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Sorvenja 16.11.2012 15:59

Zitat:

Zitat von quadrant (Beitrag 4699446)
Hier geht es nicht um eine Hirnschädigung. Wenn der aus dem Koma rauskommen sollte dann wird der überhaupt nichts mehr mitbekommen. Das kann man sehr wohl als Gemüse bezeichnen! Das ist ein anerkannter Ausdruck aus dem Englischen.

Zitat:

Zitat von quadrant (Beitrag 4699396)
Der Vater eines guten Bekannten von mir hat vor 3 Wochen einen Schlaganfall erlitten. Hirn kaputt, Koma, er wird entweder irgendwann wach und ist Gemüse, oder er wird nie wieder wach ...


Den Ausdruck, den du meinst ist wohl (persistent) vegetativ state, der rein gar nichts mit Gemüse (vegetable) zu tun hat. Leider setzt sich diese fälschliche Bezeichnung immer wieder durch.

quadrant 16.11.2012 16:06

http://www.hindu.com/edu/2004/05/10/...1000141704.htm

Ok scheint doch ein bisschen 'offensiv' zu sein der Ausdruck. Mir trotzdem egal :)
Bei uns sagt man das so.

Sorvenja 16.11.2012 16:15

Zitat:

Zitat von quadrant (Beitrag 4699460)
http://www.hindu.com/edu/2004/05/10/...1000141704.htm

Ok scheint doch ein bisschen 'offensiv' zu sein der Ausdruck. Mir trotzdem egal :)
Bei uns sagt man das so.

Schade, dass in deinem Link nicht beschrieben ist, wie es zur Entwicklung dieser Bezeichnung gekommen ist. Dafür ist es hier nachzulesen:
http://www.bionity.com/de/lexikon/Ap..._des_Begriffes

quadrant 16.11.2012 16:17

Ich konnte es mir schon vorstellen wie es zu diesem Begriff gekommen ist :)
Trotzdem danke für deinen Link. Jetzt weiss ich es ganz genau :)

Sorvenja 16.11.2012 16:18

Zitat:

Zitat von quadrant (Beitrag 4699480)
Ich konnte es mir schon vorstellen wie es zu diesem Begriff gekommen ist :)
Trotzdem danke für deinen Link. Jetzt weiss ich es ganz genau :)

Gern geschehen :)

hesse16 17.11.2012 09:40

In gewissen Situationen kann ich nachvollziehen, wenn Menschen den letzten Ausweg Suizid wählen. Insbesondere bei unheilbaren Krankheiten. Ich fand das Beispiel HIV-positiv / AIDS sehr gut, kann es verstehen und wüsste nicht, ob ich nicht ähnlich handeln würde . .

Warum nicht selbst eine weniger qualvolle, schnellere Todesart wählen, als erbärmlich zu krepieren . . . (Ich habe meinen Vater an Lungenkrebs sterben sehen . . . und das war sicher nicht schön -für ihn nicht und für mich natürlich auch nicht)

In anderen Fällen??? Ich denke, grundsätzlich geht das Leben weiter. Irgendwie! Und da kann man viel Hilfe bekommen, wenn erkennt, dass man sie benötigt und dann auch annimmt.

Viele Suizidankündigungen sind ein Hilferuf, vielleicht weil die Menschen nicht mehr wisse, wie sie sonst um Hilfe bitten sollen.

Wer es tatsächlich ernst meint, der kündigt seine Absicht nicht erst an . . .der führt aus!

Valentino 17.11.2012 09:55

Zitat:

Zitat von Meriana (Beitrag 4699261)
Es beruhigt das Gewissen der "Helfenden", aber wirklich helfen tut es nicht, eher im Gegenteil.. man fühlt sich noch zusätzlich belastet, verpflichtet, dem anderen etwas schuldig.. und das ist ja 'nur' das was noch zusätzlich quält.

Dann hat der Helfende seinen Job nicht sehr gut erledigt. Man kann versuchen einen Suizidalen festzuhalten. Das führt zu genau diesem Eindruck beim Betroffenen. Er fühlt sich umklammert, was seine negativen Emotionen noch verstärken kann.

Man kann aber auch loslassen und die Entscheidung beim Übergänger belassen, dabei aber eine Tür öffnen. Eventuell ist der Betroffene auf der Suche nach genau diesem Ausweg.

MPS6 17.11.2012 10:44

Zitat:

Zitat von hesse16 (Beitrag 4700174)

Viele Suizidankündigungen sind ein Hilferuf, vielleicht weil die Menschen nicht mehr wisse, wie sie sonst um Hilfe bitten sollen.

Wer es tatsächlich ernst meint, der kündigt seine Absicht nicht erst an . . .der führt aus!

Vollkommen richtig.
Um sich mal in die Lage eines völlig verzweifelten Menschen zu versetzen,der selber seine für ihn hoffnungslose Lage erkennt und dennoch keinen Ausweg findet, dem empfehle ich dies hier :
http://www.amazon.de/Robert-Enke-all...3144708&sr=8-1

Mich persönlich hat das sehr berührt, und ich kann auch vollkommen nachvollziehen, warum ein Mensch u.U. den finalen Weg geht.
Die Diskussion darüber, ob jemand in höchster Verzweiflung das Recht hat sein eigenes Leben zu beenden, finde ich nebenbei gesagt fast anmassend.

Valentino 17.11.2012 10:51

Zitat:

Zitat von MPS6 (Beitrag 4700236)
Die Diskussion darüber, ob jemand in höchster Verzweiflung das Recht hat sein eigenes Leben zu beenden, finde ich nebenbei gesagt fast anmassend.

Man könnte ja für solche Vergehen die Todesstrafe wieder einführen.

MPS6 17.11.2012 11:09

Zitat:

Zitat von Valentino (Beitrag 4700247)
Man könnte ja für solche Vergehen die Todesstrafe wieder einführen.

Jeder hat das Recht in der anonymen Welt des Internets dummes Zeugs zu schreiben, so natürlich auch Du.


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