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Du befindest dich im Forum: Thema Liebe als Diskussionsgrundlage. Hier wird alles besprochen, was mit Liebe, Zwischenmenschlichem und Beziehungsanbahnung zu tun hat. Es soll hier um Grundsatzfragen gehen und nicht um persönliche Probleme! Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 30.08.2020, 00:28   #311
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.899
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Bevor wir aneinander vorbeireden...
Egal, aber schön, dass du dich wieder beteiligst.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2020, 00:28 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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Alt 30.08.2020, 19:45   #312
edy
Senior Member
 
Registriert seit: 11/2005
Beiträge: 596
aussehen

das ist dch geschmacksache was atraktivität entspricht. denke der sportle typo ob frau oder mann hat gute chancen
edy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2020, 14:42   #313
0815Nick
Special Member
 
Registriert seit: 02/2011
Ort: Nerdpol
Beiträge: 3.430
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Bevor wir aneinander vorbeireden: Was genau meinst du mit "alles egal"?
Es ist zumindest das was man von den Personen zu hören bekommt, in Wahrheit scheint es mir eher so zu sein dass Gefühle beiseite geschoben werden, egal ob nun bewusst oder unbewusst, um sich vor weiterem Schaden zu schützen.

Das klassische Muster also, es wird eine Barriere errichtet um möglichen Schmerz fern zu halten, diese Aktion führt jedoch zu mehr Isolation, mehr Zurückweisung, mehr Unverständnis der Umwelt.
Worauf dann die Barriere nochmals verstärkt wird...

Das ist der Teufelskreis von dem ich spreche.

Und nein, ich habe auch noch keinen Weg daraus gefunden außer es mir bewusst zu machen und zu versuchen offen gegenüber sozialen Kontakten zu sein.
Es klappt nicht immer...

Das schlimmste für einen Pessimisten ist doch, wenn man auch noch recht hat...
"Ich irre mich gerne."; ist ein Satz den ich oft sage auch auf oft so meine und nur selten wird er von anderen Menschen um mich herum wirklich als das verstanden was er bedeutet: Als Wunsch und nicht als Scherz.


Zitat:
Je nachdem wie es mir geht, ist es bei Überforderung eben ganz laut in mir drin oder es ist so, als wäre ich komplett leer. Ich denke dann nicht, ich fühle dann auch nicht. Ich laufe dann auf Notstrom.
Ich weiß man sagt das so, aber Menschen laufen nicht auf Batterie...

Manchmal hilft es sich das nochmal ins Gedächtnis zu rufen.
Menschen sind Menschen.
Und nach meiner Beobachtung können nur wenige wirklich ihre eigene Motivation hinterfragen, was sie wirklich antreibt;
wieso man sich so verhält und nicht anders.

Aber bei deiner Erklärung schilderst du nur Symptome, aber worin die Überforderung besteht scheint gar nicht wichtig.

Zitat:
Schmerz ist zumindest etwas, das fühlbar ist. Woher er kommt, was der Auslöser dafür ist, ist dann schon fast egal.
Ganz gewiss ist es nicht egal, es ist sogar die entscheide Frage, finde ich.
Fange an die Motivation, den Grund deines Handelns zu hinterfragen, ansonsten wirst du dich nur in deinen eigenen Gefühlen einsperren und die Todesschraube dreht sich tiefer...

Zitat:
Phhh, schwer zu sagen.
Ich mache ja nicht nichts. Ich rede halt nur nicht darüber, weil ich, so gut wie immer, auf taube Ohren stoße.
Und wenn ich das Wort Begeisterung nehme, halte ich es für viel zu groß, für das was ich da empfinde.
Das kann ich tatsächlich nachvollziehen. Nur wenige empfanden das was ich als interessant und spaßig empfand auch so.
Was akzeptiert und üblich war langweilte mich dagegen.
Blind etwas zu glauben und zu folgen ist und bleibt das Handeln von "einfachen" Menschen.
Ich konnte weder die Begeisterung für Fußball noch für für irgendwelche Boy-Bands nachvollziehen...
Der Schluss zu dem man dann kommen kann, nämlich das man die anderen als "dumme Affen" abstempelt und sich moralisch über sie erhebt ist falsch, so falsch wie es nur geht.
In Wahrheit traut man sich nur nicht das was einen Begeistert auch offen zu zeigen, weil man die Reaktion ja bereits kennt: Unverständnis.
Der Schritt dazu muss aber sein, das es einem egal sein muss.
Es ist mir egal wenn mich Leute dumm anschauen während ich meine Musik genieße, mir doch egal wenn die das stört wenn ich es gerne laut hab...
Mit seinem näheren Umfeld muss man natürlich verständlicher sein, aber auf keinen Fall darf man es sich zu Herzen nehmen wenn die blöd gucken und wenn man sich exzentrisch verhält, dann ist man per Definition "außerhalb".
Die eigene Abgrenzung als Ausgrenzung zu verstehen ist am Ende nichts anders als sich selbst zu schlagen.
0815Nick ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2020, 20:35   #314
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.899
Ich zitiere das hier:

Zitat:
Zitat von 0815Nick Beitrag anzeigen
... Das klassische Muster also, es wird eine Barriere errichtet um möglichen Schmerz fern zu halten, diese Aktion führt jedoch zu mehr Isolation, mehr Zurückweisung, mehr Unverständnis der Umwelt.
Worauf dann die Barriere nochmals verstärkt wird...
jetzt nur mal, um aus meiner Sicht zu umschreiben, welche Kommunika-
tionstypen ich persönlich als echt schwierig empfinde, da mit diesen kein
echter Austausch und damit weder eine Annäherung, noch eine echte Ver-
trauensbasis entsteht:

1.
Der verschlossene Nur- Zuhörer, der zwar soziale Kontakte wünscht, der
aber um himmelswillen bloß nichts über sich preisgeben mag. Sein Gegen-
über könnte ihn kritisieren, über Gesagtes urteilen usw. usf., also verlaufen
"Gespräche" meist in einer Einbahnstraße. Genau diese muss man mit der
Zeit als Gegenüber als "langweilig" empfinden, interessiert man sich auch
für die verschlossene Person. Zudem erwächst aus so einer Art schnell e-
ben auch mal Misstrauen. Außerdem stockt hier eh jede Kommunikation,
sobald der Alleinunterhalter seinen Dienst einstellt.

2.
Der leicht paranoide Pessimist, der sich ebenfalls zwar soziale Kontakte
wünscht und selbst auch etwas einbringt (eher sehr vorsichtig), der aller-
dings in fast allem, was er hört, einen Angriff auf seine Persönlichkeit er-
blickt und der sich zudem gern überall als Opfer sieht. Da wird auch nicht
nachgehakt, sondern sofort böses unterstellt usw. Auch er schenkt we-
der der Welt, noch dem Gegenüber Vertrauen und Gespräche ersticken
schnell deshalb, weil das Gegenüber i.d.R. keinen Bock darauf hat, sich
gefühlt ständig rechtfertigen zu müssen usw. usf.

3.
Der selbstdrehende Inseltyp, der jede Vorlage nur als Startschuss dazu
nutzt, um über sich selbst Monologe abhalten zu können. Er sucht vor
allem einen treuen Zuhörer und Bewunderer. Aber sicher keinen gegen-
seitigen Austausch.

4.
Der "Schlagwort-Scanner", der passiv im Gespräch erpicht darauf aus ist,
bestimmte "Schlagwörter" zu hören, weil er sein Gegenüber danach in ge-
wisse Schubladen zu stecken versucht. "Gefährlich" usw., sind demnach
für diesen Schlag Menschen all jene, die das nicht "drauf haben" (wie soll-
ten sie auch, sie kennen seine "Macken" ja nicht) oder anders herum ge-
nau die Schlagwörter benutzen, die mit dessen Vergangenheit negativ be-
lastet sind.

5.
Der ewige Gegenfragensteller, der ebenfalls ein sehr selbstunsicherer bis
paranoider Persönlichkeitstyp ist, der einfach nicht wirklich offen auf ande-
re zugehen kann. Man soll sich hier zwar möglichst "nackig zeigen" und
wird mit Fragen und ständigen Gegenfragen bombardiert, echte Antwort-
en bleiben in der Regel aber aus.

6.
Der kleine Abwerter, der eher narzisstisch tickt, sich in Langeweile suhlt
und der im Grunde nur darauf aus ist, seinem Gegenüber mal deutlich zu
machen, für wie inkompetent er es hält, damit sein "Tag/ Abend" gerettet
ist.

7.
Der Marktschreier, der egal, wie hohl sein Produkt ist, die Aufmerksamkeit
nicht nur vom Gegenüber für sich beansprucht, sondern vom ganzen Saal.
Dieser Typus stellt sich nicht nur selbst ständig in den Vordergrund, sondern
er wiederholt das vom Gegenüber Gesagte auch so laut, damit der ganze
Saal etwas davon hat und im Anschluß (hoffentlich) bemerkt, was für coole
Antworten ER darauf weiß.

8.
Der ohne Punkt und Komma- Dauerredner, der Angst davor hat, sein Gegen-
über zu Wort kommen zu lassen, weil damit "Nähe" entstehen könnte. Er
will zwar nicht im Vordergrund usw. stehen, er sucht auch nicht die Abwer-
tung usw. des anderen. Aber, er fühlt sich in seinem Schutzraum beschnit-
ten und weiß sich nicht anders zu helfen. Diesen Typus kann man m.E.n.
aber leichter bändigen, indem man ihm einfach seinen Schutzraum gewährt.

Die konkreteren Hintergründe mögen vielschichtig usw. sein. Nur zählen die-
se beim "Kennenlernen" usw. erstmal gar nicht. Vielmehr zählt hier doch, wie
es auf das Gegenüber wirkt und ob man dieses mit einer solchen Art direkt
verscheucht.
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2020, 18:32   #315
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.312
Zitat:
Zitat von 0815Nick Beitrag anzeigen
Es ist zumindest das was man von den Personen zu hören bekommt, in Wahrheit scheint es mir eher so zu sein dass Gefühle beiseite geschoben werden, egal ob nun bewusst oder unbewusst, um sich vor weiterem Schaden zu schützen.
Um etwas beiseite schieben zu können, muss man diese Gefühle ja erstmal haben oder besser gesagt, fühlen können.
Das ist mein Problem.
Wenn mein Kopf sagt "Das ist gut! Darüber kann ich mich freuen." heißt das nicht, dass dieser Gedanke sich durch ein Gefühl bemerkbar macht.
Da habe ich einen sehr großen blinden Fleck.
Ich brauche einen sehr starken Reiz um etwas wirklich zu fühlen und meistens ist das eben Schmerz. Dieses Gefühl lässt sich, für mich, am einfachsten hervorrufen.

Zitat:
Das klassische Muster also, es wird eine Barriere errichtet um möglichen Schmerz fern zu halten, diese Aktion führt jedoch zu mehr Isolation, mehr Zurückweisung, mehr Unverständnis der Umwelt.
Worauf dann die Barriere nochmals verstärkt wird...

Das ist der Teufelskreis von dem ich spreche.

Und nein, ich habe auch noch keinen Weg daraus gefunden außer es mir bewusst zu machen und zu versuchen offen gegenüber sozialen Kontakten zu sein.
Es klappt nicht immer...
Bei mir klappt das auch überhaupt nicht, selbst nach drei Therapien.
Mittlerweile kann ich damit aber sehr viel besser leben. Es gibt nur noch wenige Momente in denen es mir nicht so leicht fällt damit klarzukommen. Und das ist okay.

Zitat:
Das schlimmste für einen Pessimisten ist doch, wenn man auch noch recht hat...
"Ich irre mich gerne."; ist ein Satz den ich oft sage auch auf oft so meine und nur selten wird er von anderen Menschen um mich herum wirklich als das verstanden was er bedeutet: Als Wunsch und nicht als Scherz.
Oh ja, das kenne ich auch.



Zitat:
Ich weiß man sagt das so, aber Menschen laufen nicht auf Batterie...

Manchmal hilft es sich das nochmal ins Gedächtnis zu rufen.
Menschen sind Menschen.
Und nach meiner Beobachtung können nur wenige wirklich ihre eigene Motivation hinterfragen, was sie wirklich antreibt;
wieso man sich so verhält und nicht anders.

Aber bei deiner Erklärung schilderst du nur Symptome, aber worin die Überforderung besteht scheint gar nicht wichtig.
Ich versuche es nochmal zu erklären, vielleicht wird dann ja verständlicher, was ich meine.

Visuelle und auditive Reize überfordern mich sehr schnell.
In der Stadt z.B. bin ich sehr schnell an meinem Limit. Alles bewegt sich, überall Gemurmel, Autos fahren vorbei, Lichter, bunte Werbung, vieles was der Kopf im Vorbeigehen liest, Musik hier, Kindergeschrei da - da macht mein Kopf dicht. In so einem Moment könntest du mich ansprechen und nach der Uhrzeit fragen und ich könnte nicht mehr richtig reagieren.
Ich laufe dann auf Notstrom, auch wenn du mir das nicht glaubst.
Ich muss dann schnell raus aus der Situation.
Früher war das kein Problem, denn ich hatte immer jemanden um mich, in den ich, ganz unbewusst, meinen Anker gesetzt hatte. Egal wie mich Situationen auch innerlich durchgeschaukelt haben, ich bin mithilfe dieses Ankers relativ gut da durchgekommen und konnte, ganz praktisch gesehen, diesen Menschen einfach folgen, ohne selbst noch denken zu müssen, denn das geht dann nicht mehr.
Jetzt, so ganz alleine, bin ich ziemlich aufgeschmissen. Deshalb meide ich Situationen in denen viel auf mich einprasselt.
Meine Wohnung ist so eingerichtet, dass meine Augen nicht ständig irgendwo hängenbleiben.
Musik läuft auch nie so nebenbei, sondern nur ganz bewusst, wenn ich weiß, dass ich mich gerade konzentrieren kann.
Nur mal so als Beispiel.



Zitat:
Ganz gewiss ist es nicht egal, es ist sogar die entscheide Frage, finde ich.
Fange an die Motivation, den Grund deines Handelns zu hinterfragen, ansonsten wirst du dich nur in deinen eigenen Gefühlen einsperren und die Todesschraube dreht sich tiefer...
Meine Motivation,mein Grund ist ja, dass ich etwas fühlen will. Ich brauche das nicht immer, über weite Strecken komme ich auch so klar, nur manchmal reicht das leider nicht. Dann ist Schmerz immer noch um Längen besser als dieses graue Nichts.


Zitat:
Das kann ich tatsächlich nachvollziehen. Nur wenige empfanden das was ich als interessant und spaßig empfand auch so.
Was akzeptiert und üblich war langweilte mich dagegen.
Blind etwas zu glauben und zu folgen ist und bleibt das Handeln von "einfachen" Menschen.
Ich konnte weder die Begeisterung für Fußball noch für für irgendwelche Boy-Bands nachvollziehen...
Der Schluss zu dem man dann kommen kann, nämlich das man die anderen als "dumme Affen" abstempelt und sich moralisch über sie erhebt ist falsch, so falsch wie es nur geht.
Hast du das getan? Die Anderen abgestempelt?
Ich weiß nicht ob das so ein Männer-Frauen Unterschied ist, aber den Grund habe ich schon immer bei mir gesehen.
Zitat:
In Wahrheit traut man sich nur nicht das was einen Begeistert auch offen zu zeigen, weil man die Reaktion ja bereits kennt: Unverständnis.
Der Schritt dazu muss aber sein, das es einem egal sein muss.
Es ist mir egal wenn mich Leute dumm anschauen während ich meine Musik genieße, mir doch egal wenn die das stört wenn ich es gerne laut hab...
Da wo man keinen Bezug zu den Leuten hat, ist das natürlich egal.
Aber irgendwann möchte doch jeder irgendwo dazugehören - oder sich sein Leben halt alleine einrichten.
Zitat:
Mit seinem näheren Umfeld muss man natürlich verständlicher sein, aber auf keinen Fall darf man es sich zu Herzen nehmen wenn die blöd gucken und wenn man sich exzentrisch verhält, dann ist man per Definition "außerhalb".
Die eigene Abgrenzung als Ausgrenzung zu verstehen ist am Ende nichts anders als sich selbst zu schlagen.
Hast du ein "näheres" Umfeld?
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2020, 18:35   #316
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.312
Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Ich zitiere das hier:



jetzt nur mal, um aus meiner Sicht zu umschreiben, welche Kommunika-
tionstypen ich persönlich als echt schwierig empfinde, da mit diesen kein
echter Austausch und damit weder eine Annäherung, noch eine echte Ver-
trauensbasis entsteht:

1.
Der verschlossene Nur- Zuhörer, der zwar soziale Kontakte wünscht, der
aber um himmelswillen bloß nichts über sich preisgeben mag. Sein Gegen-
über könnte ihn kritisieren, über Gesagtes urteilen usw. usf., also verlaufen
"Gespräche" meist in einer Einbahnstraße. Genau diese muss man mit der
Zeit als Gegenüber als "langweilig" empfinden, interessiert man sich auch
für die verschlossene Person. Zudem erwächst aus so einer Art schnell e-
ben auch mal Misstrauen. Außerdem stockt hier eh jede Kommunikation,
sobald der Alleinunterhalter seinen Dienst einstellt.

2.
Der leicht paranoide Pessimist, der sich ebenfalls zwar soziale Kontakte
wünscht und selbst auch etwas einbringt (eher sehr vorsichtig), der aller-
dings in fast allem, was er hört, einen Angriff auf seine Persönlichkeit er-
blickt und der sich zudem gern überall als Opfer sieht. Da wird auch nicht
nachgehakt, sondern sofort böses unterstellt usw. Auch er schenkt we-
der der Welt, noch dem Gegenüber Vertrauen und Gespräche ersticken
schnell deshalb, weil das Gegenüber i.d.R. keinen Bock darauf hat, sich
gefühlt ständig rechtfertigen zu müssen usw. usf.

3.
Der selbstdrehende Inseltyp, der jede Vorlage nur als Startschuss dazu
nutzt, um über sich selbst Monologe abhalten zu können. Er sucht vor
allem einen treuen Zuhörer und Bewunderer. Aber sicher keinen gegen-
seitigen Austausch.

4.
Der "Schlagwort-Scanner", der passiv im Gespräch erpicht darauf aus ist,
bestimmte "Schlagwörter" zu hören, weil er sein Gegenüber danach in ge-
wisse Schubladen zu stecken versucht. "Gefährlich" usw., sind demnach
für diesen Schlag Menschen all jene, die das nicht "drauf haben" (wie soll-
ten sie auch, sie kennen seine "Macken" ja nicht) oder anders herum ge-
nau die Schlagwörter benutzen, die mit dessen Vergangenheit negativ be-
lastet sind.

5.
Der ewige Gegenfragensteller, der ebenfalls ein sehr selbstunsicherer bis
paranoider Persönlichkeitstyp ist, der einfach nicht wirklich offen auf ande-
re zugehen kann. Man soll sich hier zwar möglichst "nackig zeigen" und
wird mit Fragen und ständigen Gegenfragen bombardiert, echte Antwort-
en bleiben in der Regel aber aus.

6.
Der kleine Abwerter, der eher narzisstisch tickt, sich in Langeweile suhlt
und der im Grunde nur darauf aus ist, seinem Gegenüber mal deutlich zu
machen, für wie inkompetent er es hält, damit sein "Tag/ Abend" gerettet
ist.

7.
Der Marktschreier, der egal, wie hohl sein Produkt ist, die Aufmerksamkeit
nicht nur vom Gegenüber für sich beansprucht, sondern vom ganzen Saal.
Dieser Typus stellt sich nicht nur selbst ständig in den Vordergrund, sondern
er wiederholt das vom Gegenüber Gesagte auch so laut, damit der ganze
Saal etwas davon hat und im Anschluß (hoffentlich) bemerkt, was für coole
Antworten ER darauf weiß.

8.
Der ohne Punkt und Komma- Dauerredner, der Angst davor hat, sein Gegen-
über zu Wort kommen zu lassen, weil damit "Nähe" entstehen könnte. Er
will zwar nicht im Vordergrund usw. stehen, er sucht auch nicht die Abwer-
tung usw. des anderen. Aber, er fühlt sich in seinem Schutzraum beschnit-
ten und weiß sich nicht anders zu helfen. Diesen Typus kann man m.E.n.
aber leichter bändigen, indem man ihm einfach seinen Schutzraum gewährt.

Die konkreteren Hintergründe mögen vielschichtig usw. sein. Nur zählen die-
se beim "Kennenlernen" usw. erstmal gar nicht. Vielmehr zählt hier doch, wie
es auf das Gegenüber wirkt und ob man dieses mit einer solchen Art direkt
verscheucht.
Wie schön, noch ein paar Punkte für die "So nicht!" Liste.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2020, 21:50   #317
current74
Golden Member
 
Registriert seit: 11/2017
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 1.069
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Ich brauche einen sehr starken Reiz um etwas wirklich zu fühlen und meistens ist das eben Schmerz. Dieses Gefühl lässt sich, für mich, am einfachsten hervorrufen.
Das fällt mir spontan beim Lesen ein, aber hast du es mal mit SM versucht?

Ist nicht ironisch gemeint. Auf diesem Feld gibt es alle möglichen Arten von Beziehungskonstellationen, es muss nicht das klassische Klischee mit Schlägen auf den Po sein.

Wäre vielleicht ja ein Ansatz.
current74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2020, 22:15   #318
Yella
Pluviophile
 
Registriert seit: 10/2014
Beiträge: 3.312
Zitat:
Zitat von current74 Beitrag anzeigen
Das fällt mir spontan beim Lesen ein, aber hast du es mal mit SM versucht?

Ist nicht ironisch gemeint. Auf diesem Feld gibt es alle möglichen Arten von Beziehungskonstellationen, es muss nicht das klassische Klischee mit Schlägen auf den Po sein.

Wäre vielleicht ja ein Ansatz.
Nein, das habe ich nicht versucht. Daran hab ich auch, ehrlich gesagt, noch nie gedacht.

Wenn ich an Gefühle denke oder darüber schreibe, dann meine ich damit eigentlich keine sexuellen. Ich glaube, das ist so das Letzte was mir in den Sinn kommt.
Yella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2020, 23:45   #319
current74
Golden Member
 
Registriert seit: 11/2017
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 1.069
Zitat:
Zitat von Yella Beitrag anzeigen
Nein, das habe ich nicht versucht. Daran hab ich auch, ehrlich gesagt, noch nie gedacht.

Wenn ich an Gefühle denke oder darüber schreibe, dann meine ich damit eigentlich keine sexuellen. Ich glaube, das ist so das Letzte was mir in den Sinn kommt.
Das muss auch gar nicht mal rein sexuell motiviert sein.
current74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2020, 12:43   #320
0815Nick
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Ich tu mich dabei auch irgendwie schwer mir das gerade vorzustellen.
Ich mein sie ist dermaßen verkopft und "nicht-sexuell", da ist es quasi egal was du ihr an Sex-Varianten vorschlägst, hat sie so oder so kein Interesse dran.

Das zumindest mein Eindruck.

Von einer Frau die keine Lust hat wenn kein Mann verfügbar ist und sich auch nicht selbst befriedigen zu weiß, sollte Mann auf jeden Fall die Finger lassen.
So eine Frau kann man nämlich nicht sexuell befriedigen, es ist quasi unmöglich.
Mal abgesehen davon ist Sex für so eine Frau höchstwahrscheinlich auch nur ein weiteres Kontrollmittel...
Schreiend Wegrennen wäre meine Empfehlung dazu. (Aber nicht zu laut, sonst hört sie noch in welche Richtung man rennt.)

Aber bei Yella hab ich eher den Eindruck, dass ihr das Bedürfnis an sich einfach komplett fehlt oder es massiv unterdrückt.
Und einen Mann zu finden der damit einverstanden ist, ist glaube ich noch schlimmer als bei den "nur" manipulativen Frauen.

Ich mein, probieren geht natürlich über studieren...
Aber SM ist schon sehr speziell...
Die meisten Frauen haben doch eher naive Vorstellungen davon, nach meiner Erfahrung.
Ich hatte Freunde die in Beziehung lebten und relativ tief in diesem Fetisch steckten.
Ich mein, ein wenig Handschellen und Arsch-klatschen, ist halt auch kein "SM".
0815Nick ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2020, 12:43 #00
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Hey 0815Nick,
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