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PIcasso1989 20.06.2011 16:58

Vorwurf? Nein.
Ein Freund von mit hat sich umgebracht - wegen einer gescheiterten Liebe. Vor wenigen Tagen hat sich das zum 8. mal gejährt.
De einzige, dem ich Vorwürfe mache, bin ich selber.

Apfelmus 20.06.2011 17:01

Genau das meine ich ;-)

PIcasso1989 20.06.2011 17:09

Zitat:

Zitat von Apfelmus (Beitrag 3959283)
Genau das meine ich ;-)

Dann hatte ich das falsch verstanden.
Ich fand dein Post schön.
Denn es ist schwer, bei diesem Thema rational zu argumentieren, also etwas zu begründen.

Jenseits dieser albernen 'das ist feige' - Schiene der Ahnungslosen.

Apfelmus 20.06.2011 17:15

Das Erschreckendste ist doch oft vielmals, dass Menschen, die einen Suizid begehen, dies sehr akribisch und augenscheinlich wohl durchdacht darlegen - sofern sie den Hinterbliebenen (auch Freunde) überhaupt diese Gelegenheit geben.

Das erschüttert bis ins Mark - doch meist eher mehr die Menschen, die einem sowieso zur Seite standen. Diejenigen, die man - aus welchen Gedanken heraus auch immer - treffen will, die erreichen derlei Worte ohnehin nicht.

PIcasso1989 20.06.2011 17:25

Ich wußte in dem Fall, von dem ich rede, über das 'wie' Bescheid, ja.

Apfelmus 20.06.2011 18:04

Das Problem ist, dass der Suizid die ultima ratio der Hilflosigkeit ist.

Und diese Hilflosigkeit ist eingebildet und selbstkonstruiert - immer. Denn es gibt immer Menschen an die man sich wenden kann, oder die bereits da sind. Oftmals genügen dem Betroffenen aber ausgerechnet diese Menschen nicht. Und das ist sein ultimatives Versagen.
In manchen Fällen ist es sogar ein Bedürfnis, endlich einmal, und wenn auch nur mit dem Tod, im absoluten Mittelpunkt zu stehen...

wikinger11 20.06.2011 18:23

Was würdest Du einem politisch Gefangenen in einer Diktatur xy sagen ?
Oder einer, wo es definitiv keine Perspektive mehr gibt ?
Es gibt doch nicht immer einen Ausweg.
Man kann höchsten wie Walter Kohl irgendwie mit einer Ungerechtigkeitssituation leben lernen. Aber es kann doch sein, dass es Menschen gibt, die das nicht können.

GreatBallsofFire 20.06.2011 18:26

Liebe, eines der grossen Gefühle, endet manchmal tödlich.
Liebe, Freiheit und Tod sind die Dinge, die uns am meisten bewegen, denke ich.

Literarisches Beispiel: King Kong auf dem Empire State Building.

Ausgerechnet ein riesiger Affe steht und fällt für Menschheitsideale.

Der aus seiner Heimat entführte kämpft dort oben für seine Freiheit, und mit der Frau in seiner Hand gleichzeitig auch um seine Liebe.
Freiheit und Liebe sind große Meschheitsideale. Und er stirbt für beides.
Obwohl die körperliche Liebe mit der weissen Frau aufgrund der Grössenverhältnisse nie hätte vollzogen werden können.


Reales Beispiel: Ein gescheiterter Ehemann betrinkt sich aus Frust stark, ihm platzt in seiner Junggesellenwohnung ein Magengeschwür, er verblutet innerlich. Tod.
Dieser Tod aufgrund eines Magengeschwüres in Verbindung mit Einsamkeit und Alkohol ist nicht selten.

Das sind zwar keine Suizide, aber trotzdem interessante Todesfälle in Verbindung mit der Liebe.

GreatBallsofFire 20.06.2011 19:33

Jeder muss sein Leben leben, auch gegen alle anderen Menschen.
Und gegebenenfalls auch den Mut haben, seinen zu Tod sterben.

Charlie* 20.06.2011 19:39

Nur drei Auswahlkriterien welche man klicken kann?


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