Lovetalk.de

Lovetalk.de (https://www.lovetalk.de/)
-   Umfragen (https://www.lovetalk.de/umfragen/)
-   -   Suizid - tragbar oder nicht? (https://www.lovetalk.de/umfragen/118061-suizid-tragbar-oder-nicht.html)

Equilibra 21.06.2011 11:54

Zitat:

Zitat von Darkkitty (Beitrag 3961082)
Es gibt einen Grund warum man lebt, manche haben es schwer, manche haben es leicht, aber es lohnt sich auf jeden Fall immer für ein besseres Leben zu kämpfen, finde ich zumindest!

Finde ich auch. Dennoch entscheidet jeder selbst, ob es für einen möglich und nötig ist. Und das finde ich in Ordnung.
Für wen soll Suizid tragbar sein oder nicht? Für den aktiven Täter oder seine Hinterbliebenen? Freilich ist es für die letzteren nicht tragbar, genau so wenig auch für die Menschen, die sich Gedanken darüber machen und dennoch nicht imstande sind den letzten Schritt in die Tat umzusetzen, denn wäre es tragbar, würden sie nicht lang überlegen, sondern handeln.

PIcasso1989 21.06.2011 12:08

Zitat:

Zitat von Equilibra (Beitrag 3961248)
Für den aktiven Täter oder seine Hinterbliebenen? Freilich ist es für die letzteren nicht tragbar, genau so wenig auch für die Menschen, die sich Gedanken darüber machen und dennoch nicht imstande sind den letzten Schritt in die Tat umzusetzen, denn wäre es tragbar, würden sie nicht lang überlegen, sondern handeln.

Also, auf Depressive frisch ans Werk und zur Tat geschritten?

Wenn du meinst. :schüttel:

Zweifler 21.06.2011 15:17

Ich weiß nicht. Macht man sich Gedanken, ob es tragbar ist und entscheidet dann? Kann ich mir nicht vorstellen. Bei mir in der Clique (als ich zwischen 16 und 20 war) wurden ab und an solche Gedanken geschmiedet. Getan hat es zum Glück keiner. Irgendwie verbarg sich da immer die Hoffnung, dass es doch anders wird. Im Eingangspost wurde ja auch über Schmerz geschrieben. Bei körperlichen Schmerzen hofft man doch, dass es ein Heilmittel gibt. Bei seelischen Schmerzen hofft man, dass jemand hilft. Hoffnung scheint mir die zentrale "Hemmschwelle" zu sein, die sicherlich bei jedem unterschiedlich hoch ist.

isa73 21.06.2011 17:34

Ist das hier nicht doch eine Grundsatz Diskussion?

Die drei Fragen, finde ich, sind so nicht zu beantworten.

Was TE erwartest Du Dir von dem Ergebnis dieser Umfrage?

zinedine 21.06.2011 20:29

Zitat:

Zitat von Zweifler (Beitrag 3961785)
Hoffnung scheint mir die zentrale "Hemmschwelle" zu sein, die sicherlich bei jedem unterschiedlich hoch ist.

Richtig und verschwindet die Hoffnung wird es schwierig.

Der körperlich Kranke, wartet auf sein Heilmittel, aber wenn der Kranke über Jahre, beispielsweise gegen den Krebs kämpfen musste und er sich mit aller Mühe und Not irgendwie am Leben hält, wird er irgendwann die Hoffnung verlieren und sterben wollen.

Wenn der seelische Schmerz nicht verschwindet, trotz reden, mit Bekannten, Freunden, Familie und als letzter Ausweg die professionelle Hilfe angenommen wird, wo der Mensch die Hoffnung hat, dass er "gerettet" wird, sich aber nichts tut und somit die letzte Hoffnung verstreicht, wird er auch sterben wollen.

Sowas hat für mich neben der Hoffnung auch viel mit Stärke, Mut, Wille, Sensibilität des einzelnen Charakters zutun. Nur behaupte ich mal, dass jeder Mensch ab einer gewissen "Hemmschwelle", was sich in seinem Leben alles negative ereignet hat, zumindest mal anfällig für solche Gedanken werden kann. Es ist wie bei der Folterung, irgendwann spricht jeder Mensch, beim einen dauert es länger, beim anderen kürzer, aber ab einem gewissen Punkt spricht jeder und erzählt alles was der andere hören will, denn: "Hauptsache es hört auf."

Watches 21.06.2011 20:45

Wer sterben will, soll sterben. Frei nach der wunderbaren SAW-Moral übernehme ich den dort verwendeten Satz "Wer das Leben nicht wertschätzt, hat es nicht verdient, zu leben".

The Night Howler 21.06.2011 21:38

Ich finde es auf jeden Fall tragbar. Derjenige der Suizid begeht, kann selbst entscheiden was er mit seinem Leben anstellt. Er hatte sich ja auch nicht ausgesucht geboren zu werden und wenn dieses unfreiwillige Leben für ihn unerträglich und peinigend geworden ist so hat er das gute Recht es zu beenden um seinen Frieden zu haben. Umso dreister finde ich die Klagen von Hinterbliebenen die demjenigen nachher noch Vorwürfe machen weil sie nun damit leben müssen. Hätten sie sich zu Lebzeiten um denjenigen richtig gekümmert, bzw. nicht maßgeblich zu seinem Problem beigetragen und wären sie für ihn da gewesen wäre es nie soweit gekommen.

misterwah 21.06.2011 22:48

Zitat:

Zitat von Zweifler (Beitrag 3961785)
Irgendwie verbarg sich da immer die Hoffnung, dass es doch anders wird.

Ich würde noch etwas hinzufügen, nämlich den natürlichen Trieb, überleben zu wollen (und die damit verbundene Angst vor dem Sterben) - um jeden Preis. Diesen Trieb auszuschalten, ist wohl nicht ganz so einfach.

Don_Corleone 22.06.2011 00:12

...

nichtmeinname 22.06.2011 01:41

Warum selbst umbringen?

Wenn ich meine Lage nicht mehr ertragen könnte würde ich nach Australien auswandern und Schuhe verkaufen. Deppressionen spielen sich ausschliesslich im Kopf ab ... ich hab selbst welche - sagt mein Psychater ...


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:23 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2020 DragonByte Technologies Ltd.