längste Beziehung war nicht meine intensivste, nach Deiner Logik müsste ich aber gerade dieser hinter her trauern.

Zitat:
Natürlich gibt es schlechte Langzeitbeziehungen, aber ich habe auch einige Paare kennengelernt, die auch nach 30 Jahren noch ein Liebespaar sind. Unaufgeregt, sicher, liebevoll, zugewandt, harmonisch - so erlebe ich diese Bindungen. Ich wünsche mir sehr, das ich so eine Beziehung noch auf die Reihe kriege.
Was Du beschreibst ist exakt die Art von Beziehung die uns in Kinderschuhen eingetrichtert wird und kaum was mit der Realität zu tun hat. Wenn meine Eltern nicht 2 Kinder bekommen hätten und in einer Zeit aufgewachsen sind, in der Ehe heilig war, wären sie schon lange kein Paar mehr. Und das, obwohl alle von Dir genannten Punkte zutreffen. Gleiches trifft auf meinen Bruder zu, der laut ihm glücklich verheiratet ist, aber dennoch in den ganzen Jahren immer wieder mal fremd gegangen ist. Einige verwechseln eine Liebesbeziehung vielleicht auch mit einer intensiven Freundschaft.

Zitat:
Meine Kinder sind 19 und 21, die von meinem Freund 6 und 10. Ich bin bald 48, gemeinsame Kinder werden wir mit Sicherheit keine mehr bekommen. Wenns nach dir geht, dann hat unsere Beziehung keinen Sinn.
Nicht nach mir, sondern der Wissenschaft und Philosophie. Es trifft ja auch zu, Ihr beide habt Kinder mit anderen Partnern gezeugt und Euch danach irgendwann getrennt. Nun seid Ihr zusammen und habt sicherlich auch Sex. Irgendwann wird der Punkt kommen dass die Hormone eben anders ticken und Ihr zusammen seid weil das angenehmer für Euch ist als allein zu sein. Ich bin heute auch nicht mehr so sexuell aktiv wie vor 20 Jahren, und kann mir vorstellen das dieser Punkt komplett in den Hintergrund rückt.

Zitat:
Seltsam, das auch Menschen, die übers Reproduktionsalter hinaus sind, noch Zuneigung, Zärtlichkeit, Unterstützung und Sex haben wollen.
Siehe oben. Dein Körper und Deine Hormone können halt nicht unterscheiden ob ihr Sex zum Spaß habt. Du willst jetzt aber nicht abstreiten das vom natürlichem Stammpunkt Sex der Fortpflanzung dient, und Gefühle grundlegend auf Hormone basieren, die eine ähnliche Wirkung wie Drogen haben. Das ist auch der Grund warum Menschen sich völlig irrational verhalten, sich von Partnern schlagen lassen, Fremdgehen oder selbiges hinnehmen, (Selbst)Mord aus Liebe etc begehen. Irgendwann habe ich gelesen dass eine Trennung und Liebeskummef einem harten Drogenentzug ähnelt. Die wissenschaftliche Seite der Liebe ist nun mal nicht romantisch, und diese Erkenntnis hat mir viel gebracht.

Es steht ja jedem frei wie er seine Beziehung erlebt, ich respektiere auch Deine Ansicht. Nur sehe ich weiter nicht warum es Unterschiede bei Beziehungen durch Dauer und Art des Kennenlernens geben soll. Rein vom banalen Standpunkt ergibt es bis auf mehr und schnellere Auswahl keinen Sinn.
parmesan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 00:43 #00
Verbraucherinformant

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Beiträge: 4692

Alt 01.05.2017, 11:17   #52
GreatBallsofFire
Baron von Münchhausen
 
Registriert seit: 01/2007
Ort: Eight Miles High
Beiträge: 9.675
Zitat:
Zitat von Paradigma Beitrag anzeigen
..Seltsam, das auch Menschen, die übers Reproduktionsalter hinaus sind, noch Zuneigung, Zärtlichkeit, Unterstützung und Sex haben wollen..
Ich finde das nicht seltsam, sondern zutiefst menschlich.
GreatBallsofFire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 11:17 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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