Lovetalk.de

Lovetalk.de (https://www.lovetalk.de/)
-   Umfragen (https://www.lovetalk.de/umfragen/)
-   -   Suizid - tragbar oder nicht? (https://www.lovetalk.de/umfragen/118061-suizid-tragbar-oder-nicht.html)

XFIELD 14.09.2011 17:37

Zitat:

Zitat von makaya (Beitrag 4104362)
Ich finde es schade, wenn für jemanden das Leben nicht mehr tragbar ist... immerhin haben wir nur dieses eine.

wer weiß das schon und das leben kann ein eiziger albtraum werden aus dem man nicht erwachen kann außer......

Jumpseat 14.09.2011 20:06

Zitat:

Zitat von makaya (Beitrag 4104362)
Ich finde es schade, wenn für jemanden das Leben nicht mehr tragbar ist... immerhin haben wir nur dieses eine.

Derjenige wird wohl abgewogen haben, was für Ihn aus seiner Sicht das "Beste" ist. Schade ist es für die Umgebung und die Familie, die dann damit umgehen müssen.

Diya 27.09.2011 21:22

Ich kenne tatsächlich Menschen die mir berichteten das es der eine oder andere versucht hat weil er sich zu hässlich fühlte ( Er leidet unter einer Körperdysmorphen Störung) Er hatte auf der einen Seite Angst das er hässlich wäre und deshalb keinen Partner bekommt und auf der anderen Seite konnte er trotzdem durch den eingebildeten Mangel keine Beziehung führen aus Angst das der Partner sich doch irgendwie vor ihm ekeln konnte. Jahrelange Psyschotherapien folgten.

Ich glaube das war in seinem Falle wohl eher ein spontanes und unkontroliertes Verhalten.

Es gibt Menschen die wollen sich das Leben nehmen weil sie Schulden haben. (Da bin ich ehrlich davon halt ich nix, weil man selbst daran arbeiten kann das diese Weniger werden und wenns ewig dauert.
Manche deuten aber auch nur an sich umbringen zu wollen weil der andere Schluss machen will. (Krank sowas) Jemanden so binden zu wollen unmöglich. Ich selbst weiß nicht wann und ob sowas tragbar wäre. Wenn man selbst Totkrank ist und weiß man stirbt irgendwann mit vielen Schmerzen? Weiß nicht! Man hofft ja selbst das man niemals doch mal daran denkt!

narcos 27.09.2011 23:22

Nur zum Thema..., feige, schwach und eine Sünde.

semolina 28.09.2011 00:48

Zitat:

Zitat von XFIELD (Beitrag 4104665)
wer weiß das schon und das leben kann ein eiziger albtraum werden aus dem man nicht erwachen kann außer......

Wie "erwacht" man da bitte schön? Das Schöne am Leben ist doch, solange man noch lebt, kann man auch etwas verändern. Danach geht das leider nicht mehr.

The Night Howler 28.09.2011 13:22

Zitat:

Zitat von narcos (Beitrag 4121622)
Nur zum Thema..., feige, schwach und eine Sünde.

Eine SÜNDE??? Eine Sünde ist es einzigst was Menschen anderen Menschen antun um sie soweit zu bringen. Natürlich sind Sachen wie Schulden, das Ende einer Beziehung oder Liebeskummer keine wirklichen triftigen Gründe aber es gibt Momente wo wirklich wohl jeder nicht mehr weiterkönnte. Missbrauch oder jahrelanges Mobbing und Demütigungen können so ein Fall sein oder der nachvollziehbarste Grund für mich wenn jemand Totkrank ist. Wer sich den Leidensweg von Schmerzen und Ungewissheit ob mans doch übersteht oder nicht ersparen will und beschließt diesen Weg zu gehen der sollte es auch tun dürfen. Religiöse Aspekte sind in diesem Punkt sowieso schwachsinnig und sollten nicht gelten. Selbstmord ist keine Sünde - das Leben an sich ist es.

Charlie* 28.09.2011 15:37

Zitat:

Zitat von narcos (Beitrag 4121622)
Nur zum Thema..., feige, schwach und eine Sünde.

Lass die Kirche im Dorf.

ich bins 29.09.2011 07:46

Ist natürlich nicht feige Suizid zu unterlassen weil man Angst hat dass es ein Gott bestraft ;)
Sich für höheren Zweck quälen, echt toll, viel Spaß dabei wenn man da liegt und liegen muss weil die anderen Fanatiker die rettende Stammzellentherapie etc. verboten haben ;) Ja das ist diese Nächstenliebe, ein Zimmermann hat vor 2000 Jahren was verboten, bzw. wir interpretieren es so als hätte er es und es muss uns deshalb auch heute jucken und besser noch, wir verbieten es auch Leuten die nicht in der Ideologie stecken.

Tobi^ 30.09.2011 05:43

Naja um genau zu sein war's nicht Jesus der verboten hat sich umzubringen...
Genauer gesagt war's Moses, der von Gott die zehn Gebote erhalten hat und eins davon lautet halt dass man nicht töten soll, Selbsttötung ist aber auch eine Tötung also geht man davon aus dass auch diese gemeint ist.

Aber ich will ja mal nicht auf den Religionen rumreiten, nur zur Aufklärung, man lernt ja nie aus. :)

Selbstötung ist ein, wie ich finde, sehr schweres Thema, worüber ich mir schon etliche Male den Kopf zerbrochen hab, seis privat oder im Ethikunterricht.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen dass es, unabhängig des Grundes, sicher nicht moralisch verwerflich ist.
Kaum einer kann sich vorstellen wie man sich in dieser Situation fühlt, wenns nur noch einen augenscheinlichen Ausweg gibt und diese Situation lässt sich auch nicht so einfach durchspielen, wie es z.b. mit anderen Gefühlsereignissen ist.

Wer die Hemmschwelle überschreitet schafft es seinen Selbsterhaltungstrieb auszuschalten und bringt sich um.
Um diese Hemmschwelle zu erreichen gibt es sicher einige triftige und augenscheinlich weniger triftige Gründe...

Unter ersterem wurden hier ja schon schwere Krankheiten erwähnt, die einen sehr belasten und zum Teil sowiso im Tod enden.
Der Cousin einer Bekannten (nein nicht nur hanebüchener Blödsinn, ich kannte ihn auch persönlich) hat sich umgebracht.
Das hat er getan, weil er HIV positiv war und hat sein Leben wirklich noch einige Jahre genießen können, bis die Krankheit ausbracht und er AIDS hatte.
Dann hat er sich umgebracht.
Eine Entscheidung die ich auch nachempfinden kann, denn AIDS endet ja nach Ausbruch mehr oder weniger zügig und extrem qualvoll tötlich.
Von daher wär's eine Entscheidung die ich so vielleicht sogar übernehmen würde, würde ich in eine ähnliche Situation kommen.

Ich hab schon Menschen erlebt, die hatten Krebs und haben den natürlichen Todesweg gewählt, andere haben trotz Hoffnung auf Heilung den Freitot gewählt.
Ich habs einige Zeit lang nicht verstanden, warum man sowas seinen Familien und Freunden antun kann obwohl es wirklich Hoffnung gäbe.
Ich hab auch mit einigen Krebskranken geredet und manche haben mir auch frei erzählt wie das so ist.
Man kommt irgendwann einfach an einen Punkt, da macht einem der Tod keine Angst mehr, man akzeptiert es dass es womöglich sterben muss und sieht in vielen Gegenständen dann die Waffe zur Erlösung.
Das trifft soweit aber nicht auf alle zu, manche klammern sich auch an die Hoffnung und manchmal versagt diese einfach auch...

Ok, soweit find ich das noch sehr verständlich und nachvollziehbar warum man sich im Endeffekt umbringen möchte.

Jetzt kommts zu Depressionen,Geldproblemen und Liebe, die hier ja auch schon angesprochen wurden... Dazu kann ich wirklich nur abstrakt raten.

Bei den Depressionen seh ich das meist eher als eine Art Kurzschlussreaktion oder, ich nenns mal "Scheuklappenreaktion".
Viele kommen dann in einen akuten Schub rein, der sie von jetzt auf gleich in die Hoffnungslosigkeit sinken lässt und von der ist es nicht mehr weit zum Suizid.
Ich denk bei diesen "sekundär Auslösern" ist die Belastung der Hinterlassenen enorm, man plagt sich dauernd mit den Vorwürfen ob man nicht mehr hätte machen können, ob man nicht irgendwas übersehen hat etc. etc.

Geldprobleme und Liebe sind, denke ich, auch ziemliche Kurzschlussreaktionen.
Vielleicht geboren aus irgendwelchen Versagensängsten.
Ich denk da kommts auch drauf an welche Prioritäten man im Leben setzt, jemand der sein Leben nicht nur nach der wahren Liebe ausrichtet, wird sich wohl kaum wegen einer Freundin umbringen, kann ich mir zumindest vorstellen...

Es ist sicherlich nicht die feine Art, sich das Leben zu nehmen aber ich find man muss diese Entscheidung akzeptieren, zumindest nachdem sie durchgeführt wurde, wobei einem dann ja eh nichts anderes überbleibt...

Wenn man mitbekommt dass jemand sich umbringen will und man handelt nicht, find ich das fahrlässig und würde das auch nicht gutheißen.

Schmerzlich ist es allemal und kann die Mitmenschen wirklich böse runterreissen und das ist in einer eigenen Art und Weise sicher auch Selbstsüchtig aber ich behaupte dass man, sollte man diesen Entschluss fassen, sicher nicht mehr so weit denken kann bzw. wird um dies zu berücksichtigen.
Manchmal schreiben die Leute ja noch einen Abschiedsbrief, der wirklich nur ein schwacher Trost ist aber manchmal glaub ich dass das einfach eine Art und Weise ist, um mit sich selber nochmal ins Reine zu kommen, bevor man sich umbringt.

Sicher sagen kann mans leider nicht, denn einen richtigen, geplanten Selbstmord überleben leider nicht sehr viele...

Gedankenzeugnis 21.09.2012 21:29

Zeitpunkt des Todes selbst bestimmen
 
Es ist jedem Menschen frei überlassen den Zeitpunkt des Todes für sich selbst zu bestimmen. (Allerdings nicht wenn durch die Art der Todesfolge andere Menschen mit einbezogen werden. Sich vor dem Zug werfen, aus dem Fenster springen u.s.w.)


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:12 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2020 DragonByte Technologies Ltd.